02.03.2018 - 20:10 Uhr
Vohenstrauß

Stadtrat Vohenstrauß Barrierefrei am Marktplatz unterwegs

Mächtig Geld nimmt in diesem Jahr die Stadt Vohenstrauß für eigene Straßen-Baumaßnahmen in die Hand. Auf dem Marktplatz gibt es auch eine Veränderung.

Über den bereits sanierten Dorfplatz rund um das große Holzkreuz und den Landkreisbrunnen (links) hinaus steht in Lämersdorf eine Sanierung des rückwärtigen Bereichs auf der vom Stadtrat befürworteten Vorschlagliste.
von Josef ForsterProfil

Einen seit zwei Jahren praktizierten Weg verfolgt die Kommune bei der Planung ihrer eigenen Straßensanierungen auch heuer weiter. Bürgermeister Andreas Wutzlhofer begründete das Vorgehen im Stadtrat mit Blick auf die Vergangenheit: "Es hat sich als schwierig und problematisch erwiesen, mit den vorbereiteten Maßnahmen erst nach Abschluss der Haushaltsberatungen zu beginnen."

Dazu führte er den Informationsaustausch und die Absprachen mit den Netzbetreibern von Strom, Telefon, Gas und dergleichen ins Felde sowie mehr noch die rechtzeitige Ausschreibung von Arbeiten, welche nicht direkt durch den Bauhof geleistet werden könnten. Um den Zeitrahmen für eine gründliche Vorbereitung und Umsetzung zu erzielen, gaben die Stadträte bereits vor der Verabschiedung des neuen Haushalts "grünes Licht" für die heuer beabsichtigen Straßen-Baumaßnahmen.

Zehn Projekte beinhaltete die von der Verwaltung vorgelegte Liste; angeführt vom Dorfplatz in Lämersdorf mit geschätzten Kosten von 55 000 Euro. Auch die Erneuerung von Asphaltdecke und Bankette der Straße zwischen Erpetshof und Zeßmannsrieth ist im Laufe des Jahres auf der ganzen Länge mit einer Summe von 155 000 Euro als größter Posten angedacht.

Gleiches gilt für ein Teilstück des Feldwegs zwischen der neuen Straße nach Lerau und dem Waldgebiet Elm (50 000 Euro). Einem annäherden Vollausbau des kurzen Abschnitts zwischen der Straße nach Matzlesrieth und dem Steinbühlweg in Roggenstein mit kompletter Straßenbeleuchtung und wesentlicher Verbreiterung erteilte der Bürgermeister eine Absage. Damit laufe die Kommune Gefahr, eine erstmalige Erschließung vorzunehmen, was eine Umlegung von 90 Prozent der Kosten auf die dortigen vier Anlieger nach sich zöge.

Nach entsprechender Anfrage habe sich keiner der Anlieger hierfür begeistern können. Deshalb werde es lediglich zu einer Sanierung der maroden Straße und dem Aufstellen von drei Leuchten mit geschätzten Kosten von rund 23 000 Euro kommen; anstatt der für einen Vollausbau erforderlichen 80 000 Euro.

Eine Erneuerung der Wasserleitungen ist bei den Sanierungen des kompletten Ostwegs (60 000 Euro) und der Weißenbachstraße in Altenstadt (50 000 Euro) mit angedacht. In Altentreswitz ist die für Lastwagen vorgeschriebene Ostumfahrung (27 000 Euro) auf einer Länge von 250 Metern für eine Erneuerung von Asphaltdecke und Bankette vorgesehen. Das gleiche gilt für die zusätzliche Anbindung des Ortsteils Braunetsrieth an die Waidhauser Landstraße beim Zilbauer-Kreuz (15 000 Euro).

Die Vorschlagsliste endete mit dem Vorhaben, eine behindertengerechte Trasse aus glatten Granitplatten inmitten des Gehwegs zwischen der Pfarrgasse und der Zinngießergasse - am Rathaus vorbei - zu schaffen (25 000 Euro). Zum Gesamtpaket brachte Wutzlhofer weitere Straßen, wie die Kößlmühle-Umfahrung und die Fichtenstraße sowie den Braunetsriether Weg bei der Einmündung der Flurstraße auf den Tisch. Konkretes werde sich aber erst bei den Haushaltsberatungen herausstellen.

Hans Bayerl (CSU) verwies auf die 600 bis 700 Meter lange Durchfahrt im Ortsteil Straßenhäuser, was der Bürgermeister als Maßnahme der nächsten Jahre bestätigte. Vor dem einmütigen Beschluss riet zweiter Bürgermeister Uli Münchmeier zu einer künftigen Vorberatung des Pakets im Finanzausschuss.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.

Nachrichten per WhatsApp