Verein "Hoffnung für Menschen" nimmt 213 571,42 Euro Spenden für Hilfsprojekte in Indien ein
"Kinder erhalten ein neues Leben"

Menschen in Südindien bekommen durch die Unterstützung des Vereins "Hoffnung für Menschen" sehr gute Lebensperspektiven und schöpfen Mut für ihre Zukunft. Bild: dob
Lokales
Vohenstrauß
16.04.2013
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Knapp 200 000 Euro hat der Verein "Hoffnung für Menschen" im abgelaufenen Jahr in Hilfsprojekte in Südindien fließen lassen. "Umgerechnet sind das 14 Millionen indische Rupies", rechnete Vorsitzender Thomas Ebnet bei der Jahreshauptversammlung im Gasthaus "Drei Lilien" vor.

Diese unglaubliche Summe spendeten Menschen aus der Region für die Ärmsten der Armen in Indien, der Heimat des Bischöflich Geistlichen Rates Antony Soosai aus Neukirchen zu St. Christoph. Die aktuell 153 Mitglieder wollen im wahrsten Sinne des Wortes "Hoffnung für Menschen" sein und sie tun dies mit Zielstrebigkeit, Ausdauer und viel Liebe, wie die Berichte an diesem Abend eindrucksvoll zeigten.

Besuch im Süden

Erst im Frühjahr besuchten wieder etliche Mitglieder und Sponsoren - natürlich auf eigene Kosten - das Gebiet im Süden Indiens. Die Besucher konnten sich mit eigenen Augen davon überzeugen, wie die Menschen dort von der Hilfe aus der Oberpfalz profitieren und Menschlichkeit und Lebensfreude einziehen lassen. "

Unsere Motivation sind Kinder und Bedürftige in Indien", erklärte Thomas Ebnet. Unterstützt werden derzeit 227 Kinderpatenschaften, 99 Familien, 149 Jugendliche erhalten Studienbeihilfen und 88 Kinderdorfpatenschaften bestehen.

Zusammen sind das 569 Hilfsprojekte,. "Familien, in denen Jugendliche beim Studieren unterstützt wurden, brauchen mittlerweile keine Hilfe mehr, da sie selbst für ihre Familien sorgen können", berichtete Ebnet. Allein die positive schulische Entwicklung und vor allem die Persönlichkeitsentwicklung der Kinder und deren Zukunftsperspektiven sind erstaunlich.
Das Herzensprojekt der Mitglieder bleiben die Kinderdorf-Patenschaften. Ebnet dankte allen Helfern, die mit ihm die unglaublichen Spendensummen auftreiben, sammeln und an die Menschen dort weitergeben. "Die Spenden kommen zu 100 Prozent an."

Schatzmeisterin Sandra Steiner listete die Großprojekte auf. 80 000 Euro flossen in die Patenschaften, 25 000 Euro in die Hausbauprojekte, 20 000 Euro in den zweiten Bauabschnitt des Schulhausbaus in Arockiapuram. Weitere 15 000 Euro gingen an ein Waisenhaus und die gleiche Summe leistete der Verein als Studienbeihilfe. 14 500 Euro erhielten die Kinderdörfer und 7500 Euro die Slums in Nagercoil.

Dort herrsche beklemmende Armut. Die Menschen wohnen in Baracken oder unter Plastikplanen - ohne fließendes Wasser. Hier setzt der Verein an. Weitere Gelder fließen in die Existenzhilfsprojekte wie Milchkühe für arme und bedürftige Familien und sonstige Kleinprojekte wie Reismühlen und Nähmaschinen oder in die Muschelkettenproduktion.
Jeder Einzelne, der dort unterstützt wird, sei dem Verein namentlich mit persönlichen Angaben bekannt, berichtete Ebnet weiter. "Besser kann es nicht sein." Die Mitstreiter investieren Geld in Wasseraufbereitungsanlagen und Solarzellen für die Lichtversorgung.

Um auf den Verein und die Hilfe dort aufmerksam zu machen, organisieren sie unzählige Veranstaltungen, Benefizkonzerte, indische Abende oder verkaufen Kalender, die vor allem Pfarrer Soosai vertreibt. Angelika Taube kümmere sich beispielhaft um die Homepage und Maria Schmid um die Kalendererstellung.

Korrekte Kasse

Helga Kick, Erna Stiebitz und Maria Schötz erhielten Beifall für die Aktion Druckerpatronen. Insgesamt nahm der Verein im Jahr 2012 die Summe von 213 571,42 Euro Spenden ein. "Die Kinder erhalten ein neues Leben und haben Chancen", gab Ebnet erneut als Ziel aus. Für die korrekte Kassenführung dankte Rudi Winter der Schatzmeisterin.

Schließlich berichtete Monika Wittmann aus Neustadt/WN, die erstmals die Reise nach Indien antrat, über ihre Eindrücke, Erlebnisse und Gefühle, die sie mit nach Hause brachte. Sie dankte für die professionelle Hilfe des Vereins.
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