22.09.2017 - 20:00 Uhr
VilseckOberpfalz

Streik bei US-Armee in Grafenwöhr und Hohenfels Deutsche Mitarbeiter streiken für mehr Geld

Fünf Prozent mehr Lohn, mindestens 100 Euro monatlich: Das fordert die Gewerkschaft Verdi für die zivilen Beschäftigten im Truppenübungsplatz Vilseck. Um dem Nachdruck zu verleihen, legte ein Großteil der Mitarbeiter der Werkstätten und der Munitionsausgabe am frühen Freitagmorgen die Arbeit nieder und versammelten sich an der Zufahrt zum Südlager.

Gewerkschaftssekretärin Kathrin Birner (vorne rechts) hatte den Warnstreik der zivilen Mitarbeiter vor dem Südtor zum Truppenübungsplatz Vilseck organisiert. Sie wies lautstark auf die Forderungen von Verdi hin. Bild: gf
von Autor GFProfil

Knapp 50 Mitarbeiter aus Einrichtungen des Truppenübungsplatzes Vilseck traten in den Warnstreik und protestierten außerhalb der Zufahrt zum Militärgelände. Massive Streiks kündigte die Gewerkschaft an. Der Hintergrund laut Verdi: Bei den Tarifverhandlungen für die zivilen Beschäftigten in den Truppenübungsplätzen Grafenwöhr und Hohenfels hätten die Arbeitgeber gerade einmal ein Prozent Lohnerhöhung angeboten. Die Gewerkschaft verlangt fünf Prozent, außerdem mindestens 100 Euro monatlich, um gerade die unteren Lohngruppen aufzubessern.

Verdi begründet die Forderung nach einem Plus von fünf Prozent mit einer aktuellen Inflationsrate von 1,8 Prozent und einer Produktionssteigerung von 1,9 Prozent.

Aus den Jahren 2010 bis 2012 fehle außerdem noch eine Erhöhung von einem Prozent. Gerade die unteren Lohngruppen müssten aufgebessert werden. Die Gewerkschaft verlangt vom Arbeitgeber außerdem Unterstützung bei berufsbedingten Schäden, die auf dem Weg zur Arbeit oder zu gewerkschaftlichen Veranstaltungen entstehen können: Forderungen, die der Arbeitgeber grundsätzlich ablehnt.

Beihilfen müssten in wirtschaftlicher Notlage gezahlt werden, betont Verdi. Zudem müsse Rechtsschutz bei Straf- oder Zivilverfahren im Zusammenhang mit dem Arbeitsverhältnis gewährt werden. Auch die Übernahme von Krankenhauskosten bei einem Arbeitsunfall steht auf der Forderungsliste der Gewerkschaft.

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