01.03.2018 - 15:24 Uhr
Vilseck

Sitzung des Vilsecker Stadtrats Wehr muss Konzept vorlegen

"Was lange währt wird endlich gut." Diese alte Volksweisheit zitiert Bürgermeister Hans-Martin Schertl zu Beginn der Stadtratssitzung. Und er bezieht dies auf "den ersten großen Schritt beim Breitbandausbau", wie er sagt. Die Stadt hat nämlich von der Telekom erfahren, dass alle Kabelverzweiger am Netz und für die Vermarktung freigegeben sind.

Die Feuerwehr Schlicht hat Anträge für die Beschaffung zweier neuer Fahrzeuge gestellt, die im Gerätehaus ihren Platz finden sollen. Bild: e
von Klaus HöglProfil

Alle Standorte im bisherigen Ausbaugebiet sind mit VDSL-Vektoring-Technik in Betrieb und können Bandbreiten bis zu 100 Megabit je Sekunde anbieten. Viele Ortschaften im Umfeld von Vilseck und Schlicht sind nun bereits angeschlossen, so die Frohbotschaft des Bürgermeisters. In einem zweiten Förderverfahren soll die Übertragungsleistung in kleineren Orten verbessert werden.

Der Stadtrat hat vor geraumer Zeit dem Bau einer Photovoltaikanlage entlang der Bahn gegenüber der Bahnhofstraße zugestimmt. Damals sollte die Anlage noch wesentlich größer werden, jetzt hat man sich aber für eine kleinere Variante entschieden. Hierfür musste das Gremium eine Änderung des Aufstellungsbeschlusses vornehmen, was auch geschlossen geschehen ist.

Gutachten einholen

Der Brunnenweg in Schönlind ist im Flächennutzungsplan als "Mischgebiet-Dorf" ausgewiesen. Das Areal umfasst sechs Parzellen, von denen bereits zwei bebaut sind. Bei einer weiteren Parzelle wäre eine Bebauung laut Schertl problemlos möglich. Bei den drei anderen aber könnten möglicherweise Emissionen von der angrenzenden Bahntrasse oder auch vom Ziegelwerk Leipfinger-Bader zu erwarten sein. Deshalb hat das Landratsamt die Einleitung eines Bauleitplanverfahrens gefordert. Nun sind Gutachten einzuholen, ob die zu erwartenden Emissionen eine Bebauung ermöglichen. Dem stimmte der Stadtrat zu.

Die Feuerwehr Schlicht hat bei der Stadt den Antrag auf Beschaffung eines Mittleren Löschfahrzeugs (MLF) und eines Gerätewagens Logistik (GW-L) gestellt. Das MLF soll Ersatz für das Löschfahrzeug (LF) 16/12, Baujahr 1989, sein. Die Führung der Schlichter Wehr war zusammen mit Kreisbrandrat Fredi Weiß, Kreisbrandinspektor Christof Strobl und Kreisbrandmeister Michael Scherer zu dem Ergebnis gekommen, das alte Fahrzeug adäquat durch ein MLF und ein GW- L 1 zu ersetzen. Schließlich seien allein für das 28 Jahre alte LF 16/12 in den vergangenen sieben Jahren über 10 000 Euro an Reparaturkosten aufgelaufen. Weitere Ausgaben seien unumgänglich. Vor Fahrzeugbeschaffungen fordert der Stadtrat die Erstellung eines Fahrzeugkonzepts. Die FFW Schlicht hatte bisher die Anschaffung eines Hilfeleistungslöschfahrzeugs (HLF) beantragt. Der Kauf eines HLF 20/16 konnte laut Bürgermeister indes aus verschiedenen Gründen nicht umgesetzt.

Besprechung anberaumt

Nun soll zunächst in einem gemeinsamen Gespräch mit der Landkreisführung, allen Kommandanten sowie den Fraktionsvorsitzenden am Dienstag, 27. März, das weitere Vorgehen hinsichtlich eines Fahrzeugkonzept für die nächsten acht bis zehn Jahre erläutert werden. Deshalb wurde im Stadtrat auch nur der bloße Antrag der Wehr bekanntgegeben - ohne jegliche Diskussion oder Abstimmung. In diesem Zusammenhang wurde mitgeteilt, dass Stefan Gruber neuer Kommandant der Wehr und sein Stellvertreter Markus Heuberger ist. Das Gremium bestätigte diese Personalie.

Schritt für Schritt zum Allwetterplatz

So lange es den Winter gibt, so lange gibt es bei Sportlern, gerade bei Fußballern, auch die Diskussion um einen Allwetter- oder Kunstrasenplatz. Die Jugendfördergemeinschaft (JFG) Obere Vils 08 hat mit ihrem Vorsitzenden Peter Lehner dieses Thema wieder auf den Tisch gebracht.

Lehner und sein Stellvertreter Christian Teichert hatten an den Vilsecker Stadtrat einen Antrag "über die Errichtung eines Allwetterplatzes im Rahmen des Leader-Förderprogramms" eingereicht. Ein solches Spielfeld käme besonders den sechs Jugendteams zugute, in der Stadt je Stammverein zwei Seniorenmannschaften und bis zu zehn Teams aus dem Nachwuchsbereich sowie von den Alten Herren.

Alles in allem, so Peter Lehner, würden 25 Mannschaften von einem Allwetterplatz profitieren. "Schritt für Schritt das Thema angehen", lautete zusammenfassend die Antwort des Stadtrats. Ob die Errichtung umgesetzt werden könnte, sei innerhalb der Leader-Förderung zu prüfen, sagte Bürgermeister Hans-Martin Schertl. Dabei gebe es hohe Hürden.

Eine von vielen Voraussetzungen wäre ein sogenannter integrativer Platz, der beispielsweise von Behindertengruppen benutzt werden könnte und allen Jugendgruppen und Verbänden der Stadt zur Verfügung stünde. Ob solche Voraussetzungen zu erfüllen sind, ist in einem aufwendigen Antragsverfahren zu klären. Und dann, kündigte Schertl an, wären Standort und Kosten zu prüfen. Letztere lägen wohl, so war zu hören, im hohen sechsstelligen Bereich. Mittlerweile gab es bereits Überlegungen, einen der vorhandenen Fußballplätze im Stadtgebiet als Kunstrasenplatz umzugestalten - damit wäre das Ziel weitaus schneller zu erreichen.

Schertl schlug vor, eine Arbeitsgruppe aus den drei Fußballvereinen der Stadt, der JFG und Vertretern des Stadtrats zu installieren. Die soll Details erarbeiten. (e)

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