Vilsecker Stadtrat weist Baugebiet Weidenstock-Südhang aus
Filetstück mit 60 Parzellen

60 Parzellen sollen auf dem neuen Baugebiet Weidenstock-Südhang in Vilseck entstehen. Bild: e
Politik
Vilseck
06.04.2018
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Seit Jahren liegt es dem Vilsecker Stadtrat am Herzen, ein attraktives Baugebiet im Stadtbereich auszuweisen. Nun ist der Durchbruch dafür erzielt.

Nach Abschluss des Grundstückserwerbs und des Bauleitverfahrens wurden die weiteren Planungen in Angriff genommen: Das Vorzeige-Projekt Weidenstock-Südhang erhielt "grünes Licht". Vor allem junge Familien soll es anlocken, preisgünstig, mit viel Grün und Südausrichtung werden sie sein, die 60 unterschiedlich großen Parzellen.

Als "Filetstück der Stadt" wurde das Baugebiet bei der Stadtratssitzung bezeichnet, vor allem auch, weil es ideal gelegen ist. Bürgermeister Hans-Martin Schertl unterstrich die Bedeutung dieses richtungsweisenden Projekts. Nach seinen Angaben sind die Parzellen zwischen 540 und 1000 Quadratmetern groß, ihre Erschließung soll zügig beginnen.

Ab 14. April sollen, so kündigte Schertl an, die Parzellen im Vilsecker Rathaus verkauft oder reserviert werden können. Den Preis bezeichnete er mit 85 Euro als familienfreundlich - "voll erschlossen wohlgemerkt". Das sei im Verhältnis zu anderen Kommunen relativ günstig. Zudem habe der Stadtrat beschlossen, dass als sogenanntes Baukindergeld künftig ein Zuschuss der Stadt von 2000 Euro pro Kind beim Erwerb einer Bauparzelle angerechnet wird. Die kurze Entfernung zum Bahnhof sorge auch dafür, dass Pendler oder Auswärtige, die in Nürnberg eine Arbeitsstelle hätten, Interesse finden könnten. Was das Zeitfenster betrifft, kündigte Schertl an, dass 2019 die ersten Häuser am Weidenstock-Südhang errichtet werden.

Freilich sind mit der Erschließung der 60 Bauparzellen auch erhebliche Investitionen verbunden. Laut einer Kostenberechnung, sagte Schertl, "haben wir für den Grunderwerb mit der gesamten Erschließung für Wasser, Kanal und Straße, für Ausgleichsmaßnahmen sowie die Straßenanbindung nach Schlicht einschließlich aller Honorare für die Planungsbüros genau 6,2 Millionen Euro an Kosten abzufinanzieren". Allein mit dem Bauplatzverkauf seien diese Ausgaben nicht zu finanzieren - die Stadt übernehme einen Anteil von rund 30 Prozent der Baukosten. Damit beschreite die Stadt Vilseck Neuland.

Die gesamten Kosten von 6,2 Millionen Euro seien, obwohl sie 2018 zur Hälfte anfallen werden, noch nicht im Haushalt der Stadt enthalten. Der Stadtrat habe sich für einen neuen und flexiblen Weg der Finanzierung ausgesprochen. Dieses neue Baugebiet soll generell über einen sogenannten Erschließungsträger abgewickelt und finanziert werden. Dadurch erhoffe sich der Stadtrat zum einen kostengünstigere Angebote der Baufirmen, zum anderen eine flexiblere Rückzahlung der anfallenden Kosten.

Wie Schertl sagte, sei man optimistisch, bei der momentan verstärkten Nachfrage von Bauwilligen und der günstigen Zinslage die meisten der Parzellen in den nächsten fünf Jahren verkaufen zu können. Der Bürgermeister und der Stadtrat sehen im Baugebiet Weidenstock-Südhang eine zukunftsweisende, bevölkerungspolitische Maßnahme für die Stadt Vilseck. Für Interessenten besteht die Möglichkeit sich unter www.vilseck.de-baugebiet-weidenstock über das Projekt zu informieren.
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