Feuerwehr-Nachwuchs hetzt bei Ausbildungswochenende von Einsatz zu Einsatz
Schnelle Rettung für Paul

Lokales
Vohenstrauß
25.08.2014
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Schrecklicher Unfall: Auf dem landwirtschaftlichen Anwesen von Kreisbrandmeister Martin Weig rutschte ein Helfer bei Arbeiten unter einen Schlepper und war eingeklemmt. Das schreckliche Szenario entpuppte sich als Großübung der Feuerwehrjugend. Sie absolvierte ein Ausbildungswochenende.

Immerhin war es das zehnte Wochenende dieser Art in Folge. Im Ernstfall könnten sich die Unfallopfer schon auf die Mithilfe der heranwachsenden Rettungskräfte verlassen. Zu verdanken ist das den Jugendwarten Thomas Beierl, Anton Schwägerl und Matthias Neumann, die die Jugendlichen in Rekordzeit mit praktischen Übungen für den Ernstfall trimmen.

Essen gestört

Die Ausbilder ließen die Teilnehmer mit fiktiven Alarmierungen kaum zur Ruhe kommen. Mit Sack und Pack waren die Nachwuchskräfte ins Gerätehaus eingerückt und hatten sich für drei Tage eingerichtet. Gerätschaften kennenlernen, die Kameradschaft pflegen, aber auch ernste Situationen begreifen lernen, diesen Nutzen sollten die Jugendlichen aus dem Wochenende ziehen.

Schon während des ersten Abendessens ertönte der Alarm. In Zusammenarbeit mit der Jugendfeuerwehr aus Oberlind bekämpften die Nachwuchs-Einsatzkräfte einen Großbrand. Das Zusammenspiel der beiden Wehren funktionierte einwandfrei. Wenn der Brand gelöscht ist, beginnt für die Feuerwehren die Aufräumarbeit. Die Einsatzwagen müssen neu bestückt werden, nichts darf fehlen. Genau prüften die Jugendlichen alle Details.

Damit die Mädchen und Jungen etwas Kräfte sammeln konnten, standen zur Abwechslung Volleyball oder Fußball auf dem Programm. Schon gegen 23 Uhr wartete der nächste Einsatz auf die Truppe. Am Fuchssteinach war eine mehrere Hundert Meter lange "Ölspur" von einem Passanten entdeckt worden. Mit Ölbindemittel und Besen rückten die jungen Feuerwehrleute an. Todmüde fielen die Jugendlichen nach ihrer Rückkehr im Gerätehaus in ihre Schlafsäcke.

Anscheinend waren sie sofort im Tiefschlaf, den Patrick Gebert erlaubte sich einen Scherz und bemalte einen schlafenden Anwärter mit Schuhcreme. Nach einer kurzen Nacht rückten die Helfer mit Steckleiter und Rollgliss aus, denn auf dem Grundstück bei Anton Schwägerl im Baugebiet West III war ein Arbeiter in einen Abwasserschacht gestürzt . Mit Fingerspitzengefühl retteten die Jugendlichen den Verunglückten, die Übungspuppe Paul, aus dem vier Meter tiefen Loch.

Fast ertrunken

Dazwischen traf überraschenderweise echter Alarm über die Funkwecker ein. Diesmal war wirklich eine Ölspur an der Schöferkreuzung zu beseitigen. Die Jugendlichen packten gleich mit zu. Das nächste Einsatzabenteuer ließ nicht lange auf sich warten. Im Bursweiher war ein Badegast untergegangen. Per Schlauchboot retteten die Aktiven den Mann vor dem Ertrinken. Beim nächsten Alarm war es ein Verkehrsunfall mit zwei eingeklemmten Personen. Rettungsspreizer und Rettungsschere leisteten beim vorsichtigen Öffnen des deformierten Wracks gute Dienste. Schnell begriffen aber die Jugendlichen, dass die Geräte nur ihre Leistung bringen, wenn sie richtig angesetzt werden. Beim letzten Ausrücken beschäftigte den Feuerwehrnachwuchs stinkende Gülle, die in einen Bach gelaufen war.

Die Ausbilder waren vollauf zufrieden mit ihren Schützlingen. "Sie haben mit viel Einsatzwillen das Wochenende gemeistert", lobten sie den Nachwuchs. Anerkennung gab es auch für Feuerwehrfrau Brigitte Süß für die Verpflegung. .
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