Bezirksliga: Heute Derby FV Vilseck gegen SV Hahnbach - Beide im Doppeleinsatz
Daniel Liermann kommt zurück

Lokales
Vilseck
19.04.2013
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Das dritte Derby in Folge steht heute um 18.15 Uhr an. Nachgeholt wird die Begegnung aus der Bezirksliga-Hinrunde zwischen dem FV Vilseck und dem SV Hahnbach, die Ende Oktober 2012 den ersten Schneefällen zum Opfer fiel.

Die Auseinandersetzung dürfte schon allein wegen des lokalen Charakters ein entsprechendes Zuschauerinteresse finden, noch dazu wird an diesem Freitagabend in der unmittelbaren Vilsecker Umgebung keine weitere Partie ausgetragen.

Die beiden Kontrahenten liegen zwar punktemäßig etwas auseinander, über den Spielausgang kann aber nur spekuliert werden. Viel zu genau kennen sich beide Teams und ganz genau weiß Hahnbachs Trainer Daniel Liermann über die Heimmannschaft Bescheid, in der er ja vergangene Saison noch spielte. Die Leistungen des SV Hahnbach waren bisher eher schwankend, doch hat das Team aus Ettmannsdorf trotz der 0:3-Niederlage eine gute Kritik bekommen. Ein Eigentor und ein Elfmeter mussten für den am Ende doch deutlichen Ettmannsdorfer Sieg herhalten. Die Qualitäten der Hahnbacher sind dem FV hinreichend bekannt, und dass Daniel Liermann seine Mannschaft dementsprechend auf jeden einzelnen einstellt, dürfte ebenso klar sein.

FV-Spielertrainer Martin Kratzer und seine Mannen müssen auf jeden Fall alles daran setzen, um das Spiel in den Griff zu bekommen. Dies war im Stadtderby gegen den SV Sorghof nicht der Fall, das man am Ende glücklich mit 1:0 gewann. Zwar stand man im Defensivbereich insgesamt gut, aber bei ruhenden, hohen Bällen waren manchmal deutliche Schwächen auszumachen. Zudem operiert Vilseck derzeit viel zu oft mit langen Bällen, mit denen die Offensivkräfte nichts anfangen können. Das Team um Kapitän Stefan Liermann sollte sich wieder mehr auf seine spielerischen Qualitäten besinnen und mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung gegen Hahnbach aufwarten.
Der SV Hahnbach empfängt im zweiten Spiel des Wochenendes am Sonntag um 15 Uhr den TSV Detag Wernberg. Die Gäste gewannen am vergangenen Wochenende gegen den SV Raigering mit 4:3, und am Mittwoch das Nachholspiel gegen den SV Sorghof etwas glücklich mit 1:0. Mit diesen zwei Siegen zog man in der Tabelle am SV Hahnbach vorbei. Detag-Trainer Robert Arnold hat mit seiner Elf nun wieder Selbstvertrauen schöpfen können und wird sicherlich versuchen beim angeschlagenen SV Hahnbach nachzulegen, um sich von den Relegationsplätzen fernzuhalten. Die Abwehr der Gäste organisiert der 31-jährige Routinier Ronny Baeske. Im Mittelfeld ziehen Raphael Boyce, Thimo Luff und der Tscheche Boris Radisavljevic die Fäden. Für die Offensive stehen Edgar Drat und Florian Polster zur Verfügung.

Nachdem der SV Hahnbach nun auf den Relegationsplatz abgerutscht ist, schrillen hier die Alarmglocken. Es ist eigentlich unerklärlich, warum die mit sehr guten Spielern besetzte Defensive derzeit so unsicher agiert und sich mit zahlreichen Fehlern immer wieder selbst ins Hintertreffen bringt. Das zweite Problem ist die katastrophale Chancenverwertung, die dem SV Hahnbach immer wieder zum Verhängnis wird. Gegen Detag wird es schwer, da wie aus der 0:2-Hinspielniederlage bekannt ist, die Wernberger ein sehr harter Brocken sind.
Der FV Vilseck muss ebenfalls am Sonntag um 15 Uhr ran, es kommt der SV Plößberg. Die Stiftländer, die in der vergangenen Saison erst in der Relegation die Liga erhalten konnten, zeigen sich in diesem Spieljahr von einer ganz anderen Seite. 33 Punkte auf der Habenseite bei noch acht ausstehenden Spielen sind der Beweis dafür, dass die Elf von Trainer-Fuchs Franz Dürrschmidt keinerlei Abstiegssorgen hat. Ausschlaggebend dafür sind die treffsicheren Schützen Matthias Freundl (16), Tobias Schiener (9) und Max Weniger (8), die 33 der insgesamt 44 Plößberger Treffer erzielten. Damit hat Plößberg nach Ettmannsdorf den zweitstärksten Sturm. Diese Stärke bekam die Kratzer-Elf in den ersten 45 Minuten im Hinspiel zu spüren, als Matthias Freundl zweimal zuschlug und den Pausenstand von 2:1 herstellte.

Doch in Hälfte zwei zeigte die FV-Truppe ihr wahres Können, spielte konzentriert und zielstrebig und rollte schließlich den ehrgeizigen SV mit 5:2 nieder. Diese zweite Phase war so richtig zum Zungenschnalzen, denn es wurde ein Spiel umgebogen, von dem man glaubte, dass es in die Hosen geht.
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