03.09.2014 - 00:00 Uhr
VohenstraußOberpfalz

Hypo-Vereinsbank verlässt Ende Oktober die ehemalige Kreisstadt - Geldautomat bleibt vorerst Aus nach rund 60 Jahren

Die Geschichte der Hypo-Vereinsbank in der ehemaligen Kreisstadt endet am 31. Oktober. Nach etlichen Jahrzehnten zieht sich das Geldinstitut aus der ehemaligen Kreisstadt zurück - eine große Überraschung war es für die Vohenstraußer aber nicht.

Eine kaputte Straßenlampe spricht Bände: In der Hypo-Vereinsbank-Filiale gehen am 31. Oktober die Lichter aus. Die drei Angestellte kommen nach Weiden, ein Geldautomat und Auszugsdrucker bleibt bis auf weiteres erhalten. Bild: tss
von Christine Walbert Kontakt Profil

Zweiter Bürgermeister Uli Münchmeier sprang am Mittwoch mit einer Stellungnahme zum Aus der Vohenstraußer Filiale für Andreas Wutzlhofer in die Bresche, da der Rathauschef den ganzen Tag in Stríbro weilte. Münchmeier: "Wir haben aufgrund der Presseberichte schon fast damit gerechnet, dass Vohenstrauß von den Schließungen betroffen sein wird, da es sich um eine der kleineren Filialen handelt."

"Uns tut es natürlich für die Mitarbeiter und die Kunden leid. Nach unseren Erkenntnissen läuft der Mietvertrag noch bis Ende 2015. Solange bleibt die Außenwirkung des Gebäudes und auch der Geldautomat erhalten", erklärt der stellvertretende Bürgermeister.

So könne man zumindest für das kommende Jahr noch nicht von einem weiteren Leerstand sprechen. Nach der Schließung der Filiale der Bäckerei Brunner am unteren Markplatz sei das aber trotzdem eine weitere schlechte Nachricht für die Stadt.

Heute Thema im Stadtrat

Der Stadtrat werde sich heute in seiner Sitzung vermutlich mit dem Thema beschäftigen. "Sicher werden wir versuchen, mit der Bankzentrale Kontakt aufzunehmen. Aber ich bezweifle, dass wir als Kommune auf die Entscheidung des Konzerns Einfluss nehmen können", meint der stellvertretende Bürgermeister. Auch die Mandatsträger der verschiedenen Parteien werde man in diesem Fall einschalten.

Münchmeier sieht den Grund für das Aus der Filiale in der Konzentration des Unternehmens auf das Online-Banking. Mit dem Engagement des Personals habe diese Entscheidung aber offensichtlich nichts zu tun: "Die Leute, die da drin sind, können bestimmt nichts dafür." Wie berichtet, sind drei Angestellte betroffen. Die Gründe für den Rückzug sind "die gleichen wie bundesweit", erklärte Hypo-Pressesprecher Ralf Horak: die stark gesunkene Kundenfrequenz und die geänderten Kundengewohnheiten in Zeiten des Internets. Es gehe um eine "Neuausrichtung der Bank".

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