23.07.2017 - 20:00 Uhr
VilseckOberpfalz

Burgkonzert des Heimat- und Kulturvereins Vilseck Ein Sommerabend in Wien

Mit seinem Charme und der guten Akustik bot der Schlosshof auf Burg Dagestein den perfekten Rahmen für ein Konzert der besonderen Art. Der Heimat- und Kulturverein (HKV) entführte die zahlreichen Besucher zu einem Sommerabend nach Wien.

von Rosi HasenstabProfil

Wenn auch beim Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker der Radetzky-Marsch den Schlusspunkt bildet, so hatte er auch zu Beginn seinen besonderen Reiz, zumal das Stück von Johann Strauß Vater vom Ulrike-Straub-Orchester perfekt vorgetragen wurde.

Mit Wiener Schmäh "Küss die Hand und Habe die Ehre", rief HKV-Vorsitzende Elisabeth Hammer zu Beginn des Kurkonzerts den Gästen im imaginären glänzenden Ballsaal zu und übergab das Kommando an die "Hofballdirektorin" Ulrike Straub, die mit ihrem elfköpfigen Ensemble begeisterte. Nach Tritsch-Tratsch-Polka und dem Walzer Künstlerleben glänzte die Schnaittenbacherin als Geigensolistin zusammen mit Daniel Zacher (Akkordeon) bei dem Paradestück von Johann Strauß Sohn "An der schönen blauen Donau". Sie erhielt donnernden Applaus.

Mit "Willkommen heut zum Feste" aus der Fledermaus begrüßte der Kirchenchor Schlicht unter Leitung von Heinz Krob die Zuhörer. Seine Vielseitigkeit stellte das Ensemble mit weiteren Operettenklängen unter Beweis. Es bot mit den Arien aus dem Vogelhändler von Carl Zeller (Wie mein Ahnl zwanzig Jahr), aus dem Zigeunerbaron von Johann Strauß (Ja das alles auf Ehr) und aus der Fledermaus ebenfalls von Johann Strauß (Trinke Liebchen, trinke schnell) einen wahren Ohrenschmaus an.

Zauber der Metropole

Mit wohltuenden Saitenklängen erzählte die Schlichter Stubnmusik "Geschichten aus dem Wienerwald" und "Heut kommen d'Engerl auf Urlaub nach Wien". Paula Stubenvoll und ihre Gruppe machten den Zauber der österreichischen Metropole deutlich mit dem Walzer "Im Prater blühn wieder die Bäume" und dem Marsch "Wien bleibt Wien".

In schmucken Dirndln warteten die Trachtenfrauen des HKV mit einem Volkstanz auf. Ein begeistertes "Ahh" ging durch die Reihen, als die Frauen im zweiten Teil zusammen mit ehemaligen Gardemädchen in langen Ballkleidern den Burghof betraten. Der dargebotene Schreittanz unter Choreographie von Anja Schertl wurde mit viel Beifall belohnt.

Talent bewiesen

Nicht weniger Applaus bekam Ulrike Straub, Geigenlehrerin des Max-Reger-Gymnasiums, die ihr musikalisches Talent auch als Sopranistin unter Beweis stellte und das Wiener Lied "Drunt in der Lobau" bezaubernd vortrug.

2. Bürgermeister Thorsten Grädler brachte es auf den Punkt, als er feststellte: "Wir brauchen nicht nach Wien zu fahren, um solche Musik zu hören." Er sei restlos begeistert von den Darbietungen. Grädler gratulierte der HKV-Vorsitzenden zu diesem Höhepunkt im kulturellen Leben der Stadt. Fast ein bisschen Wehmut überkam die Zuhörer, als am Ende des lauen Sommerabends gemeinsam das Lied "Sag beim Abschied leise Servus" erklang.

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