25.02.2018 - 20:00 Uhr
Vohenstrauß

Infotafel über Brückenheiligen in Waldau entworfen Nepomuk im Detail

Der Förderverein Goldene Straße entwarf für die Stadt Vohenstrauß und speziell für Waldau eine Informationstafel für Johannes von Nepomuk. Vorsitzender Rainer Christoph übergab sie an Bürgermeister Andreas Wutzlhofer und Christoph Maier von der Tourismusstelle im Rathaus der Stadt. Aufgestellt wird sie, wenn die Frostperiode zu Ende ist.

Eine Nepomuktafel wird das Umfeld der Nepomuk Kirche in Waldau bereichern. Die Finanzierung der Tafel übernehmen die Stadt Vohenstrauß und der Naturpark Nördlicher Oberpfälzer Wald. Bild: cr
von Rainer ChristophProfil

Nach dem Erfolg der Nepomukführungen im Jubiläumsjahr Karl IV. in den Kirchen Waldau, Waldeck und Letzau 2015/16 entstanden die Idee und die Grundform der Tafel. Für Waldau wurde das Gedicht von Rainer Maria Rilke ausgewählt. Über den Prager Brückenheiligen schrieb er in seinem Gedicht: "Große Heilige und kleine feiert jegliche Gemeine; hölzern und von Steine feine, große Heilige und kleine (...) Aber diese Nepomuken! Von des Torgangs Luken gucken und auf allen Brucken spuken lauter, lauter Nepomuken!"

Die Nepomukverehrung in Bayern erfolgte bald nach seiner Heiligsprechung am 19. März 1729 durch Papst Benedikt XIII. und breitete sich im frühen 18. Jahrhundert aus. Bis zum heutigen Tage steht der Heilige Johannes Nepomuk auf den Brücken und Flussübergängen, oder in den Kirchen, nicht selten sogar am Hochaltar. Die Tafel gibt Auskunft über die wichtigsten Daten des Heiligen und wird in der Nähe der Filialkirche St. Johannes von Nepomuk in Waldau einen Platz bekommen.

Diese wurde 1912 im neubarocken Stil neben der Burg Waldau erbaut. Bedeutend sind die böhmisch-oberpfälzischen Akanthusaltäre aus der alten Burgkirche gleich nebenan. Die Burg Waldau/Waldow war das Stammhaus der Familie. Sie gehörte zum Uradel im Nordgau. Kaiser Karl IV. setzte im 14. Jahrhundert die Familie Waldow in Brandenburg in wichtigen Ämtern ein.

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