Polizei warnt: Bettler suchen sich neue Wirkungsbereiche abseits der Zentren
Von der Stadt aufs Land ziehen

Nicht nur in Fußgängerzonen, sondern auch in ländlichen Regionen könnten Bettler künftig anzutreffen sein. Archivbild: Hartl
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Vohenstrauß
02.09.2014
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Die Polizei Amberg warnt vor Bettlern - auch auf dem Land. Eine entsprechende Meldung verbreitete sie am Montag. Anlass war die vorübergehende Festnahme von neun Personen am Samstag bei Vohenstrauß. Dabei habe einer der Bettler in seiner Vernehmung angegeben, dass er auf jeden Fall in Deutschland weiter betteln werde, und dass Bettler in Zukunft kleinere Ortschaften wählen würden. Gerade in Bereichen der dünn besiedelten Oberpfalz müsse deshalb mit weiterem Auftreten dieser Personengruppen gerechnet werden, so die Polizei.

Die acht Männer und eine Frau, die bei Vohenstrauß vorübergehend festgenommen wurden, wurden am Freitag in Freudenberg (Kreis Amberg-Sulzbach) beobachtet, wie sie von Haus zu Haus gingen, um offensichtlich Bargeld zu erbetteln. Ein Zeuge notierte sich das Kennzeichen des VW-Busses, mit dem die Gruppe unterwegs war, und verständigte die Polizei. In ihm fand die Beamten Bettelkarten einer fingierten rumänischen Behörde. Die Personen aus Rumänien halten sich nach Angaben der Polizei bereits mehrere Monate im Bundesgebiet auf.

Ihre Masche ist immer gleich: Sie ziehen von Haus zu Haus und geben an, aufgrund von Naturkatastrophen und Arbeitslosigkeit mittellos zu sein. Die Polizei rät, kein Geld zu geben, da davon ausgegangen werden müsse, dass die einzelnen hilfsbedürftigen Personen nichts davon bekommen dürften. Auch bestehe die Gefahr, dass günstige Gelegenheiten, wie offenstehende Anwesen oder nicht versperrte Nebengebäude nach Bargeld und Wertgegenständen durchsucht werden.
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