Bikergottesdienst beim Bergfest in Axtheid-Berg
"Pföit di Gott" als Biker-Gruß

Ein Kreuz aus Schutzhelmen zierte den Altarraum.
Vermischtes
Vilseck
11.09.2017
131
0

"Du hältst uns alle in der Hand": Im Vertrauen auf Gottes Schutz und Segen hätte das Eingangslied des Kirchenchors Sorghof unter Leitung von Gerhard Kraus nicht besser passen können beim Bikergottesdienst in der Bergkirche.

Axtheid-Berg. Nachdem der Bikergottesdienst in den vergangenen fünf Jahren jeweils im Freien stattfinden hatte können, zeigte sich der Himmel an diesem Bergfest-Sonntag nicht von seiner besten Seite. So platzte das Bergkirchlein fast aus allen Nähten.

Der Vilsecker Stadtpfarrer Johannes Kiefmann begrüßte unter den Besuchern besonders die Motorradfreunde aus nah und fern.

In seiner Predigt beleuchtete Diakon Hans Winter aus Oberviechtach das zu diesem Tag passende Thema "Gemeinsam segnen". Er fragte zu Beginn: "Brauchen wir überhaupt einen Segen?" Manchmal scheine es, dass es vielen Menschen auch ohne Segen sehr gut gehe, führte er aus. "Ja, irgendwie geht es immer, doch mit dem Segen Gottes geht alles besser", sagte er.

Anhand eines Regenschirms, der den Segen symbolisieren sollte, verdeutlichte Winter dessen Schutzfunktion. "Stellen wir uns unter den Schirm Gottes, bitten und vertrauen wir auf seinen Segen, dann werden wir an Leib und Seele keinen Schaden erleiden."

Nicht nur Gott könne segnen, sondern auch die Menschen, betonte der Diakon. Das bayerische "Pföit di Gott" (Behüt' dich Gott) sei ein besonderer Segensgruß, den man nicht durch Tschüss ersetzten sollte. Es mache Sinn, auch Tiere, Nahrung und Gegenstände sowie Fahrzeuge zu segnen.

In diesem Sinne begaben sich die Geistlichen hinaus auf den Festplatz, wo Stadtpfarrer Kiefmann die angereisten Biker und ihre Maschinen, etwa 50 an der Zahl, mit Weihwasser besprengte.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.