24.08.2017 - 16:38 Uhr
VohenstraußOberpfalz

Spannender Ferientag im Vohenstraußer Sportzentrum Wer seine Kiste liebt, der schiebt

Tollkühne Männer (und drei Mädchen) machen in ihren fahrenden Kisten am Mittwoch das Sportzentrum unsicher. Vor dem Vergnügen steht den Teilnehmern des Ferienprogramms am Anfang des Tages schweißtreibende Arbeit bevor.

von Josef ForsterProfil

Als ob es ein ganz normaler Schultag wäre, traf sich die ganze Meute bereits um 8 Uhr vor dem Sportheim. Damit begann ein spannender Ferienprogrammtag. 21 Mädchen und Buben wollten es nicht versäumen, gemeinsam vier Seifenkisten zu bauen. Doch alles, was der Vohenstraußer Nachwuchs zunächst zu Gesicht bekam, waren vier große Blechkisten. "Ohne Räder und ohne Lenkrad - na, ob das was wird?", fragte sich nicht nur Josef. Er hatte aber die Rechnung ohne Michael Wagner gemacht.

Der erfahrene Allrounder von "Learning Campus" verstand es prächtig, über Spiel, Spaß und Sport hinaus stets die Spannung hoch zu halten. So erklärte er den erwartungsfreudigen Mädchen und Jungs, dass in jeder Kiste nur Material für jeweils eine Seifenkiste stecke. Um also loslegen zu können, müssten zunächst vier Rennställe - wie im echten Formel-1-Betrieb - auf die Beine gestellt werden.

Bei allen Teilnehmern war höchste Konzentration gefragt. Wagner erklärte die verschiedenen Teile und vor allem den Zusammenbau durch Schrauben, Hämmern und Stecken. Zu diesem Zeitpunkt war den jungen Monteuren bereits klar, dass es keinerlei Baupläne gibt, sondern genauestens aufgepasst werden musste. Der pädagogische Hintergrund: "In erster Linie sehen die Kinder, welch' riesigen Spaß der gemeinsame Arbeitseinsatz von ein, zwei Stunden bringen", begründete Wagner.

Zudem lernten die Teilnehmer, was man als Kleingruppe durch das Miteinander bewegen kann. Vom Kreisjugendring kam die Initiative für das ganztägige Angebot, der nicht nur die Organisation übernahm, sondern auch mit Elisabeth Träger-Greß und Judith Heimerl zwei ehrenamtliche Kräfte für die Betreuung abstellte. Zum Schluss war noch Kreativität beim Kennzeichen gefragt. Als die vier Seifenkisten fertig dastanden, war der Vormittag bereits vorüber und eine ausgiebige Pause mehr als verdient. Richtige Rennfahrer und Mechanikerprofis geben sich natürlich nicht mit einem Butterbrot ab, so dass der Mittagstisch standesgemäß in den Biergarten verlegt wurde. Beim "Schübl'adl" wurde die Schar bereits erwartet, nachdem der Anmarsch zu Fuß doch etwas länger ausfiel.

Zurück am Sportzentrum klappte der Aufbau des Parcours in Windeseile. Dass es nicht über einen Hang bergab ging, störte keinen der jungen Teilnehmer. Geschoben und begleitet zu werden, machte die gleiche Freude. Boxenstopps mit konkreten Aufgaben gehörten zu jeder Runde. Über das Kurvenfeeling freute sich Tim, kritisierte aber zugleich die ihm entgegen gekommenen "Geisterfahrer". Was war geschehen? Louis wusste es: "Unser Rad war ab und so drehte sich das Fahrzeug plötzlich." Die Siegergruppe "Killers" durfte sich als Preis ein Rad ihres Seifenkistls abbauen und mit nach Hause nehmen. Gummibärchen und Süßigkeiten gab es am Ende eines abwechslungsreichen Tages für die durchwegs vollauf begeisterten Teilnehmer.

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