Vilseck legt 2016 von der Einwohnerzahl her zu
6000er-Marke überschritten

Politik
Vilseck
23.12.2016
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Von einer zufriedenen Rückschau und einem zuversichtlichen Blick nach vorn war der Jahresabschluss des Stadtrats Vilseck geprägt. Und Bürgermeister Hans-Martin Schertl zeigte sich überzeugt: "Wir werden auch die vor uns stehenden Aufgaben und Arbeiten zum Wohl unserer Stadt und ihrer Bürger erledigen." Dies sage er vor dem Hintergrund, dass gut gehaushaltet worden sei und gewisse Spielräume bestünden, "obgleich 2016 ein durchaus herausforderndes Jahr war".

Schertl konnte, was die Einwohnerzahl betrifft, eine "leicht steigende Tendenz" feststellen, die 6000er-Marke sei überschritten worden. 2016 gab es bisher 34 standesamtliche Hochzeiten (Vorjahr: 30), 31 Geburten (Vorjahr: 43) und 59 Sterbefälle (Vorjahr: 53). 488 Personen zogen zu, 439 verließen die Stadt.

Kann man von einer Multikulti-Gesellschaft sprechen? Interessant jedenfalls ist die Zusammensetzung der Bevölkerung nach Nationalitäten, die natürlich auch der Nähe der amerikanischen Einrichtungen geschuldet ist. Insgesamt sind Menschen aus 69 Nationen in Vilseck wohnhaft (Vorjahr: 62), davon 805 ausländische Personen mit Hauptwohnsitz (Vorjahr: 735). Natürlich stellen die Amerikaner mit 316 den höchsten Anteil an Ausländern. Derzeit leben 115 Flüchtlinge in Vilseck in den zwei Gemeinschaftsunterkünften in der Mozartstraße. Die meisten davon stammen aus Syrien (46) und dem Irak (40).

Der Etat der Stadt war heuer mit 18,9 Millionen Euro ein Rekordhaushalt. Das sei natürlich eine enorme Summe, die die Stadt bewegt habe, ohne neue Kredite aufnehmen zu müssen, betonte Schertl. Allein die Großbaustelle Vilsecker Schule habe im vergangenen Jahr rund 5,2 Millionen Euro verschlungen. Damit sei eine zehn Jahre dauernde Generalsanierung abgeschlossen worden. In diese Maßnahme habe man insgesamt 12,5 Millionen Euro investiert. 2,5 Millionen an Zuschüssen seien geflossen, stolze zehn Millionen habe die Stadt selbst geschultert. Schertls Fazit: "Damit haben wir eine der modernsten Schulen im Landkreis."

Die Vilsecker hat eine große Baustelle das ganze Jahr über begleitet: die Renaturierung der Vilsaue. Diese grüne Lunge der Stadt wurde mit 60-prozentiger Förderung aufgewertet, Aufträge für 285 000 Euro wurden dafür vergeben. Es entstanden Turmgarten, Parcours und Sitzplätze, Grillplatz und Feuerstelle sowie ein Pavillon. Der Bürgermeister sprach von einem Naherholungsgebiet bester Qualität, das entstanden sei.

Ein Thema bei der letzten Stadtratssitzung des Jahres waren auch die amerikanischen Mitbürger und das Südlager. Besonders die Vielzahl der Kommandowechsel brachte Hans-Martin Schertl in Erinnerung. "Wir hoffen, dass unsere amerikanischen Freunde und Partner noch lange bei uns bleiben", wünschte sich der Bürgermeister. Ganz abgesehen von vielen freundschaftlichen Kontakten: "Die Wirtschaftskraft, die vom Truppenübungsplatz ausgeht, beträgt jährlich einige Hundert Millionen Euro. Das wirkt sich positiv auf unser Stadtgebiet und die ganze Region aus", bekundete Schertl.

Die Wirtschaftskraft, die vom Truppenübungsplatz ausgeht, beträgt jährlich einige Hundert Millionen Euro. Das wirkt sich positiv auf unser Stadtgebiet und die ganze Region aus.Hans-Martin Schertl Bürgermeister Vilseck
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