SPD-Delegation bei BRK-Bereitschaft in Vohenstrauß
Viel Arbeit im Hintergrund

Direktor Franz Rath (vorne, Zweiter von rechts) ist beim SPD-Silvesterbesuch zum letzten Mal als Kreisgeschäftsführer dabei. Bild: dob
Politik
Vohenstrauß
01.01.2018
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Zum Jahreswechsel schaut eine SPD-Delegation bei der Rotkreuzgemeinschaft vorbei. Dr. Richard Pruy nutzt die Gelegenheit, um auf bestimmte Dienste aufmerksam zu machen.

"Alle Herausforderungen wurden mit Bravour gemeistert", führte Bereitschaftsleiter Stephan Kraus aus. Allein am Moosbacher Heimatfest leisteten 93 Kräfte 483 Ehrenamtsstunden, informierte er. Heuer bekam der SPD-Besuch einen wehmütigen Akzent durch den Abschied des Kreisgeschäftsführers Direktor Franz Rath, dessen Amtsgeschäfte beim Jahreswechsel auf seinen Nachfolger Sandro Galitzdörfer übergehen. Für die immer enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Rath dankte Bundestagsabgeordneter Uli Grötsch ausdrücklich.

Der Dienst an der Gesellschaft werde von niemandem so nah erbracht wie vom BRK-Rettungsdienst, der für Vohenstrauß ein wichtiger Teil der Stadtgesellschaft ist und im ganzen östlichen Landkreis. "Der Rettungsdienst wäre ohne das Ehrenamt nicht möglich", war der Politiker überzeugt. "Diese Bereitschaft zum Ehrenamt ist es, was wir den Ballungsräumen voraus sind."

Über das hohe Engagement könne man nur stolz sein. Ein Riesenthema für die Politik sei nach wie vor der "Helfer vor Ort" (HvO). Eigentlich müsste die Anerkennung genauso sein, wie dies bei der Feuerwehr der Fall sei.

Mit der Verlegung des Rettungswagenstandorts nach Lohma stieg der "therapiefreie Intervall" in Leuchtenberg und Vohenstrauß etwas an, informierte Pruy. Der HvO verkürze diese Zeit. Dafür gelte es Christian Messer als Initiator der beiden Standorte zu danken. Insgesamt rechnete Pruy im vergangenen Jahr über 220 Einsätze vor, bei denen der HvO im Einsatz war.

Die Zusammenarbeit von Haupt- und Ehrenamtlichkeit sei der Grundstock für eine erfolgreiche BRK-Arbeit. "Die Wachleiter Martin Putzer und Manfred Bäumler kommen selbst aus der Ehrenamtlichkeit und unterstützen Haupt- und Ehrenamtliche wo es nur geht." Für diese Integrationsarbeit gelte es offiziell Dank zu sagen, warb Pruy.

Dies treffe auch auf die Mitarbeiter der Kleiderkammer und des Blutspendedienstes um Wally Zwick zu. "Den RTW oder Rettungshubschrauber Christoph 80 sieht man, alle andere BRK-Arbeit geschieht meist im Stillen", anerkannte Grötsch. Zusammen mit Landtagsabgeordneter Annette Karl wolle er sich um ein Treffen mit allen diesen Einheiten im neuen Jahr bemühen und sie an einen runden Tisch bitten.

Dazu gehöre auch die Notfallnachsorge oder die Betreuung des eigenen BRK-Personals nach Schicksalsschlägen oder bei schlimmen Unfällen. Diese Dienste könnten Hauptamtlich nie leisten, da diese nicht finanzierbar wären, wusste Galitzdörfer. "Die Arbeit im Hintergrund ist ein ganz wichtiger Pfeiler." Als eine sehr schöne und wichtige Routine bezeichnete Karl den Besuch der SPD-Delegation. Galitzdörfer trete in große Fußstapfen seines Vorgängers. "Das BRK in Vohenstrauß ist ein ganz großes Stück Sicherheit für die Bevölkerung. Sicherheit ist nicht nur der Schutz vor Einbrüchen und Überfällen, sondern auch das Gefühl, in Not jemand in der Nähe zu wissen, der sich schnell und kompetent um Verletzte und Erkrankte annehmen."

Die Neuordnung der Rettungswachen-Standorte sei bestimmt nicht für alle Leute optimal gelaufen. Jetzt habe man aber einen Status quo geschaffen, der die Begebenheiten gut abdecke. Außerdem sei eine gute Vernetzung der Sicherheitsbehörden für noch mehr Kompetenz wichtig, die mit dem Ausbildungszentrum für besondere Einsatzlagen in Neuhaus gestärkt würden.

Rückkehr ins EhrenamtAll die guten Wünsche zum Ruhestand nahm Kreisgeschäftsführer Direktor Franz Rath gerne an. In den nächsten drei Monaten werde er ja noch da sein. Nachdem er aus dem Ehrenamt komme, kehre er nun wieder dorthin zurück. "Sandro Galitzdörfer muss seinen eigenen Weg gehen." Rath schwebe der ehrenamtliche Dienst beim Krankentransport, beim Behindertenfahrdienst oder bei der Ausbildung Jugendlicher vor.

Sein größter Wunsch für 2018 sei der Zusammenhalt untereinander und die gleichbleibend hohe Zahl an Ehrenamtsarbeit. "Einen kleinen Tropfen" werde er in 2018 ebenfalls beitragen wollen. Der Blick über den Tellerrand hinaus mit der Politik sei immer bestens gelungen, versicherte Rath abschließend bei seinem letzten Neujahrstreffen. (dob)
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