17.01.2017 - 02:00 Uhr
VohenstraußOberpfalz

Stadt unterstützt weiterhin Einbau von Regenwassernutzungsanlagen "Jeder Liter wichtig"

Das Thema Wasser wird die Stadt in den kommenden Jahren weiter beschäftigen. In der Stadtratssitzung am Donnerstag befasste sich das Gremium mit dem Zuschuss von Regenwassernutzungsanlagen. Bauamtsleiter Hans Balk stellte die aktuelle Situation vor.

von Christine Walbert Kontakt Profil

1993 hatte sich der Stadtrat dazu entschlossen, den Bau von Regenwassernutzungsanlagen mit 100 Mark pro Kubikmeter Fassungsvermögen zu fördern. Einen Zuschuss gab es aber erst ab einem Mindestvolumen von zwei Kubikmetern. Außerdem wurde festgelegt, dass auf Kanalgebühren für im Haushalt benutztes und in die Abwasseranlage verbrachtes Regenwasser verzichtet wird. 2002 änderten sich die Zuschusssätze von 100 Mark auf 50 Euro pro Kubikmeter Fassungsvermögen und die Höchstbeträge von 600 Mark auf 300 Euro. "In den 22 Jahren wurden 35 Regenwassernutzungsanlagen mit einem Gesamtvolumen von 168 Kubikmeter und einem Gesamtzuschuss in Höhe von 8160 Euro gefördert. Der Bayerische Kommunale Prüfungsverband beanstandete, dass die Stadt auf diese Kanalgebühren verzichtet. Daraufhin hatten sich Verwaltung und Stadtrat mit dem Thema beschäftigt", erklärte der Bauamtschef.

Balk legte dem Gremium eine umfangreiche Pro-und-Kontra-Liste vor. Er wies darauf hin, dass bei Leuten, die sich für den Einbau solcher Anlagen entscheiden, nicht die Wirtschaftlichkeit den Ausschlag gebe, sondern der Umweltgedanke. Diese Aussage bildete auch den Kernpunkt der Stellungnahmen der Fraktionssprecher. Josef Maier (CSU) meinte, "dass jeder Liter Wasser, den man so einsparen könne, wichtig ist". Die CSU schlug vor, dass man die Regelung nicht nur beibehalten sollte, sondern den Zuschusssatz sogar von 50 auf 75 Euro pro Kubikmeter Fassungsvermögen erhöhen sollte. Es solle auch bei dem Verzicht auf die Abwassergebühren bleiben. Das Gremium schloss sich diesem Vorschlag einstimmig an.

Beim Bebauunsplan für das neue Baugebiet "Sommerwiesen" war kurzzeitig eine Verpflichtung für den Einbau von Regenwassernutzungsanlagen im Gespräch. Davon werde die Stadt jedoch absehen, weil eine Baugrunduntersuchung ergeben habe, dass es in dem Bereich keine gute Versickerung gebe, sagte Balk. Martin Gleixner (Freie Wähler) schlug vor, zu prüfen, inwieweit man bei der Bewässerung von Sportplätzen auf Trinkwasser verzichten könnte.

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