Dekan Alexander Hösl zelebriert Festgottesdienst zum Florianstag
Helfer vor Gefahren schützen

Die sieben Ortsfeuerwehren der Großgemeinde Vohenstrauß gedachten am Samstag in einem Gottesdienst in der Stadtpfarrkirche dem Heiligen Florian, ihrem Schutzpatron. Vom Rathausvorplatz marschierten die Teilnehmer mit musikalischer Begleitung der Roggensteiner Blaskapelle zum Kirchplatz. Bild: dob
Lokales
Vohenstrauß
06.05.2013
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Mit einem Standkonzert vor dem Rathaus eröffnete die Jugendblaskapelle Roggenstein am Samstag den Florianstag. Dazu waren am Namensfest des Heiligen alle sieben Wehren der Großgemeinde zusammengekommen.

Den Zug führte Bürgermeister Andreas Wutzlhofer in Uniform als oberster Dienstherr an. Mit Fahnen und Standarten kamen unter den Orgelklängen, die Jonas Kick von der Empore schickte, die Feuerwehrleute ins Gotteshaus. "Die größten Beispiele von einem Leben in der vollkommenen Nachfolge Christi ist das Leben der Heiligen", sagte Dekan Alexander Hösl. "Sie haben ihr Leben aus Liebe gelebt und wegen dieser Liebe waren sie bereit, ihr Leben für Gott und für die Mitmenschen zu riskieren".

Ein Beispiel dieser hingebenden Liebe sähen die Gottesdienstbesucher im heiligen Florian. "Mit starkem Glauben hat er seine Liebe für Jesus und seine Mitchristen bezeugt. Weil er mutig seinen Glauben und seine Liebe bekannt hat, musste er einen Märtyrertod am 4. Mai 304 erleiden". Hösl bat um die Fürsprache des Heiligen in allen Einsätzen der Feuerwehr, für ihren Dienst, dem sie sich liebevoll und mutig zu leisten verpflichtet haben.

Stete Bereitschaft

Lektorin Evi Gleixner trug die Lesungen vor. "Worte der Liebe und des Friedens, wirkmächtige Worte das sind die Botschaften, die heute aus allen Texten dieses Tages entgegen leuchten", führte Dekan Hösl aus. "Frieden hinterlasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch" - wie oft wurde diese Formel in Gottesdiensten schon gehört? Das Evangelium erinnere alle an den Kontext, in dem sie gesprochen wurden. Jesus wollte seinen Jüngern unbedingt die Botschaft des Friedens und der Liebe mit auf dem Weg geben. "Seid stets bereit", mahnte der Apostel Petrus in einem seiner Briefe.
Diese Mahnung habe heute noch genauso Gültigkeit. Deswegen müssten Christen immer bereit sein, Menschen in Not und Gefahr zu helfen. "Wir leben in einer Welt, die durch Gefahren immer auch bedroht ist", unterstrich der Geistliche.

"Wer Licht in die Welt bringen will, wird Elektriker oder Priester. Wer die Herzen der Menschen öffnen will, wird Chirurg oder Priester. Wer Menschen Kraft geben will, wird Fitness-Trainer oder Priester." Dekan Hösl erweiterte seine Ausführungen: "Wer Feuer des Hasses durch das Wasser der Barmherzigkeit löschen will, oder Menschen von Gefahr des Wassers dieser Welt durch das Feuer der Liebe Gottes retten und ihnen die Wärme geben will, wird ein Feuerwehrmann."

Die Feuerwehrleute seien fasziniert von diesem Dienst für die Mitmenschen und sie seien immer in Bereitschaft. "Wenn die Sirenen heulen sind sie bereit. Sie riskieren ihr Leben, um Mitmenschen zu helfen". Diese Begeisterung und das Engagement sollten jedoch nicht nur im Bereich der weltlichen Gefahr begrenzt bleiben, appellierte Stadtpfarrer Hösl. "Die Menschen brauchen dringend Hilfe, von ihrer Einsamkeit, von ihrer inneren Kälte und Dunkelheit, herauszukommen".

Bitte um Sicherheit

Schließlich wünschte der Geistliche: "Möge der Herr sie alle reichlich segnen und ihr Leben vor Gefahren schützen". In den Fürbitten, die Feuerwehrmann Johann Wiesent von der Ortsteilwehr Waldau vortrug, baten die Gottesdienstbesucher ebenfalls den Schutzpatron, um die Bewohner vor Feuersnot, Verkehrsunfällen und allen Katastrophen und die Einsatzkräfte bei ihrem Tun zu schützen.
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