Akteure beim Volksmusikabend in Vohenstrauß begeistern Zuhörer mit flotten Klängen
Herzhaft und mit viel Schwung

Den Zoigl-Express mit Johannes Wagner, Richard Wagner und Norbert Fiedler hat die tschechische Sängerin Jana verstärkt. Bilder: dob (2)
Lokales
Vohenstrauß
12.06.2012
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Mit einem Volksmusikabend hat die Stadt die Feierlichkeiten "100 Jahre Wiedererhebung zur Stadt" fortgesetzt. Der unvergessliche Abend in der Stadthalle übertraf alle Erwartungen der Organisatoren, auch was die Besucherzahlen anbelangte.

Alle Musikanten spielten auf, dass es nur so eine Freude war und gestalteten ihre Darbietungen frisch und abwechslungsreich. Herzhaft, schwungvoll und schmissig eröffneten den Abend "Die Straßenmusikanten" mit der "Lottchen"-Polka.

Außergewöhnliches Talent

Sein außergewöhnliches Talent, die Musikgruppen professionell anzukündigen und zwischendurch für Erheiterung zu sorgen, bewies wieder einmal der in der Volksmusikszene bekannte Karl-Heinz Deisinger aus Weiden.

Am dritten Tag des Stadtjubiläums in Folge freue er sich riesig über den großartigen Besuch, ließ Bürgermeister Andreas Wutzlhofer wissen, der auch die Freunde aus Moncoutant mit Marie-France Barbarit an der Spitze im Saal willkommen hieß. "Mit stolz geschwellter Brust" dürften die Stadtbewohner hier im Saal sitzen, meinte Deisinger zu Beginn, denn immerhin sei Vohenstrauß die größte Stadt im Landkreis Neustadt/WN. Nach mehreren Polkas der "Straßenmusikanten" unter Leitung von Johannes Gruber folgte die Gruppe "Blecherne Sait'n". Ingrid und Franz Gericke sowie Karl Schatz, alle aus Schnaittenbach, lösten Begeisterung aus.
Wie stimmig Basstuba, Gitarre und Zither klingen können, zeigten die Musikanten sogleich beim "Grüß Gott du alte Hütt'n". Aus beruflichen Gründen war das Ehepaar von 2005 bis 2008 in den USA. "Ich glaube, die wollten denen da drüben eine musikalische Bewusstseinserweiterung bringen", scherzte Deisinger.

Witzig, bissig und ein bisserl derb stimmte die Gruppe "I hob a Mordsdrumm Wamp'n" an und nahm sich dabei wohl selbst am meisten auf den Arm.

Schnell spielte sich im Anschluss der Zoigl-Express mit Richard Wagner in den Vordergrund. Mit der tschechischen Sängerin Jana und ihrer Ukulele hatten Johannes Wagner, Richard Wagner und Norbert Fiedler weibliche Verstärkung in ihren Reihen.

"Mein bester Freund die Musik", ein slowenischer Bauerntanz, "As Bummerl" oder "Die kleine Kneipe", die Richard Wagner eigens für seinen Freund und Musikerkollegen Horst Peugler umgeschrieben hatte, riefen Erinnerungen an frühere Zeiten wach.

Die "Zupfer Moidln" aus Neustadt/WN, unter anderem Kulturpreisträger der Hanns-Seidel-Stiftung, begleitete Andreas Wach aus Weiden mit der Diatonischen. Harmonisch setzten sie Impulse mit ihrem Gesang und brachten echte überlieferte Volkslieder mit.
Ihre Wortgewandtheit ließen sie beim "Wann i abends vo der Kneip' hoamgeh" aufblitzen. Mit ihrem fein abgestimmten Gesang begeisterten sie die Zuhörer und verdeutlichten, dass sie in der Region durchaus zur Creme de la Creme dieses Genres gehören.

Echt und unverfälscht

Den Schlussakkord des ersten Teils setzten "De drei Andern" aus Burglengenfeld. Uschi, Franz und Bettina Rappl glänzten mit bodenständiger und unverfälschter Volksmusik. "Tausch ma's aus", mit diesem in ganz Altbayern bekannten Couplet, das sich bis ins Jahr 1920 zurückverfolgen lässt, sangen sie sich in die Herzen des Publikums.

Matthias Nickl vom Faschingsverein sorgte für den guten Ton an diesem Abend und erhielt dafür ein Extralob.
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