06.02.2018 - 17:00 Uhr
Vilseck

Jahreshauptversammlung des 1. FC Schlicht Verein sieht sich gut aufgestellt

Der 1. FC Schlicht sieht sich auf dem richtigen Weg: Von Stolz und großer Zufriedenheit geprägt ist die Jahreshauptversammlung des Vereins mit seinen 550 Mitgliedern.

Für ihren langjährigen ehrenamtlichen Einsatz beim 1. FC Schlicht wird Stefanie Fink-Gradl von Frauen- und Mädchenspielleiter Georg Müllner (rechts) mit der Ehrenamtsurkunde des DFB ausgezeichnet. Dazu gratulieren auch Bürgermeister Hans-Martin Schertl (links) und FCS-Vorsitzender Stefan Weiß. Bild: ct
von Autor CTProfil

Schlicht. Im Vereinslokal Zum roten Hahn sprach Vorsitzender Stefan Weiß von einem ereignisreichen und arbeitsintensiven Jahr 2017. Er zeigte sich stolz, dass man die Herausforderungen gemeistert habe. Stellvertretende Schriftführerin Stefanie Fink-Gradl listete wichtige Ereignisse auf. Kassenverwalter Mario Hefner vermeldete trotz hoher Ausgaben und dem Sturmschaden einen finanziellen Überschuss im Jahr 2017 und ein solides Polster.

Zufriedenheit prägte weitgehend die Berichte der Abteilungen. 2. Vorsitzender Ewald Vater nannte es sehr positiv, dass der FCS in allen Altersstufen gut vertreten sei und vor allem im eigenständigen Jugendbereich bei den G-, F- und E-Junioren, aber auch bei den Juniorinnen über genügend Spielerpotenzial und motivierte Trainer und Betreuer verfüge.

Von den D- bis zu den A-Junioren spielten die Jugendlichen in der JFG Obere Vils. Laut sportlichem Leiter Wolfgang Ringer stehen sieben Teams im Spielbetrieb. Man ist in allen Altersstufen vertreten. Größter Erfolg war der Aufstieg der C-Junioren in die Bayernliga, es bestehen berechtigte Hoffnungen, die Klasse zu halten. JFG-Vorsitzender Peter Lehner bezeichnete die Zusammenarbeit der drei Fußballvereine der Großgemeinde im Jugendbereich als "ganz einfach notwendig und für alle beteiligten Vereine zukunftsweisend". Nachdem verschiedene Unstimmigkeiten ausgeräumt seien, gelte es nun, am gleichen Strang zu ziehen.

AH-Leiter Manuel Schuster berichtete, dass man nur wenige Spiele bestritten habe, die aber fast durchwegs erfolgreich. Inzwischen kooperiere man mit dem SV Sorghof, was sich positiv auf den Trainingsbesuch auswirke. Spartenleiterin Irmgard Kohl erinnerte an die 40-Jahr-Feier der Turnabteilung. Übungsleiterin Anni Geier wolle nach 15 Jahren kürzer treten. Künftig halten Sonja Schulz und Resi Regler die wöchentlichen Gymnastikstunden ab. Großen Zulauf hat das Kinderturnen, das Barbara Frank und Veronika Bummerl in zwei Altersgruppen leiten. Die Faschingsolympiade mit mehr als 80 Kindern sei ein toller Erfolg gewesen.

Für die Seniorenmannschaften erklärte Stefan Bönisch, dass sich der Weg, auf Talente aus der Region zu setzen, als sehr erfolgreich erweise. Nach Startschwierigkeiten der 1. Mannschaft im Vorjahr habe sich das Team nun gefunden und einen sicheren Mittelfeldplatz erreicht. Mit gezielten Verstärkungen sei eine Aufwärtsentwicklung erreicht worden, was sich im überragenden Saisonverlauf mit 15 Siegen in 16 Spielen und der deutlichen Tabellenführung in der Kreisklasse widerspiegele.

Auch die 2. Mannschaft zeige mehr Trainingsfleiß und Geschlossenheit, was sich in sportlichen Erfolgen niederschlage. Trainer Stephan Braun, der Vater des Erfolgs, unterstrich an Beispielen die gute Entwicklung seiner jungen Truppe, warnte aber davor, die Erwartungen zu hoch zu schrauben. Neben der tollen Einstellung der Spieler führte er den Höhenflug auch auf die perfekten Verhältnisse bezüglich Sportplätzen und Sportheim und das harmonische Vereinsumfeld zurück.

Den Schriftführerposten galt es neu zu besetzen, Elisabeth Grosser wurde einstimmig gewählt. Auch billigte die Versammlung Satzungsänderungen. Bürgermeister Hans-Martin Schertl zeigte sich beeindruckt vom konsequenten Weg des Vereins, der sich nicht nur als echter Familienverein, sondern auch sportlich auf einem sehr guten Weg zeige.

Ehrung

Die Ehrenamtsurkunde des Deutschen Fußballbunds verlieh der Kreisbeauftragte für Frauen- und Mädchenfußball, Georg Müllner, an Stefanie Fink-Gradl. Neben ihrer brillanten Karriere als Fußballerin mit Oberpfalzmeisterschaften mit den Mädchen des 1. FC Schlicht sowie den Vizemeisterschaften der SFCS-Frauen in der Landesliga sowie Einsätzen in der 2. Frauen-Bundesliga mit dem SC Regensburg engagiere sie sich darüber hinaus schon mehr als zehn Jahre ehrenamtlich bei ihrem Heimatverein. Als ausgebildete Physiotherapeutin behandle sie die Fußballer. Stefan Weiß dankte Fink-Gradl ebenfalls für ihren jahrelangen Einsatz und überreichte einen Blumenstock. (ct)

Sturm zerlegt Festzelt

Als zwei große Schwerpunkte nannte Vorsitzender Stefan Weiß das Vereinsjubiläum sowie den Sturmschaden am vereinseigenen Festzelt, das im August bei dem heftigen Wirbelsturm buchstäblich zerlegt und weggefegt worden sei. Dabei sei am Sportheim und am Zelt ein Schaden von insgesamt rund 15 000 Euro entstanden, wovon die Versicherung nur ersteren übernommen habe.

Als Zeichen von Zusammenhalt und Engagement im Verein wertete er es, dass man durch den tatkräftigen Einsatz von Mitgliedern und Firmen, durch Spenden und nicht zuletzt durch die finanzielle Unterstützung der BFV-Sozialstiftung das Problem bewältigen und im September bereits wieder das Weinfest im Zelt abhalten habe können.

Mit der Renovierung der Umkleidekabinen und der Umstellung der Flutlichtanlage auf sparsame LED-Lampen auf dem Trainingsplatz wurden laut Weiß weitere wichtige Schritte für einen zeitgerechten Sportbetrieb getan. Der FCS stelle für Frauen und Männer, Kinder und Senioren ein breites sportliches Angebot zur Verfügung, sei bei den Schiedsrichtern gut vertreten und bei lokalen Veranstaltungen präsent. Insbesondere durch die Betreuung Jugendlicher und den eigenen Anspruch, ein Familienverein zu sein, werde der FC seiner gesellschaftlichen Verantwortung gerecht. (ct)

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