10.09.2017 - 20:00 Uhr
VohenstraußOberpfalz

Jahresbilanz von Wasserwerk und Photovoltaik in Vohenstrauß Sonne springt Wasser zur Seite

Während das Wasserwerk der Stadt Vohenstrauß einmal mehr Verluste macht, kann die Photovoltaikanlage mit guten Erträgen glänzen. In der Stadtratssitzung am Donnerstag kommt die Bilanz auf den Tisch.

von Christine Walbert Kontakt Profil

Die Jahresbilanz 2016 von Wasserwerk und Photovoltaik der Stadt birgt laut Johann Balk keine großen Überraschungen. Der Bauamtsleiter stellte am Donnerstag in der Stadtratssitzung die entsprechenden Zahlen dazu vor. Der Jahresverlust beim Wasserwerk beträgt demnach 28 801 Euro oder rund 8 Cent pro Kubikmeter. "In den nächsten Jahren stehen weitere Investitionen an, außerdem ist mit diversen Sanierungsmaßnahmen zu rechnen", sagte Balk.

Die Photovoltaikanlagen brachten 2016 einen Gewinn in Höhe von 11 600 Euro. Der prognostizierte Ertrag wurde um etwa 9,27 Prozent überschritten: "Es handelt sich um ein relativ gutes Ertragsjahr." Insgesamt ergibt sich damit ein Jahresverlust von 16 480 Euro. Die Konzessionsabgabe für 2016 habe laut Balk nicht erwirtschaftet werden können.

Zum Thema Wasserpreis meinte der Bauamtschef, dass die nächste Kalkulation im Herbst nächsten Jahres anstehe: "Wir dürfen uns nicht wundern, wenn dann mit Preissteigerungen zu rechnen ist."

Bürgermeister Andreas Wutzlhofer teilte mit, dass man in Sachen Defibrilator in der Stadt einen Schritt weiter sei. Als Standort habe sich der Vorraum der Sparkasse herauskristallisiert. Wutzlhofer: "Der Raum ist beleuchtet, 24 Stunden zugänglich, wettergeschützt, videoüberwacht und liegt noch dazu im Herzen der Stadt." Die Sparkasse sei einverstanden und habe bereits einen Mustervertrag vorgelegt.

Überraschenderweise sei die Stadt mit ihrer Bewerbung im Bundesprogramm für schnelleres Internet berücksichtigt worden. Die Ausschreibung laufe bereits. Und auch der Bescheid des Freistaats, der die Bundesförderung von 50 Prozent auf dann insgesamt 80 Prozent erhöhe, sei eingegangen.

Der Termin für den Bauernmarkt und die autofreie Spielstadt stehe fest: Am 3. Juni 2018 sind alle Vereine und sonstige Gruppen wieder aufgerufen, sich an der Veranstaltung zu beteiligen. Hans Gösl wollte für die Kaimlinger Bürger wissen, wann sich bezüglich des Mobilfunks im Ortsteil endlich etwas tue. Wutzlhofer meinte dazu, dass der Kommune in den Verhandlungen mit dem Anbieter Vodafone die Hände gebunden seien: "Ich rufe da regelmäßig an und werde jedes Mal abgespeist. Die Stadt kann keinen Funkmast aufstellen. Ich sehe da leider keine Möglichkeit."

Volker Wappmann fragte nach, was mit dem Färbermuseum nach dem Tod der Besitzerin geschehe. Sicher, so der Bürgermeister, sei nur, dass die Stadt das Haus nicht erwerben werde. Man müsse abwarten bis die Eigentümer-Situation geklärt sei. Geschäftsleiter Alfons Sier wird versuchen, das Objekt in ein neues Förderprogramm für "notleidende Denkmäler" aufnehmen zu lassen.

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