29.03.2017 - 20:00 Uhr
VilseckOberpfalz

Partnerschaft zwischen US-Brigade und Stadt Vilseck beurkundet Stryker fühlen sich in Vilseck zuhause

Die Stryker-Brigade ist das am längsten dienende Regiment der US-Armee. "Allzeit bereit!" heißt es in der Truppe seit 1836. Stolz ist Bürgermeister Hans-Martin Schertl, solch einen Traditionsverband in Vilseck zu haben. Die Partnerschaft mit dem 2. Kavallerie-Regiment wurde auf Burg Dagestein offiziell beurkundet.

von Rosi HasenstabProfil

(rha) "Heute ist ein wichtiger Tag für Vilseck", freute sich das Stadtoberhaupt. Durch ihre Lage am Truppenübungsplatz Grafenwöhr sei die Kommune prädestiniert für eine Partnerschaft mit der US Army. Zu den Amerikanern habe sich im Laufe der Zeit ein besonders herzliches Verhältnis entwickelt. "Die Freundschaft ist durch vielfältige Kontakte kontinuierlich gewachsen. Sie besteht sowohl in einem Miteinander der Bürger als auch in einem Miteinander der Kulturen", hob Schertl hervor.

Was Rang und Namen hat

Nun war es laut Bürgermeister an der Zeit, diese Partnerschaft nach einem Stadtratsbeschluss feierlich zu dokumentieren. Dazu waren die Führungskräfte des Vilsecker Regiments, Colonel Patrick Ellis und Command Sergeant Kevin Muhlenbeck, sowie die Anführer der sieben Schwadrone mit ihren Gattinnen nach Dagestein gekommen. Mitgebracht hatten sie auch die Militärführung aus Grafenwöhr, Brigadegeneral Antonio Aguto und Colonel Clark Lindner.

"Seit 1945 ist die US-Armee aus Vilseck nicht mehr wegzudenken. Bis 2005 war die Panzerbrigade Big Red One hier stationiert", berichtete Schertl. 2006 wurde das 2. US-Kavallerieregiment in die Oberpfalz verlegt. Seither leben hier über 5000 Soldaten und etwa 6000 Familienangehörige. Den Frieden in Europa zu sichern, sei wichtigste Aufgaben der Stryker, sagte Schertl. "Die Soldaten und ihre Familien sind stolz, Partner von Vilseck zu sein", bekräftigte Colonel Patrick Ellis. "Vilseck ist unsere Heimat", rief er aus. Und weiter: "Sie erlauben uns, Teil Ihrer großen Kultur und Geschichte zu sein, und lassen uns an Ihren Veranstaltungen wie Brunnenfest, Kirwa und Weihnachtsmarkt teilnehmen."

Eine zweite Heimat

Wenn die Soldaten von ihren weltweiten Einsätzen und Nato-Aufgaben nach Vilseck zurückkämen, hätten sie das Gefühl, nach Hause zu kommen. Dem Regiment sei es eine Ehre, in der historischen Burg Dagestein die bestehende Freundschaft zu dokumentieren. Dann unterzeichneten beide Seiten die Partnerschaftsurkunde. Bürgermeister Hans-Martin Schertl und seine Stellvertreter überreichten die Fahne der Stadt Vilseck und erhielten im Gegenzug die historische Flagge des 2nd Cavalry Regiments. Künftig werden beide nebeneinander im Südlager Vilseck wehen.

Die musikalische Gestaltung der Feier übernahmen die Dagesteiner Musikanten. Vier Kirwapaare aus Vilseck und Sorghof zeigten Oberpfälzer Tänze. Nicht fehlen durfte Nachtwächter Tschung, der 1945 als Elfjähriger den Einzug der Amerikaner miterlebte und davon in seiner unnachahmlichen Art erzählte. Seine Nachtwächter-Stundenrufe übersetzte Christa Zeilmann ins Englische. Mit dem Eintrag ins Goldene Buch der Stadt und einer Schau alter Fotos ging die Zeremonie zu Ende.

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