22.02.2018 - 17:06 Uhr
Vilseck

Jahreshauptversammlung des Obst- und Gartenbauvereins Sigl Vielfalt statt Rasen-Langeweile

Der Obst- und Gartenbauverein Sigl macht sich stark für die Vielfalt im Garten. Lebendiges Wachsen, Aufblühen und Vergehen statt langweiligem, vom Mäh-Roboter ständig kurz gehaltenem Rasen - darum müsse es dem wahren Gartenfreund gehen, lautet die Devise.

Die für 25- beziehungsweise 15-jährige Vereinstreue geehrten Mitglieder (sitzend, von links): Agnes Prechtl, Hedwig Geier und Franziska Ströll. Ihnen gratulieren (stehend, von links) Bürgermeister Hans-Martin Schertl, Ehrenvorsitzender Ludwig Graf, Vorsitzender Armin Heuberger und sein Stellvertreter Christian Merkl. Bild: ct
von Autor CTProfil

Seiboldsricht. "Bevor man die Welt verändert, wäre es vielleicht doch wichtiger, sie nicht zugrunde zu richten." Mit diesem Satz des französischen Schriftstellers Paul Claudel eröffnete Vorsitzender Armin Heuberger die gut besuchte Jahreshauptversammlung im Vereinslokal Kredler in Seiboldsricht. Er bedauerte, dass wegen die Querelen um die Leitung der Pfarreiengemeinschaft die Messe für die verstorbenen Mitglieder entfallen ist.

Der Aufgabe, die Welt in ihrer natürlichen und gesunden Ausrichtung zu erhalten, sollten und wollten sich vor allem auch die Obst- und Gartenbauvereine stellen, sagte Heuberger. Eine abwechslungsreiche Gartengestaltung, Flächen für Wildblumen, die zugleich ein Lebensraum für Insekten sind, und Anbau herkömmlicher Gemüse-, Früchte- und Obstarten könnten dazu beitragen.

Schriftführerin Angela Kredler blickte auf das vergangene Jahr zurück. Als Höhepunkt bezeichnete sie die 25-Jahr-Feier, bei der allerdings der Besuch des Festabends in Schlicht doch etwas enttäuschend ausgefallen sei. Ansonsten sei das Jahr von vielen Veranstaltungen, aber auch zahlreichen Arbeitseinsätze und -leistungen geprägt gewesen. Sträucher- und Baumschneidekurse, Bastel- und thematische Abende, die Gratulation zu runden Geburtstagen sowie Stammtische mit Vorträgen standen auf dem Programm und stießen zum großen Teil auf regen Zuspruch. Das Gartenfest in Oberweißenbach habe wieder sehr viele Besucher angezogen. Stolz mache besonders, dass der Verein nach wie vor sehr attraktiv sowohl für die Mitglieder als auch die Bevölkerung sei. Das beweise die Aufnahme von 19 neuen Mitgliedern im Vorjahr und bereits vier weiteren heuer. Das ergebe einen Höchststand von 159 Vereinsangehörigen.

Schatzmeisterin Ramona Heldmann berichtete über die Ausgaben und Einnahmen des Vereins und vermeldete einen nach wie vor sehr positiven Kassenstand. Nachdem Willibald Merkl bekannt gab, das Amt des Kassenprüfers aus gesundheitlichen Gründen künftig nicht mehr ausüben zu können, wählte die Versammlung Kerstin Lindner als Nachfolgerin. Bürgermeister Hans-Martin Schertl zollte dem Verein hohe Anerkennung für die vielfältigen Aktivitäten und würdigte dessen Leistungen für die Verschönerung der Orte sowie die Pflege und Erhaltung der Natur. Er erinnerte auch das Pflanzen des Jubiläumsbaums an der Vilstalstraße in Schlicht und das Aufstellen einer Bank, was dort für einen attraktiven Akzent sorge. Besonderen Beifall erhielt der Bürgermeister, als er seinen Beitritt zum Verein erklärte.

Zusammen mit den Vorsitzenden Armin Heuberger und Christian Merkl sowie dem Ehrenvorsitzenden Ludwig Graf ehrte er zahlreiche Gartenfreunde, die aber nicht alle anwesend sein konnten. Die Mitglieder beschlossen eine Sammelbestellung für Baumscheren Felko 2. Mit einer vom Verein finanzierten Brotzeit sowie einem Ausblick auf geplante Veranstaltungen endete die Sitzung.

Ehrungen

25 Jahre Mitgliedschaft (Urkunde und silberne OGV-Nadel): Hedwig Geier, Sabine Graf, Christa Meier, Hermann Poplawski, Josef Schmid, Rosa Stauber, Franziska Ströll, Alfons Trummer, Willi Würfl und Rosa Zahn

15 Jahre (Urkunde und Anstecknadel in Bronze): Claudia Held und Agnes Prechtl (ct)

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