26.02.2017 - 17:00 Uhr
VilseckOberpfalz

22. Faschingszug in Vilseck Nur Trump muss draußen bleiben

Die fünfte Jahreszeit hat auch in Vilseck ihren Höhepunkt erreicht. Der 22. Gaudiwurm schlängelte sich am Sonntag bei frühlingshaftem Wetter durch die Stadt und wurde von einer riesigen Narrenschar umjubelt.

von Rosi HasenstabProfil

(rha) Nachtwächter Tschung, der den Zug anführte, hatte die Kindergarde Vilseck und Bürgermeister Hans-Martin Schertl im Schlepptau. Im Cabrio wurde das Stadtoberhaupt beim Auswerfen der Süßigkeiten von seinen amerikanischen Freunden unterstützt.

Die Garde der Funkenmoila hatte gut lachen und tanzen, denn ihnen war das Jugendblasorchester Vilseck dicht auf den Fersen. Bei der Wasserwacht gingen im Disney-Mickymaus-Wunderhaus viele Typen ein und aus. Nur Donald musste draußen bleiben. Das war auch den Fußballkindern des FV recht, die sich als Clowns und Helden zeigten. Gut im Zug verteilt amüsierten sich die Faschingsgesellschaften und Garden aus Seugast, Michelfeld, Kohlberg, Amberg und Haselmühl-Kümmersbruck. Sie setzten farbenfrohe Glanzpunkte mit ihren Prinzenpaaren und Elferräten.

Drei Musikkapellen

Die Werkvolkkapelle Schlicht, der Musikverein Freudenberg und der Spielmannszug St. Georg aus Sulzbach-Rosenberg gaben Takt und Rhythmus vor, so dass auch am Straßenrand geschunkelt und getanzt wurde.

Ihr Holz vor der Hüttn präsentierten die Schöffelhofer, und die drei Musketiere hatten nichts dagegen. "Manege frei" hieß es bei den "Ganz anderen" aus Langensteg. In ihrem Zirkus Halli-Galli waren vor allem die Harlekins am Werk. Die Vilsecker Gruppe "Happy Free-Liners" führte dazu gleich noch ein Tänzchen auf.

Die Olgas von der Wolga präsentierten mit ihrer Schatztruhe den Reichtum des Zarenlandes. "Vilseck ist der Mittelpunkt zwischen Wolgastrand und Ami-Land", riefen die Damen des Heimat- und Kulturvereins und erhoben Vilseck zur internationalen Kulturhauptstadt.

"Der Wolf ist da!"

Schon tauchten die Indianer aus Sorghof auf und wollten in Vilseck die Macht übernehmen. Aber da riefen die Heringnoher schon: "Der Wolf ist da!" Oder war das nur ein Märchen? Die Reisacher Schlafmützen jedenfalls ließen sich davon nicht schrecken und die Pferdefreunde-Schmetterlinge flatterten in ihr neues Vereinsheim. Dass die Ebersbacher Waschweiber keine schmutzige Wäsche waschen wollten, war lobenswert! Aber der Edelweiß-Stammtisch ging trotzdem mit Trump baden. Die Axtheid-Berger-Kirwagemeinschaft fand sich im "Showgirl-Casino" ein, denn man sagte sich: "Bevor der Stadtrat unser Geld verzockt und uns der Atem stockt, wird das Casino gerockt." "Ab in den Knast", hieß es bei den Vilsecker Kirwaleit. Doch spätestens auf dem Marktplatz, wo 2. Bürgermeister Thorsten Grädler die ganze Gaudi moderierte und die Kultband Keine Ahnung den Ton angab, waren alle wieder frei und hatten bis in die Abendstunden Spaß an der Freud.

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