Musikinitiative Vohenstrauß ist auf gutem Weg - Suche nach Verstärkung und fester Lokalität
Bands aus der Region fördern

Vorsitzender Hannes Gilch und Stellvertreterin Theresa Pflaum. Bild: tss
Lokales
Vohenstrauß
29.08.2014
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Die Musikinitiative Vohenstrauß hat sich in den sechs Jahren seit ihrer Gründung nicht nur als Konzertveranstalter etabliert. Das Konzept, hiesige Bands zu fördern und Musik in die Region zu bringen, geht auf. Das Engagement beschränkt sich dabei nicht nur auf die ehemalige Kreisstadt. Erst kürzlich gab es ein gemeinsames Projekt mit der Regionalbibliothek in Weiden.

Rund 20 junge Leute haben den Verein im Oktober 2008 aus der Taufe gehoben. Mittlerweile sind es über 50 Mitglieder, informierten Vorsitzender Hannes Gilch und seine Stellvertreterin Theresa Pflaum in einem Pressegespräch am Freitag. "Begonnen hatte alles mit Veranstaltungen ohne Livemusik, um bekannt zu werden, ein Image zu prägen und einen finanziellen Hintergrund zu bekommen", erklärt Gilch.

Bis 2013 ermöglichte die Musikinitiative 15 Bands Auftritte in Vohenstrauß. Heuer waren es bisher 10 Gruppen, inklusive des Termins in Weiden. Dabei stand die Organisation 2011 schon kurz vor dem Aus, wenn Gilch sich nicht bereiterklärt hätte, den Vorsitz zu übernehmen.

Fast 30 Bands sind auf der Homepage des Vereins vertreten. Sie kommen aus Burglengenfeld, Nürnberg, Regensburg, Theisseil, Vohenstrauß, Weiden oder Windischeschenbach. "Wir haben alle aufgelistet, die schon einmal hier gespielt haben oder deren Musiker bei uns Mitglieder sind", erläutert der Vorsitzende.

Plattform für Newcomer

Oft sind es Newcomer-Combos, denen die Musikinitiative eine Plattform bietet. "Die Bands sind froh, dass sie spielen dürfen", sagt Pflaum. "Sie wissen, worauf sie sich einlassen, denn wir sind ein gemeinnütziger Verein", ergänzt Gilch. Wenn überhaupt, dann gibt es Beschwerden höchstens wegen der technischen Ausstattung bei Konzerten.

Die Verantwortlichen sind aber bemüht, mit geringem Aufwand das Beste zu erreichen, da alles ehrenamtlich abläuft. "Mich überrascht immer wieder, was die Aktiven alles herausholen", weiß Gilch. Seit der Gründung hat es stets eine gewisse Fluktuation an engagierten Mitgliedern gegeben, es kommen aber immer wieder neue Helfer hinzu.

Wie viele andere Vereine auch ist die Musikinitiative auf der Suche nach Verstärkung. "Wir müssten mehr Mitgliederwerbung machen", räumt Pflaum ein. Einschlägige Kanäle im Internet steigern zwar den Bekanntheitsgrad. "In einer Stadt wie Vohenstrauß ist es aber effektiver, bei Veranstaltungen auf die Leute zuzugehen und sie anzusprechen", weiß Gilch.

Drei Veranstaltungen will die Musikinitiative etablieren, sie stehen auch 2015 wieder auf dem Programm: Springbeat beim Frühlingsfest, das Beachvolleyballturnier zusammen mit dem TV und Bauch-Beine-Pogo. Letztere Konzertreihe geht aus Mangel an Lokalitäten im Fitness-Studio über die Bühne.

"Win-win-Situation"

Denn trotz der hervorragenden Zusammenarbeit mit der Kommune, die den Rathaussaal, den Generationenpark oder die Stadthalle für Konzerte zur Verfügung stellt beziehungsweise stellen würde, wünschen sich Gilch und Pflaum einen festen Ort für die Veranstaltungen. "Es ist ja für beide Seiten eine Win-win-Situation: Die Stadt profitiert schließlich davon, wenn etwas los ist und wenn die jungen Leute in der Heimat bleiben", meint der Medientechnik-Student.

Etwas bedauerlich findet es Gilch, "dass es zurzeit in Vohenstrauß keine neuen Bands gibt, obwohl viele Jugendliche ein Instrument spielen; in Neunburg vorm Wald ist die Situation da anders". Für die Musikinitiative gibt es also weiterhin genügend zu tun.
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