11.10.2017 - 16:28 Uhr
VohenstraußOberpfalz

Bürgerversammlung in Böhmischbruck Neue Heimat für Krieger und Soldaten

Die Krieger- und Soldatenkameradschaft Böhmischbruck hat ein neues Vereinsheim. Bei der Standortfrage stellt sich die Untere Naturschutzbehörde zwar zunächst quer, doch nun gibt es einen Kompromiss.

In unmittelbarer Nähe zur Festwiese der Krieger- und Soldatenkameradschaft wollen die Mitglieder eine Holzhütte errichten, die sie von einem Unternehmer in Vohenstrauß zum Selbstabbau bekommen haben. Bild: dob
von Elisabeth DobmayerProfil

Böhmischbruck. Nachdem durch den Eigenheim-Neubau der Firma Grieb auf dem Grundstück an der Kößlmühlstraße ein Gartenhaus aus Holz übrig war, ergriffen die Mitglieder der Krieger- und Soldatenkameradschaft die Chance und bauten es ab, um es später auf der "Festwiese" an der Pfreimd wieder aufzubauen. Sachbearbeiterin Ingeborg Roßmann von der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises konnte sich jedoch mit diesem Ansinnen so nah an der Pfreimd nicht anfreunden und stellte sich quer.

Ein Ortstermin wurde anberaumt und mit dem unmittelbar benachbarten Areal auf dem jetzigen Containerstellplatz ein guter Kompromiss für den Vereinsheim-Standort gefunden. Die dortige Schmutzwasserleitung sei bereits teilweise von den Mitgliedern zurückgebaut worden, sagte Bürgermeister Andreas Wutzlhofer in der Bürgerversammlung im Pfarrheim.

Kein Kahlschlag

In der nichtöffentlichen Stadtratssitzung fasste das Gremium zwar Anfang Oktober bezüglich der Nutzung durch die Krieger- und Soldatenkameradschaft einen Beschluss, jedoch sei die Geheimhaltung noch nicht aufgehoben, und so könne er noch nicht näher auf die weitere Planung mit diesem Grundstück eingehen. Derzeit läuft der Bauantrag, über den in der nächsten Bauausschuss-Sitzung beraten werde.

Junglandwirt Johannes Frischholz forderte die Stadt auf, entlang des Feriendorfs "Maximilianshof" an der Kleinschwandner Straße bis zum Beginn des Schotterwegs die Büsche zurückzuschneiden. Seine Lohnunternehmer weigerten sich schon, ihre Ladungen mit Netzen abzudecken, da diese durch die herabhängenden Bäume aufgerissen werden.

Für "normale" landwirtschaftliche Fahrzeuge reiche die Durchfahrtshöhe von vier Metern durchaus, meinte Außendienstleiter Karl Frey. Er habe sich aber schon mit der Unteren Naturschutzbehörde kurzgeschlossen, um die Büsche und Bäume in diesem Gebiet auslichten zu dürfen. "Es darf jedoch keinen Kahlschlag geben."

Frischholz bot an, diese Arbeiten in Eigenregie zu übernehmen. "Das soll kein Problem sein", entgegnete Frey. Ein weiteres Anliegen brachte Frischholz mit der kaputten Leitplanke von der Wastlmühle in Richtung Kreisstraße vor. Außerdem gehöre sich in diesem Bereich das Bankett erneuert.

Esche mit viel Totholz

Gegenüber des Anwesens Bartl in Altentreswitz sei eine Eiche abgestorben, sagte Martin Busch. Auch er bekam grünes Licht, den Baum in Eigenregie abzusägen. Den Vollausbau des Hütbrunnenwegs in Vohenstrauß sähe Frischholz lieber noch breiter als vorgesehen. Standardmäßig seien die meisten landwirtschaftlichen Fahrzeuge mittlerweile drei Meter breit. Die geplanten 5,50 Meter seien zu wenig. Mindestens einen halben Meter sollte die Stadt mehr einplanen, um Bankettbefahrungen durch Traktoren zu vermeiden. Wutzlhofer erteilte diesem Ansinnen eine Absage, denn da spiele die Untere Naturschutzbehörde nie mit.

Die Esche am Dorfplatz in Altentreswitz trage viel Totholz, das für Kinder gefährlich werden könnte, erklärte Ortssprecher Andreas Ogarek. Dieser Baum sei bereits überprüft und als krank befunden worden. Deshalb werde er abgesägt, sagte Frey. Außerdem sprach Ogarek einen abgesenkten Kanaldeckel beim Anwesen Feiler in Altentreswitz an.

In Kößing bemängelte er ausgewaschene Muldensteine beim Anwesen Biegerl, die neu ausgefugt gehörten. "Das ist auch Anliegersache", entgegnete Frey. Die Trinkwasserversorgung in der Großgemeinde ging Hans Kurzka durch den Kopf. Doch Wutzlhofer konnte ihn beruhigen. Zusätzliche Optionen bei der Steinwaldgruppe könnten bald abgerufen werden. Zu der bisherigen Menge von 210 000 Kubikmetern habe die Stadt weitere 90 000 beantragt.

Aus dem Brauchwasserhydranten in Altentreswitz komme laut Michael Meier zu wenig Wasser. Eventuell sei die Leitung verstopft, mutmaßte er. Auch darum werde sich der Außendienstleiter mit seinen Bauhofleuten kümmern. Michael Biegerl war enttäuscht, dass ein Wanderweg bei Kößing von einem Holzprozessor im Staatsforst übel zugerichtet wurde, so dass er nicht mehr begehbar sei.

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