21.05.2018 - 20:00 Uhr
VilseckOberpfalz

Polizei stellt Kriminal- und Verkehrsunfallstatistik für Vilseck und Auerbach vor Eine der sichersten Gegenden Bayerns

Steigende Aufklärungsquote, weniger Verbrechen: Die Polizeibeamten sorgen rund um Vilseck und Freihung für Sicherheit und Ordnung. Sie stellen den Bürgermeistern statistische Erhebungen vor.

Zum Kriminal- und Verkehrsbericht treffen sich im Vilsecker Rathaus (von links) Bürgermeister Hans-Martin Schertl, Polizeihauptkommissar Manfred Plößner, Bürgermeister Norbert Bücherl, Erster Polizeihauptkommissar Manfred Weiß und Hauptkommissar Arno Schäffler. Bild: zip
von Autor ZIPProfil

Polizeihauptkommissar Arnold Schäffler, Polizeihauptkommissar Manfred Plößner und Erster Polizeihauptkommissar Manfred Weiß stellten dem Vilsecker Bürgermeister Hans-Martin Schertl und Bürgermeister Norbert Bücherl aus Freihung die Kriminal- und Verkehrsunfallstatistik vor. Sie gingen dabei insbesondere auf Fälle in den beiden Gemeinden ein.

Im Dienstbereich der Polizeiinspektion Auerbach und der Polizeidienststelle Vilseck seien laut der neuesten Statistik im vergangenen Jahr 532 Verbrechen und Vergehen registriert worden. Im Vergleich zum Vorjahr sank die Anzahl der Straftaten im Bereich von Vilseck um 63 Fälle. Im gesamten Bereich der PI Auerbach stieg im vergangenen Jahr die Aufklärungsquote auf 73,1 Prozent (Vorjahr 71,1 Prozent).

Die Statistik sieht einzelne Straftatengruppen vor. Hier konnte laut den Experten "glücklicherweise" festgestellt werden, dass es zu keinem Tötungsdelikt kam. Bei Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung mussten elf Fälle bearbeitet werden, wobei darunter auch Delikte wie die Verbreitung pornografischer Schriften und exhibitionistische Handlungen fallen. Allerdings musste auch drei Mal wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern ermittelt werden. Alle drei Straftaten in diesem Bereich konnten zum Glück aufgeklärt werden. Die Rohheitsdelikte wie Raub, Körperverletzung, Bedrohung und Nötigung sanken im Vergleich zum Vorjahr um 13 Fälle auf 111 Taten. Die Aufklärungsquote ist hier mit 94,6 Prozent außerordentlich hoch. In diesen Bereich fallen insbesondere zehn Fälle schwerer und gefährlicher Körperverletzung. Im Bereich der einfachen Köperverletzung gab es einen Anstieg um 7 Straftaten. Außerdem kam es im Jahr 2017 zu zwei Raubdelikten. Beide Fälle wurden aufgeklärt. Die Fallzahl von Diebstahlsdelikten ist im Vergleich zu 2016 um 34 auf 101 Fälle gesunken. Bei den einfachen Diebstählen ist ein Rückgang um 29 Fälle auf 67 Taten zu verzeichnen. Es wurden 13 Ladendiebstähle aufgenommen. Im Bereich der Wohnungseinbrüche treten 2017 fünf Fälle auf, das heißt drei weniger als im Vorjahr. Die Polizei appellierte an die Bevölkerung, Beobachtungen zu melden.

Im Vergleich zum Vorjahr ist die Anzahl der Fälle von Vermögens- und Fälschungsdelikten leicht gesunken um weitere 24 Fälle auf 63 zurückgegangen. Sachbeschädigungen zeigen hingegen im Jahr 2017 einen deutlichen Anstieg um 31 auf 102 erfasste Fälle. Auch 38 Rauschgiftdelikte mussten geahndet werden, wovon 36 aufgeklärt werden konnten. 36 Vermisstenfälle wurden bearbeitet, in drei Fällen waren großangelegte Suchen erforderlich. Eine Person konnte leider nur noch tot geborgen werden.

Zusammenfassend kann festgestellt werden, dass die Kriminalitätsbelastung in unserer Region nach wie vor als niedrig einzustufen ist. Da auch die Aufklärungsquote mit einem Wert von 73 Prozent außerordentlich gut ist und dabei erheblich über dem bayerischen und oberpfälzischen Wert liegt, leben die Bürger im Schutzbereich Auerbach mit Vilseck in einer der sichersten Gegenden in Bayern.

Aus der Verkehrsunfallstatistik

2017 wurden im Dienstbereich der Polizei Auerbach und Vilseck 580 Verkehrsunfälle polizeilich aufgenommen. Das ist im Vergleich zum Vorjahr ein Anstieg von 6,32 Prozent. Ein Großteil davon, nämlich 392, waren Kleinunfälle. Drei Menschen kamen bei Verkehrsunfällen ums Leben. Die Zahl der Unfälle, bei denen Menschen verletzt wurden, stieg im Vergleich zum Vorjahr auf 70. Auch die Anzahl der Verletzten stieg von 83 im Jahr 2016 auf 91.

Ein Anstieg ist bei den Verkehrsunfällen mit hohem Sachschaden zu verzeichnen. Wurden 2016 noch 109 solcher Unfälle aufgenommen, so waren es im Jahr 2017 insgesamt 118. Erfreulich sei, dass in den vergangenen fünf Jahren keine Schulwegunfälle zu verzeichnen waren. 2017 wurden im Zuständigkeitsbereich der PI Auerbach 81 Unfälle mit Fahrerflucht registriert. Fahranfänger verursachten 27 Unfälle mit Personen- bzw. schwerwiegendem Sachschaden. Durch Polizeikontrollen konnten 17 Kraftfahrzeugführer "aus dem Verkehr gezogen werden", bevor es zu einem Unfall kam. Achtmal verhinderte die Polizei eine Trunkenheitsfahrt, indem sie vor der Fahrt den Fahrzeugschlüssel sicherstellte. In sechs Fällen leiteten die Beamten ein Verfahren ein, weil die Verkehrsteilnehmer unter Drogen am Steuer saßen. Zur Bekämpfung der Unfallursache "überhöhte bzw. nicht angepasste Geschwindigkeit" war das Laserhandmessgerät der Polizei Auerbach insgesamt 123 Stunden im Einsatz. Gegen 67 Fahrer wurde 2017 eine Bußgeldanzeige erstattet, was neben einem Bußgeld mit Punkten in Flensburg und teilweise Fahrverbot verbunden ist. (zip)

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.

Nachrichten per WhatsApp