16.04.2018 - 17:20 Uhr
VilseckOberpfalz

Kreis Kirwa Warm up in Heringnohe Aufwärmen für die Kirwasaison

"Hulapalu, KKWU" - was sagst jetzt da dazu? Die Besuchermassen, die der Einladung nach Sorghof, genauer gesagt nach Heringnohe, gefolgt sind, wussten eine Antwort.

von Christian LinglProfil

Und da in Heringnohe bekanntermaßen kein Kernkraftwerk steht, handelt es sich beim KKWU auch nicht um eine Protestkundgebung gegen Atomstrom, sondern um den Auftakt in die diesjährige Kirwasaison. Genauer gesagt um das "Kreis Kirwa Warm up".

Wobei die 3000 Besucher gar kein Warm up gebraucht hätten. Es ist, als hätte die letztjährige Saison nie geendet. Schier ausgehungert nach dem Erlebnis Kirwa schien die Menge zu sein. So hatten die 130 freiwilligen Helfer aus dem Team des SV Sorghof mehr als alle Hände voll zu tun, um die hungrigen und durstigen Gäste zu versorgen. Alleine über 100 Tischreservierungen hatte Oliver Berger vom Veranstalterteam vorab von den Kirwavereinen und -gemeinschaften aus der Umgebung entgegengenommen. Damit war bereits vor Beginn klar, dass auch das zwölfte KKWU wieder ein Erfolg sein würde. Ein bisschen Neuland war es trotzdem. Da der alte Veranstaltungsort nicht mehr genutzt werden konnte, musste man auf das Sportgelände des SV ausweichen.

Ein Nachteil war dies nicht. Es war genügend Platz vorhanden für ein Kirwazelt, das dem Ansturm gerecht wurde, sowie für ein Barzelt, das größer war als so manches Festzelt andernorts. Der Altersdurchschnitt im Publikum war eher niedriger als hoch einzuschätzen. Daher lag der Schwerpunkt der 22 Sicherheitskräfte auf die Alterskontrolle am Einlass und in der Bar.

Thomas Seiermann, Einsatzleiter des Sicherheitsteams, sprach dem Veranstalter ein großes Lob aus. "Ich bin jetzt zum sechsten mal dabei und es gab noch nie Probleme", sagte er und lobte auch die Zusammenarbeit mit den Rettungskräften und der Polizei. Benedikt Bauer, der Einsatzleiter der Sulzbach-Rosenberger Rotkreuz-Bereitschaft, die mit sieben ehrenamtliche Helfern die Rettungswache besetzen, zeigte sich mit der Veranstaltung hoch zufrieden. "Heute war bisher noch gar nichts, in den vergangenen Jahren hatten wir meistens drei bis vier Krankenhausfahrten", bilanzierte er. Alkohol sei dabei meistens der Auslöser gewesen. Sowohl Seiermann als auch Bauer betonten, dass es sich beim "Kreis Kirwa Warm up" um ein sehr friedliches Fest handle. Das habe sich auch in diesem Jahr wieder bestätigt. Laut Oliver Berger gab es keinen einzigen Vorfall und der Rettungswagen konnte diesmal stehenbleiben. Friedlich war das Aufwärmprogramm sicherlich, aber ruhig definitiv nicht. Dafür sorgten schon d'Quertreiber im voll besetzten Festzelt. Bereits früh am Abend standen die Gäste auf den Bänken - ein untrügliches Zeichen für gute Stimmung.

Wenn die 3000 Besucher, ein Großteil davon Kirwaleut bei ihren Ortskirchweihen, die Stimmung mit nach Hause nehmen und warm halten, dann hat dieses Warm up mit Sicherheit seinen Zweck erfüllt.

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