Vilseck: Stadtführung auf den Spuren von Elias Peißner
Lolas Liebhaber

Elias Peißner (1825-1863) als Professor in Schenectady (USA). Repro: zip
Lokales
Vilseck
25.04.2013
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Fesch, intelligent und engagiert war der Türmersohn Elias Peißner aus Vilseck. Am 2. Mai jährt sich zum 150. Mal sein Todestag. Deshalb findet am Sonntag, 5. Mai, um 14 Uhr unter Führung von Norbert Piehl ein historischer Rundgang auf den Spuren von Peißner statt. Der Spaziergang durch die Altstadt von Vilseck führt zu seinem Geburtshaus. In diesem schmucken Ackerbürgerhaus mit Erker soll der Student im Frühjahr 1848 Lola Montez auf der Flucht Unterschlupf gewährt haben. Durch seine Liaison mit Lola wurde er nicht nur in Bayern bekannt.

Berühmt wurde er Jahre später in den Vereinigten Staaten - 1849 war Peißner ausgewandert - durch seine eigenwillige Schrift gegen die Sklaverei. Sie gehört immer noch zur Pflichtlektüre an seiner Universität, bei der er hohes Ansehen genießt. Das Union College in Schenectady (Bundesstaat New York) vergibt bis heute ein jährliches Elias-Peißner-Stipendium. Er engagierte sich politisch für die Republikanische Partei, die 1860 den Präsidenten Abraham Lincoln stellte. Im Amerikanischen Bürgerkrieg trommelte Peißner ein Freiwilligenregiment für den Kampf gegen die Sklaverei zusammen. Am 2. Mai 1863 wurde Oberst Elias Peißner in der Schlacht von Chancellorsville tödlich verwundet.
Auch die Stadt Vilseck wahrt das Andenken an seinen Namen. Sie hat eine Straße nach ihrem berühmten Türmersohn benannt. Im Ersten Deutschen Türmermuseum ist der Stammbaum der Familie Peißner zu sehen und ein Reisekleid, das Lola Montez mutmaßlich in Vilseck zurückgelassen hat. Das Museum ist ganzjährig Freitag, Samstag und Sonntag von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Ausgangspunkt der Stadtführung ist die Burg Dagestein. Sie dauert etwa eineinhalb Stunden. Erwachsene zahlen zwei Euro Teilnahmegebühr, Kinder einen Euro.
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