SV Sorghof blickt auf erfolgreichstes Jahr in der Vereinsgeschichte der Fußballer zurück
Zu wenige Kerzen am Baum

Der SV Sorghof ehrte Aktivposten (von links): Wolfgang Graf, Martin Kraus, 3. Vorsitzender Oliver Berger, Andrea Hörl, Sandra Suttner, 2. Vorsitzender Stephan Kraus, Hans-Ludwig Götz, Rebecca Berger-Bogts, Armin Wölker und Vorsitzender Andreas Plößner. Bild: er
Sport
Vilseck
21.12.2016
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14 Kerzen brannten am Weihnachtsbaum bei der Jahresabschlussfeier des SV Sorghof. Und genau so viele Punkte hat das Landesligateam derzeit auf der Haben-Seite. Diese negative Bilanz konnte aber der Freude über das sportlich erfolgreichste Jahr in der Vereinsgeschichte der Sorghofer Fußballer keinen Abbruch tun.

Sorghof. "Mit dem Aufstieg der 1. Mannschaft in die Landesliga hat niemand gerechnet. Mannschaft und Trainerstab haben sich einen Platz in den Geschichtsbüchern des SV gesichert", betonte SV-Vorsitzender Andreas Plößner. Das Vereinsoberhaupt zog eine überwiegend positive Jahresbilanz, nannte aber auch Punkte, wo den Verein der Schuh drückt.

Fulminanter Endspurt

Plößner rief den fulminanten Saisonendspurt der Ersten in Erinnerung, der mit der Meisterschaft in der Bezirksliga Nord gekrönt wurde. Dass man zur Winterpause mit 14 Punkten auf dem letzten Platz der Landesliga steht, sei aus Sicht der Vereinsführung nicht so dramatisch. "Deprimierend ist eher, weil man die ersten zwölf Punkte in den ersten Saisonspielen holte und dann 14 Spiele ohne Sieg blieb", meinte Plößner.

Im Gegensatz zur Ligakonkurrenz habe es sich der SV nicht leisten können, sich mit namhaften Neuzugängen aus höherklassigen Vereinen zu verstärken, stellte der Vorsitzende fest. Die dünne Spielerdecke und eine Vielzahl von verletzten Spielern hätten zum Absturz in der Tabelle mit beigetragen. Enttäuscht zeigte er sich über die schwache Unterstützung der Anhänger bei Auswärtsspielen. Der vom Verein eingesetzte Bus sei meist nur halbvoll. "Größten Respekt" zollte Plößner dem Trainerstab und dem Spielerstamm der 1. Mannschaft, "die das Wort ,gemeinsam'richtig verstanden haben, die Woche für Woche für den Verein die Knochen hinhalten und den hohen Aufwand in Kauf nehmen".

Besonders freute sich Plößner darüber, dass es dem Verein nach intensiven Bemühungen gelungen sei, wieder ein Juniorenteam zu gründen. Unter Federführung von Jugendleiter Armin Wölker und seinem Mitstreiter Martin Kraus hätten junge Nachwuchskicker für den Verein gewonnen werden können. 14 Kinder im Altersbereich der G- und F-Junioren nähmen an den Übungseinheiten teil, es stehe die erste Turnierbeteiligung bevor.

Nicht so rosig sieht es im Bereich der JFG Obere Vils aus. Der Vorsitzende beklagte, dass es zusehends schwieriger werde, aus den Stammvereinen ehrenamtliche Betreuer und Trainer zu finden. Der SV sei hier in der Bringschuld. Plößner appellierte an alle Mitglieder, die JFG tatkräftig zu unterstützen. JFG-Sprecher Peter Lehner bekräftigte den Aufruf des Vorsitzenden mit eindringlichen Worten.

Größtes Kirwa-Spektakel

Rundum zufrieden zeigte sich Plößner, was die bisherige Mitarbeit beim Kreis-Kirwa-Warm-Up betrifft. "Am 8. April 2017 veranstalten wir zum elften Male das größte Kirwa-Spektakel im Landkreis", kündigte der Vereinschef an. Allerdings sei auch weiterhin die Unterstützung aller notwendig, um diese Großveranstaltung stemmen zu können.

Seit September bietet der Verein die Trendsportart Zumba an. Hier erhalten Mitglieder einen Rabatt. Nach wie vor ist der Verein auf der Suche nach Sportheimpächtern, sagte Plößner. Übergangsweise habe der Verein die Gaststätte selbst bewirtschaftet, doch dies sei keine Dauerlösung. Plößner bedankte sich bei den langjährigen Pächtern Berta Meyer und Andrea Hörl.

Trainer Thorsten Baierlein stellte die sportlichen Höhepunkte des Jahres dar und danke seinem Funktionsteam mit Co-Trainer Joachim Graf, Spielleiter Christian Merkl, 3. Vorsitzenden Oliver Berger und den Betreuern Wolfgang Graf und Rebecca Berger-Vogts für die Zusammenarbeit. Bürgermeister Hans-Martin Schertl lobte, dass der SV den Namen der Stadt Vilseck in Oberpfalz und Niederbayern vertritt. Den obligatorischen Scheck hatte Schertl im Handgepäck.

Nachdem sich alle beim warmen Büfett gestärkt hatten, wurden Hans-Ludwig Götz und Sandra Suttner, die beide seit 15 Jahren Aktivposten des Vereins, geehrt.
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