500 Jahre Reformation
Gelebte Ökumene beim Bergfest

In Gebeten, Lesungen und Fürbitten ging es um die Einheit im Glauben. Den ökumenischen Gottesdienst gestalteten mit (von links) Jan, Jens, Schwester Apollonia, Pfarrvikar Hruday Kumar Madanu, Pfarrer Matthias Weih, Stadtpfarrer Johannes Kiefmann und Norbert Riha. Aus den Steinen der Mauer entstand ein Kreuz.
Vermischtes
Vilseck
12.09.2017
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Axtheid-Berg. Im Zeichen der Ökumene versammelten sich am Montag viele Gläubige zu einem Gottesdienst in der Bergkirche. Zu Gast war Pfarrer Matthias Weih von der evangelischen Kirchengemeinde Kaltenbrunn-Freihung-Thansüß-Vilseck, der sich zusammen mit Stadtpfarrer Johannes Kiefmann über das Miteinander im Glauben freute.

In die kräftigen Bläserklänge des Posaunenchors Thansüß stimmten die Besucher freudig mit dem "Lobe den Herren" ein. Wunden, die durch die Spaltung entstanden seien, sollten geheilt werden, sagte Weih. Das Christentum habe in den vergangenen 500 Jahren Mauern errichtet, die es gelte, abzubauen.

"Die Steine in unserer Mauer haben Namen. Sie heißen Lieblosigkeit, Hass und Verachtung, Verleumdung, Diskriminierung, Verfolgung, zerbrochene Gemeinschaft, Intoleranz, Religionskriege, Trennung, Machtmissbrauch, Selbstgenügsamkeit und Hochmut." Symbolisch errichteten Jan und Jens im Altarraum daraus eine Mauer, aus der am Ende ein Kreuz entstand. "Mit meinem Gott kann ich Mauern überspringen", versicherte Pfarrer Weih, "denn er ist mit im Geschehen und macht uns zu Werkzeugen des Friedens".
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