27.04.2018 - 20:00 Uhr
VilseckOberpfalz

Pfarrei St. Georg Schlicht feiert Patrozinium Trotz allem lebendige Gemeinde

Es sind besonderer Zeiten, in denen St. Georg Schlicht das Patrozinium des Gotteshauses feiert. Trotz der schwierigen Phase derzeit präsentiert man sich bei anschließenden Pfarrfamilienabend als lebendige Gemeinde.

Beim Pfarrfamilienabend anlässlich des Patroziniums ehrt Chorleiter Heinz Krob (rechts) Sänger Gerhard Münster für zehn Jahre Chorgesang. Die Sprecher des Pfarrgemeinderats, Norbert Klier und Christa Münster (Mitte) sowie Pfarrvikar Hruday Madanu und Diakon Dieter Gerstacker (Zweiter von links) gratulieren. Bild: ct
von Autor CTProfil

Schlicht. Mit einem festlichen Gottesdienst beging die Pfarrei Schlicht das Patrozinium der Pfarrkirche und das Fest des heiligen Georg. Die Messe zelebrierte Pfarrvikar Hruday Madanu, assistiert von Diakon Dieter Gerstacker. Der Kirchenchor unter Leitung von Heinz Krob und begleitet von Franz Winklmann an der Orgel gestaltete den Gottesdienst eindrucksvoll.

Da Dekan Walter Hellauer kurzfristig wegen Krankheit abgesagt hatte, erinnerte Pfarrgemeinderätin Monika Krieger anstelle einer Predigt an die Legende vom unerschrockenen, weil tiefgläubigen Drachentöter Georg, der unter der Christenverfolgung den Märtyrertod erlitten habe. Sie stellte den Mut und die Glaubenstreue von Georg als leuchtendes Beispiel auch für den heutigen Menschen dar, gerade in schwierigen Zeiten und im Alltag seinen Glauben umsetzen und mutig zu bezeugen.

Pfarrsaal voll besetzt

Gut besucht war auch der Pfarrfamilienabend, im Pfarrheim blieb kein Platz frei. Pfarrgemeinderatssprecher Norbert Klier freute sich besonders, dass Diakon Dieter Gerstacker in den nächsten Monaten auch in der Pfarrei Schlicht vertreten sein und Pfarrvikar Madanu helfend zur Seite stehen werde.

Madanu selbst bat um Verständnis, dass das Angebot an Gottesdiensten und Veranstaltungen in der Pfarreiengemeinschaft habe eingeschränkt werden müssen, da die seelsorgerische Arbeit statt auf den Schultern von fünf Geistlichen wie bei der Errichtung der Pfarreiengemeinschaft im September 2015 jetzt auf einer Person laste. Er dankte allen, die in den Gremien und Verbänden der Pfarrei, aber auch anderen Diensten so zuverlässig und engagiert mitarbeiteten. Dadurch und durch das Angebot von Frauenbund, KAB, Landjugend und Senioren sei Schlicht eine lebendige Pfarrgemeinde geblieben. Das bestätigten auch die Berichte und Bilddokumentationen. Zusammen mit seiner Stellvertreterin Christa Münster blickte Norbert Klier zurück auf das vergangene Jahr in der Pfarrei. Er rief verschiedene Ereignisse in Erinnerung, wie die Priesterjubiläen von Stadtpfarrer Johannes Kiefmann und Pfarrvikar Hruday Madanu, die Wiedereinweihung der Filialkirche in Schmalnohe, das Pfarrfest und die eindrucksvolle Feier der Hochfeste des Kirchenjahres. Christa Münster ergänzte, dass das Fastensuppen-Essen am Palmsonntag einen Erlös von 326,50 Euro erbracht habe, die an die Amberger Tafel übergeben worden seien.

Leiterin Monika Krieger stellte ihr Gottesdienst-Vorbereitungsteam vor. Sie berichtete von den Kinder- und Familiengottesdiensten und Wortfeiern für Kinder, aber auch von Krippenspiel und Taufelterntreffen. Christian Trummer erinnerte an den monatlichen Seniorentreff der Pfarrei, den es seit 2013 gebe, und veranschaulichte mit zahlreichen Bildern das vielfältige Programm, das das Team Seniorenarbeit anbiete. Es werde sehr gut angenommen und finde ein durchwegs positives Echo.

Bisher kein Abschluss

Kirchenpfleger Hermann Klier ging auf bauliche und organisatorische Angelegenheiten ein. Er zeigte sich stolz auf die gelungene Sanierung der Kirche in Schmalnohe und berichtete, dass nun die Nepomuk-Kapelle in Schlicht in Angriff genommen werde. Trotz hoher Ausgaben stehe die Pfarrei Schlicht finanziell nicht schlecht da. Ausdrücklich bedauerte er, dass die Kirchenrechnung bisher nicht habe abgeschlossen werden können, da finanzielle Unregelmäßigkeiten aufgetreten seien, die nun vom Finanzausschuss der Diözese überprüft würden.

Der Kirchenchor umrahmte auch die Feier im Pfarrheim und erntete für seine Lieder großen Applaus. Chorleiter Heinz Krob war es eine große Freude, auch in diesem Jahr einen verdienten Sänger besonders ehren zu können. An Gerhard Münster, der seit zehn Jahren als Bassstimme dem Chor angehört, überreichte er die entsprechende Urkunde der Diözese und einen guten Trunk. In seinem Schlusswort dankte Pfarrgemeinderatssprecher Klier vor allem auch dem inzwischen so stark belasteten Pfarrvikar, "unserem Pfarrer der Herzen", für seine aufopferungsvolle Arbeit. Mitglieder des Pfarrgemeinderats bewirteten die Gäste.

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