Es läuft rund im Vohenstraußer Stadtverkehr
Keine Kreislaufprobleme

Der Kreisverkehr an der Waidhauser- und Böhmischbrucker Straße ist seit einigen Wochen um einen Anschluss-Ast reicher. Für die Zufahrt zum Rewe-Markt (links) musste der Kreisel erweitert werden. Bislang läuft der Verkehr rundum gut. Unfälle sind nicht zu beklagen. Bild: bey
Politik
Vohenstrauß
08.09.2017
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Es läuft rund am Kreisverkehr an der Waidhauser/Böhmischbrucker Straße. Der Stadtrat widmet am Donnerstag den neuen Anschluss-Ast, der zur Anbindung des Rewe-Markts gebaut wurde, als Ortsstraße. Bei den Anfragen kommt am Ende der Sitzung ein elektrisierendes Thema zur Sprache.

In der Sitzung bringt Bürgermeister Andreas Wutzlhofer die Formalität schnell über die Bühne. Die Stadt habe sich verpflichtet, auf Dauer die Straßenbaulast für diesen fünften Anschluss-Ast zu tragen. Diese Verpflichtung sei zwar weitestgehend auf den Grundstückseigentümer übertragen worden. Trotzdem handle es sich um eine öffentliche Ortsstraße. Einstimmig beschloss das Gremium, die neu gewidmete Straße in das Bestandsverzeichnis für Gemeindestraßen der Stadt einzutragen. Die Räum- und Streupflicht liege beim Betreiber des Supermarkts.

Wie Martin Zehent, Dienststellenleiter der Polizeiinspektion Vohenstrauß, am Freitag auf Anfrage erklärte, habe es seit der Errichtung des fünften Anschluss-Astes am Kreisverkehr bislang keinerlei verkehrstechnischen Schwierigkeiten gegeben: "Keinen einzigen Unfall oder anderweitige Probleme, nicht einmal am Tag der Markt-Eröffnung gab es irgendwelche Meldungen."

Rat bleibt bei Forderung

Nicht zufrieden ist der Stadtrat mit dem Entwurf zur Änderung des Regionalplans Region Oberpfalz-Nord. Im Februar hatte sich das Gremium mit der Neufassung des Kapitels "Verkehr" beschäftigt und einen "bedarfsgerechten Aus- und Umbau zur Verbesserung der Straßenverbindung (St 2181) von Altenstadt bei Vohenstrauß über Waldthurn und Floß bis Plößberg" gefordert.

Diese Forderung begründete der Stadtrat mit der enormen Verkehrsbelastung dieser Strecke durch Baumtransporter und andere Schwerlastfahrzeuge. Der Zustand und die überaus enge Straßenführung würden nicht nur im Begegnungsverkehr eine Gefährdung des öffentlichen Verkehrs darstellen. Mit den Gemeinden Waldthurn, Floß und Plößberg sprach sich Vohenstrauß dafür aus, den Neuausbau der St 2181 im Straßenbauplan in die Dringlichkeitsstufe 1 aufzunehmen.

In dem Entwurf heißt es aber nun: "Die Verkehrsverhältnisse im südlichen Landkreis Tirschenreuth und dem östlichen Landkreis Neustadt/WN sind zu verbessern." Diese Formulierung geht dem Stadtrat nicht weit genug. Sämtliche Ratsmitglieder stimmten dafür, dass die konkrete Forderung nach einem "bedarfsgerechten Aus- und Umbau" anzustreben ist.

Martin Gleixner nahm zum Thema E-Tankstelle nach einem Artikel im "Neuen Tag" kurz Stellung. Die von zwei E-Auto-Fahreren geäußerte Kritik könne man so nicht stehenlassen. "Dass wir uns vorher nicht informiert hätten, kann man so nicht stehenlassen. Wir haben uns sehr wohl informiert und uns bewusst für dieses Angebot entschieden. Bei anderen Anbietern hätten wir alleine für die Säule 15 000 Euro zahlen müssen." Außerdem habe die Stadt keinen Einfluss auf den Preis. Das sei allein Sache des Anbieters.

Standort gut gewählt

Auch der im Artikel beanstandete Standort könne keineswegs als ungünstig betitelt werden: "Wir wollten schon einen Platz in der Stadt." Schließlich sei die E-Tankstelle grundsätzlich nicht für die Vohenstraußer errichtet worden, sondern für durchreisende Auswärtige, die sich dann die Zeit in der Stadt vertreiben können. Wutzlhofer gab in der Diskussion nochmals offen zu, dass ihn der hohe Preis pro Kilowattstunde durchaus überrascht habe. Auch zweiter Bürgermeister Uli Münchmeier bestätigte, dass man vielleicht noch einmal überlegt hätte, wenn eine Preisangabe im Vertrag aufgetaucht wäre. Entscheidungsgrundlage, so Wutzlhofer, sei die kostenlose Errichtung und der kostenlose Service gewesen. Der Rathauschef war vom "Rundumpaket" der Bayernwerk AG überzeugt. Außerdem gab es vom Landkreis einen Zuschuss von 2000 Euro. Allein der Kritikpunkt von Lothar Danzl, das Display sei viel zu groß, sei laut Wutzlhofer ein Beleg dafür, dass er es wohl "bewusst darauf abgesehen hatte, alles schlecht zu reden."

BürgerversammlungenDemnächst stehen wieder die Bürgerversammlungen in der Großgemeinde Vohenstrauß an. Die Termine im einzelnen: Roggenstein : Montag, 25. September, 19.30 Uhr, im Feuerwehrhaus. Altenstadt : Dienstag, 26. September, 19.30 Uhr, im Gasthaus Schloßwirt. Kaimling : Mittwoch, 27. September, 19.30 Uhr, im Gasthaus Zum Förster. Waldau : Donnerstag, 28. September, 19.30 Uhr, im Gasthaus Zilbauer. Oberlind : Mittwoch, 4. Oktober, 19.30 Uhr, im Gasthaus Anzer. Böhmischbruck : Montag, 9. Oktober, 19.30 Uhr, im Pfarrheim. Vohenstrauß : Dienstag, 10. Oktober, 19 Uhr, im Rathaus, großer Sitzungssaal (2. Stock). (ck)
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