Musikinitiative Vohenstrauß baut "Down Under" um
Hier spielt die Musik

Vor der Musikinitiative Vohenstrauß liegen arbeitsreiche Woche. Schließlich wollen die Mitglieder das "Down Under" zu einem kleinen Musikzentrum umbauen. Vorher begutachten noch Kassier Thomas Daschner (links) und Vorsitzender Hannes Gilch den Raum. Bild: exb
Freizeit
Vohenstrauß
07.07.2017
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Das "Down Under" ist schon länger in der Versenkung abgetaucht. Die Zeiten des Partykellers im Untergeschoss des Hallenbads sind vorbei. Trotzdem ist dort bald wieder Musik zu hören.

Das Heft des Handelns und das Werkzeug nimmt die Musikinitiative Vohenstrauß (MiVoh) in die Hand. Seit kurzem hat das Team um Vorsitzenden Hannes Gilch damit begonnen, den Raum zu renovieren. Die Mitglieder wollen für ihren Verein ein kleines Musikzentrum aufbauen.

"Wir sind schon seit über zwei Jahren auf der Suche nach einem festen Raum, denn der Bedarf ist riesig", erklärt Gilch. Aber alle Bemühung waren bis vor einigen Wochen umsonst. Da hatte die MiVoh mitbekommen, dass eine Privatperson bei der Stadt angefragt hatte, ob es möglich sei, im "Down Under" ein Tonstudio einzurichten. Allerdings hatte die Kommune kein Interesse an einer Vermietung. Dies brachte die Musikinitiative auf die Idee, den Raum selber zu nutzen.

Regelmäßige Eskalationen

Daher erläuterte sie ihr Anliegen dem Jugendforum der Stadt. "Eigentlich haben wir mit großem Widerstand gerechnet, aber es verlief alles reibungslos. Wir haben die Erlaubnis bekommen, das Zimmer für unsere Zwecke umzubauen", freut sich der Vorsitzende. Das "Down Under" sei ein "Partyloch" gewesen. "Es ist dort regelmäßig eskaliert." Das Image der Location sei schlecht gewesen. Daher sei ein Neuanfang nötig. Und den startet die MiVoh. "Der Raum ist eine Art Initialzündung für unseren Verein. So etwas hat uns noch gefehlt", ist sich Gilch sicher. Die Mitglieder haben auch schon ein wenig gewerkelt und eine Entrümpelungsaktion durchgeführt. Zudem hat ein Tonstudio die Akustikplanung übernommen.

In den nächsten Wochen stehen daher verschiedene akustische Baumaßnahmen an. Zudem wollen die Mitglieder eine Musikanlage, einen Grundstock an Instrumenten und Verstärker anschaffen. Außerdem werden sie die Toiletten renovieren, den Boden erneuern und die Wände streichen. Dort wo das bisherige Damen-WC untergebracht war, bauen die Vohenstraußer eine kleine Küchenzeile ein.

Keine Bauarbeiter

Bisher ist die MiVoh mit rund 1500 Euro in Vorleistung gegangen. Für die baulichen Sachen gibt es von der Stadt 2500 Euro ("Die kommen uns wirklich super entgegen und helfen uns immer"). Insgesamt schätzt der Vorsitzende die Kosten für den Um- und Aufbau auf etwa 5000 Euro. Ziel sei es, noch heuer zu eröffnen. Allerdings gibt er zu bedenken: "Wir sind Musiker und keine Bauarbeiter." Trotzdem wollen die Mitglieder alles selber machen, um die Kosten gering zu halten. "Im Verein herrscht Aufbruchstimmung, da wir endlich etwas passendes gefunden haben. Alle sind hochmotiviert und wollen mit anpacken", blickt der Vorsitzende auf die nächsten Monate.

Das dann geschaffene kleine Musikzentrum auf einer Fläche von 35 Quadratmetern soll vielfältig genutzt werden. Unter anderem als Proberaum für die Bands aus dem MiVoh-Netzwerk und für Musiklehrer. Außerdem haben Schlagzeuger dort die Möglichkeit, alleine zu üben. Zudem sind Workshops mit Schülern und Gruppen geplant. Regelmäßige Öffnungszeiten seien nicht vorgesehen. Es werde einen Belegplan geben. "Wir wollen dort aber nicht nur proben, sondern auch einen sozialen Treffpunkt schaffen", macht Gilch deutlich.

Wir sind Musiker und keine Bauarbeiter.MiVoh-Vorsitzender Hannes Gilch
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