23.03.2018 - 16:56 Uhr
Vilseck

Jahreshauptversammlung der Werkvolkkapelle Schlicht 95 Musiker in den Reihen

Es sind beeindruckende Zahlen, die die Werkvolkkapelle Schlicht bei ihrer Versammlung vermeldet. Dem Verein gehören 95 aktive plus 100 fördernde Mitglieder an. 37 Musiker befinden sich in Ausbildung.

von Sabine KredlerProfil

Schlicht. Bei der Zusammenkunft im Vereinslokal Gasthof Roter Hahn bezifferte Vorsitzender Harald Lukesch das Durchschnittsalter bei den Aktiven auf 26 Jahre. Die musikalische Früherziehung bei Sieglinde Geier habe krankheitsbedingt pausieren müssen, die Schnupperstunden im Juli und der neue Kurs im Oktober im Schlichter Kindergarten fänden wieder statt. Derzeit seien zehn ehrenamtliche Ausbilder im Einsatz. Die Resonanz der Eltern und Kinder, sowohl was die Ausbilder als auch was das Lehrkonzept betrifft, bezeichnete Lukesch als sehr gut.

Erlös wieder gespendet

Lukesch führte die wichtigsten Ereignisse des vergangenen Vereinsjahres nochmals vor Augen. Nach dem 41. Konzert wurden 800 Euro an die Lebenshilfe Amberg und 400 Euro an den Schlichter Kindergarten übergeben. Das alljährliche Gartenfest musste wegen Schlechtwetter abgesagt werden, was sich auch in der Kasse bemerkbar machte. Das Probenwochenende fand in Pottenstein statt. Das Sommermusikfest wurde erstmals im Schulhof in Schlicht ausgerichtet, was sehr gut ankam. Aber auch die Schnupperstunde fand regen Zulauf.

Der Bericht von Schriftführerin Corinna Bauer vermittelte einen Einblick in das Vereinsjahr 2017/18. Sie stellte alle Termine und Auftritte der Werkvolkkapelle vor. Der Finanzbericht von Claudia Gebhardt zeigte ein kleines Minus in der Kasse. Sie merkte an, dass der Musikbundbeitrag inklusive Versicherung und Gema für die Mitglieder hoch sei. Hinzu kämen Aufwendungen für Aus- und Fortbildung, Probenraum, Probenwochenende, Noten oder Uniformen.

Laut Sabine Kredler, der musikalischen Leiterin und Dirigentin des großen Orchesters, sind hier 46 Musiker aktiv. Im vergangenen Jahr kamen 25 Auftritte und 46 Proben zusammen bei einer durchschnittlichen Anwesenheitsquote von 78 Prozent. Den Wert könne man natürlich noch optimieren, er sei aber im Großen und Ganzen zufriedenstellend, sagte Kredler. Ein Dirigentenwechsel sei immer nicht einfach, und nach über 30 Jahren in Heinrich Kohls Fußstapfen zu steigen, noch schwerer, bemerkte sie. Aber alle Auftritte seien zur besten Zufriedenheit absolviert worden. "Ihr seid die beste Mannschaft, die man sich wünschen kann", lobte sie die Musiker.

Als Leiterin des 36-köpfigen Jugendorchesters informierte Sabine Kredler über 6 Auftritte und 39 Proben mit einer durchschnittlichen Anwesenheitsquote von 82 Prozent. Susanne Ratzke, Elena Hammer und Susanne Hammer wurden zu Musikern des Jahres gekürt. Kredler dankte insbesondere den älteren Musikern, die zur Unterstützung der jüngeren immer noch aktiv im Jugendorchester sind. "Nur so kann das Niveau gehalten werden und das Orchester spielfähig bleiben", bekräftigte sie. Auch die gesellschaftlichen Termine wie Minigolf, Kegeln oder Pizzaessen wurden sehr gut angenommen.

Eine Bereicherung stellen laut Kredler auch die Nebengruppierungen der Werkvolkkapelle dar: Turmbläser (Leitung: Andreas Kredler), Stubenmusik (Leitung: Paula Stubenvoll), Rentnerband (Ehrendirigent: Hans Hufsky) und Kirwamusik (Leitung: Christian Hüttner) hatten diverse Auftritte und Proben.

Wie eine Familie

Stadtrat Karl Trummer lobte: "Der Verein ist wie eine Familie, in der der Zusammenhalt das Wichtigste ist." Stellvertretender Kreisvorsitzender Horst Bauer überbrachte Grüße vom Bezirks- und Kreisverband. Vorsitzender Lukesch bedauerte den Rückzug von Heiner Kohl nach über 30 Jahren im Dirigentenamt und 50 Jahren als Musiker.

Den Gottesdienst für die verstorbenen Mitglieder zelebrierte Pfarrvikar Hruday Madanu. Dabei gab es viel modernes, aber auch christliches Musikgut zu hören, das der Fastenzeit angepasst war.

Leistungsabzeichen

Im vergangenen Jahr absolvierten einige Musiker der Werkvolkkapelle Schlicht erfolgreich Leistungsprüfungen. Das Juniorabzeichen ging an Sina-Marie Dotzler (Saxofon), Lilly Gleißner (Klarinette), Lea-Maria Melzig (Querflöte), Susanne Ratzke (Querflöte), Magdalena Sachsenhauser (Klarinette), Hannah Schraml (Klarinette) und Simon Weiß (Schlagzeug). Das D1-Leistungsabzeichen in Bronze erreichten Hannah Bauer (Tenorhorn), Bridget Huisjen (Querflöte) und Timm Kramme (Saxofon). Das D2-Leistungsabzeichen in Silber schafften Lea-Sophie Kohl (Klarinette), Paula Nutz (Klarinette), Marie Schöpf (Klarinette) und Lukas Schöpf (Klavier). (sak)

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