Vilsecker Kleingärtner gegen den Wildwuchs
Ernster Appell

Lokales
Vilseck
06.05.2013
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Gartenlauben dürfen nicht so beschaffen sein, dass sie zum Wohnen geeignet sind. Das machte Vorsitzender Heinrich Högl bei der Jahreshauptversammlung des Kleingartenvereins deutlich.

In seinem Bericht ging der Vorsitzende insbesondere auf die für jeden Pächter einzuhaltende Gartenordnung ein. Seinen Ausführungen war zu entnehmen, dass Gartenlauben und sonstige Baulichkeiten nur mit vorheriger Genehmigung durch die Vorstandschaft errichtet werden dürfen. Die Stadt sei berechtigt, nicht genehmigte Bauten auf Kosten des Pächters zu beseitigen.

Außerdem sei das Abstellen von Wohnwagen grundsätzlich nicht gestattet, betonte Högl. Erlaubt seien Lauben mit einer Fläche von maximal 24 Quadratmeter, die sich von zum Wohnen geeigneten baulichen Substanzen deutlich abheben müssten. Daher dürften diese nur zu vorübergehenden Aufenthalten geeignet sein und nicht an die Fernwärme angeschlossen oder mit Öfen ausgestattet werden. Um die Einhaltung der Gartenordnung zu gewährleisten, werde der Vorstand künftig zweimal jährlich eine Begehung machen. Högl ging weiter darauf ein, dass das Bundeskleingartengesetz Beete und Hochbeete mit ein- oder mehrjährigen Pflanzen, Früchten, Kräutern, Blumen und anderen Kulturen vorsehe. Außerdem gehörten Obstbäume, Beerensträucher, Frühbeete, Nutzpflanzen für die Tierwelt aber auch Kompostanlagen dazu. Birken- und Kastanienbäume sowie Nadelbäume aber nicht, so der Vorsitzende.
Den Mitgliederstand bezifferte Högl mit 44 Personen, davon bewirtschaften 20 eine Parzelle. Der Beitrag an den Landesverband erhöht sich ab 2014 um drei Euro auf dann 15 Euro je Mitglied. Der Jahresbeitrag im Verein beträgt 31 Euro. Für passive Mitglieder bleibt er unverändert, sagte Högl. Dem Bericht der Kassiererin Annemarie Feltner war zu entnehmen, dass der Verein ein kleines Plus erwirtschaften konnte.

Ein weiterer Tagesordnungspunkt war, die Anpassung der Unterpachtverträge gemäß der gültigen Gartenordnung. Ausnahmslos stimmten die Versammlungsteilnehmer dem Vertrag zu. Bürgermeister Hans-Martin Schertl sagte, die geänderte Freizeitgestaltung dürfe nicht dazu führen, dass man sich über Vorschriften hinwegsetze. Der Vorstand habe die Aufgabe, Wildwuchs und Schwarzbauten zu vermeiden. Dies könne auch mit Hilfe der Stadt Vilseck geschehen, sagte Schertl.
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