25.08.2014 - 00:00 Uhr
VilseckOberpfalz

Blüten des roten Klees sind ihnen zu lang - Interessante Erlebniswanderung Bienen fliegen auf weiß

Forstdirektor Richard Schecklmann (Mitte mit Stock) unternahm mit den mit Kindern und ihren Begleitern eine Waldbegehung. Bild: smr
von Autor SMRProfil

Etwa 40 000 Bienen leben in einem Volk zusammen mit 600 Drohnen und einer einzigen Königin. Einen Blick auf dieses Gewusel werfen konnten die Teilnehmer an einer Erlebniswanderung, die der Imkerverein Vilseck als Beitrag zum städtischen Ferienprogramm anbot.

Vorsitzender Hermann Schertl freute sich über die zahlreich teilnehmenden deutschen und US-amerikanischen Kinder, die erwartungsvoll und mit gutem Schuhwerk sowie Getränken ausgerüstet waren. Nach einer kurzen aber lustigen Vorstellungsrunde marschierte die Gruppe unter der Leitung von Forstdirektor Richard Schecklmann los.

Den ersten Halt legte man in einer Blumenwiese ein, auf der Insekten fleißig Nektar sammelten. Zusammen mit Schecklmann beobachteten die Kinder, welche Blumen Bienen und Hummeln besuchten. "Warum fliegen die Hummeln nur auf die roten Kleeblüten und die Bienen meist nur auf die weißen?", fragte der Forstdirektor und lieferte die Antwort gleich mit. Die Bienen erreichen den Nektar in den längeren roten Blüten nicht mehr, dies gelingt nur den größeren Hummeln.

Dann ging es in den Wald. Schecklmann wies auf die Vielfalt der Vegetation hin. Da gab es Himbeeren und Heidelbeeren zu naschen. Aber auch ein Ameisenstaat war zu bestaunen. Von wem stammen diese Spuren? Wie kommt ein junger Eichenbaum in einen Fichtenwald? Spielerisch zeigte Schecklmann die Gründe dafür auf. Die Kinder erhielten Nüsse, die sie wie Eichhörnchen erst verstecken mussten und dann wiederfinden sollten. Dies gelang nicht immer. Aus den vergessenen Eicheln entsteht vielleicht ein Eichenbaum, sagte Schecklmann.

Der Forstmann zeigte anhand eines Experiments, wie wichtig es ist, den Boden nicht unnötig zu verdichten, um den Wald als Wasserspeicher zu erhalten. Das Leben der Tiere im Wald sei nicht einfach, denn es gebe sowohl Jäger als auch Gejagte. Die Kinder konnten selbst erleben, wie schwierig es ist, sich im Wald lautlos anzuschleichen oder mit verbundenen Augen die Geräusche mit allen Sinnen zu erfassen.

An der Skihütte in Unterweißenbach schilderte 2. Vorsitzender Josef Götz die Besonderheiten eines Bienenvolkes und belegte das Gesagte mit einem Schaukasten. Eine dieser Insekten könne an einem Tag bis zu 1000 Blüten besuchen. Um ein Pfund Honig zu erhalten, fliege eine Biene dreimal um die Erde, erzählte Götz den erstaunten Kindern.

Wer sieht die Königin mit ihrer grünen Kennzeichnung als erstes? Wo wird der Honig eingelagert und wie sieht eine Brutzelle aus? Solche Fragen prasselten auf Josef Götz ein. In einem kurzen Quiz wurden die Informationen abgefragt. Als Belohnung erhielten alle Kinder ein Glas Honig und eine Broschüre über das Leben der Bienen. Nach den Anstrengungen stärkten sich die Teilnehmer mit Bratwurstsemmeln und Getränken.

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