18 neue Auszubildende bei Kennametal - In dreieinhalb Jahren zum Zerspanungsmechaniker
Erster Tag der spannendste

Kultur
Vohenstrauß
03.09.2014
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"Mit Humor geht alles besser, darum soll in der Ausbildungszeit natürlich auch der Spaß nicht zu kurz kommen", stellte Kennametal-Personalchef Tilo Preißer fest. Das war schon mal ein Zeichen der Entspannung.

Im Beisein des Ausbildungsleiters Ludwig Fuchs und des stellvertretenden Betriebsratsvorsitzenden Markus Grosser hieß er am Montag 18 Auszubildende willkommen, darunter 5 Mädchen. Eingesetzt werden sie an den drei Kennametal-Standorten in Vohenstrauß und Nabburg.

Ausgestattet mit einheitlicher Berufskleidung, den Schutzbrillen und Käppis, auf denen ihre Namen standen, erfuhren die Jugendlichen am ersten Tag viel Neues. Preißer wünschte ihnen Glück. Allen stünden die Türen in den verschiedenen Abteilungen offen, und Probleme könnten nur behoben werden, wenn man darüber spreche. Da Kennametal die Werkzeugpalette mit Produkten, die neu entwickelt würden, erweitere, peile der Konzern eine weitere Umsatzsteigerung an, informierte Ausbildungschef Fuchs. Dies sei der Grund für die steigende Zahl der Einstellungen, die gegenüber den Vorjahren erheblich zunehme.

Ausschließlich Zerspanungsmechaniker mit dreieinhalbjähriger Ausbildungszeit stellte das Unternehmen heuer ein. Einerseits komme das der Produkterweiterung zugute, sei aber auch Ersatz für altersbedingte Abgänge.

Besser als der Durchschnitt

"Wir dürfen und müssen unser Personal selbst ausbilden", freute sich Werkleiter Thomas Reindl über die vielen neuen Gesichter. Mit Fuchs und dessen Stellvertreter Gerhard Lobinger könnten die jungen Leute auf sehr erfahrene Ausbilder bauen. Vom Ergebnis her seien die Kennametal-Nachwuchskräfte in den zurückliegenden Jahren weitaus besser als der Kammerdurchschnitt gewesen, sagte Reindl nicht ohne Stolz. Die Neuen müssten nur mit offenen Augen durch die Welt marschieren, mit Begeisterung an die Arbeit herangehen und interessiert viele Aufgaben kennenlernen.

Gutes Fundament

Der Facharbeiterbrief nach der Lehrzeit sei ein gutes Fundament, auf dem man aufbauen könne, erklärte Reindl. "Manche bauen ein kleines Haus darauf, andere sogar einen Wolkenkratzer." Nicht selten werde ein Studium angehängt. Manager, die heute im Weltkonzern Verantwortung trügen, hätten selbst einmal wie die Jugendlichen angefangen.

Reindl riet den Neuankömmlingen: "Ihr müsst das selber beurteilen und bestimmen, wie viel Engagement ihr in euren Beruf hineinsteckt." Zunächst würden die jungen Kräfte in der Vohenstraußer Ausbildungszentrale viel feilen müssen, denn sie sollten lernen, was wichtig bei der Bearbeitung von Stahl sei. Diese Grundausbildung müssten alle durchlaufen, bevor sie im zweiten Lehrjahr alle Prozesse des Betriebs kennenlernten. Fuchs werde die Mädchen und Jungen an die Hand nehmen, zog der Werkleiter einen bildhaften Vergleich. Bei Kennametal hätten sie die Chance, etwas Vernünftiges zu lernen. Der Ausbildungsstandard sei weltweit nirgends so erstklassig wie in Deutschland. Auch das mache diese Zeit so wertvoll.

Die Berufseinsteiger sind: Lukas Preißer (Weihern), Klemens Baumann (Unteraich), Theresa Schatz (Pfreimd), Moritz Zeitler (Tännesberg), Sebastian Haberl (Wildstein), Michael Rupp (Eslarn), Marco Lehner (Heumaden), Katharina Wittmann (Atzenmühle), Fabian Irlbacher (Grub bei Moosbach). Ferner Lukas Burkhard (Pfreimd), Andrea Fraundorfer (Pfreimd), Bianca Beer (Tännesberg), Sophie Sorgenfrei (Nabburg), Tobias Sollfrank (Stein bei Pfreimd), Stefan Obermeier (Brensdorf bei Stulln), Tobias Baumann (Unteraich), Sebastian Prüfling (Nabburg) und Stefan Meier (Ziegelleite bei Fensterbach).
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