Verkehrsausschuss Vohenstrauß einer Meinung
Parkplätze wegrangiert

In der Ringgasse wird an der Parkscheibenregelung weiterhin nicht gerüttelt. Gerhard Kreuzer hatte beantragt, künftig darauf zu verzichten. Der Verkehrsausschuss will an dieser Stelle aber keine Dauerparker.
Politik
Vohenstrauß
31.08.2017
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Hans Meller (rechts) von der Firma HM-Sat erklärt den Mitgliedern des Verkehrsausschusses die Probleme, die die großen Sattelzüge beim Rangieren in der Stichstraße An den Eichen haben. Die Entscheidung: Es wird auf der Seite der Praxis von Dr. Gunther Weig ab der Laterne bis zur nächsten Einmündung auf etwa 20 Meter ein absolutes Haltverbot eingerichtet, das von Montag bis Freitag jeweils von 8 bis 16 Uhr gilt. Bilder: ck (2)

Private Parkplätze direkt vor der Haustüre sind begehrt, in der Stadt rund um den Marktplatz aber Mangelware. Der Verkehrsausschuss hat erneut Anträge vorliegen, die sich mit diesem Thema beschäftigen. Für die Polizei ist der designierte Nachfolger von Verkehrserzieher Bernhard Dobmayer vor Ort.

Bürgermeister Andreas Wutzlhofer stellte am Dienstagnachmittag den Ausschussmitgliedern Polizeioberkommissar Jakob Stahl als Vertreter und Nachfolger von Dobmayer vor. Der Verkehrserzieher werde im Dezember in Pension gehen. Dann sei Stahl als "Mitarbeiter Verkehr" der neue Mann in Sachen Beratung der Stadt.In der Ringgasse beschäftige sich der Ausschuss mit dem Antrag von Gerhard Kreuzer. Der Anwohner hatte darum gebeten, die Parkscheibenregelung in seiner Straße aufzuheben.

In der Diskussion stellte sich schnell heraus, dass die Räte aus Rücksicht auf die Geschäftsleute auf die Parkscheibenregelung nicht verzichten wollen. Sie befürchten, dass Dauerparker in diesem Bereich wieder zum Problem werden könnten. Auch der Polizist sah dies so. Die Entscheidung fiel einstimmig aus.

Ausnahmegenehmigung

An der nächsten Station, an der Kreuzung der Pleysteiner Straße/Siedlerstraße, ging es um den Antrag eines Landwirts aus Zeßmannsrieth, der die Sperrung der Pleysteiner Straße (über den Fluderweg) auf 7,5 Tonnen gerne aufgehoben sähe. Er habe eine Althofstelle am Weißenstein.

Durch die Sperrung müsse er mit seinen überbreiten Fahrzeugen über die Wallstraße fahren. Durch die dort parkenden Autos komme es immer wieder zu Problemen. Wutzlhofer schlug vor, dem Landwirt bis zur Fertigstellung des Hütbrunnenwegs in etwa eineinhalb Jahren eine Ausnahmegenehmigung für die Benutzung der Pleysteiner Straße mit seinen landwirtschaftlichen Fahrzeugen zu erteilen. "Wenn der Hütbrunnenweg fertig ist, muss er diesen benutzen."

Dr. Volker Wappmann wandte ein, dass andere Landwirte ebenfalls eine Ausnahmegenehmigung beantragen könnten. Wutzlhofer sah aber bei dem Zeßmannsriether wegen dessen Althofstelle eine spezielle Situation. Einstimmig beschloss der Ausschuss, dass die Beschränkung auf 7,5 Tonnen beibehalten wird und der Antragsteller eine zeitlich beschränkte Ausnahmegenehmigung erhält.

Mit Rangierproblemen kämpfen seit geraumer Zeit die Anlieferer auf und um das Firmengelände von HM-Sat. Große Sattelzüge müssen über die Stichstraße An den Eichen rangieren, um rückwärts an die neue Halle andocken zu können. Die am Seitenstreifen parkenden Patienten von Dr. Gunter Weig würden dies oft zu einem schwierigen Unterfangen machen. Firmenchef Hans Meller will das Problem lösen, indem er den Patienten Parkplätze auf seinem Gelände anbietet. Die Entfernung zur Praxis sei nur unwesentlich größer.

Meller kommt entgegen

Weig, so informierte der Bürgermeister, wolle die Stellplätze auf der Straße nicht opfern. Angesichts des Entgegenkommens von Meller beschlossen die Ausschussmitglieder einstimmig, dass etwa 20 Meter entlang der Straße An den Eichen ein zeitlich begrenztes absolutes Haltverbot von Montag bis Freitag von 8 bis 16 Uhr gelten soll. Demnach könnten die Anwohner am Wochenende und täglich ab 16 Uhr diese Plätze besetzen.

Einen Schwerbehindertenparkplatz beantragte eine gehbehinderte Frau in der Waidhauser Straße. Der Ausschuss entschied, dass zuerst mit der Baugenossenschaft verhandelt werden sollte, ob für die Frau im Innenhof des Gebäudekomplexes ein Stellplatz eingerichtet werden kann. Dort wäre das Ein- und Aussteigen auch weniger gefährlich.

Radfahrer auf SeitenstreifenNach einer Laseraktion der Polizeiinspektion Vohenstrauß ist vor einiger Zeit ein Ehepaar verwarnt worden, weil es in der Waidhauser Straße auf Höhe der Firma Knorr mit dem Rad den Seitenstreifen befahren hatte. Bürgermeister Andreas Wutzlhofer hatte im Vorfeld der Sitzung des Verkehrsausschusses daran gedacht, daraus einen kombinierten Geh- und Radweg zu machen. Hierfür, so erklärte Polizeioberkommissar Jakob Stahl, reiche die Breite des Weges nicht aus. Vorgeschrieben seien 2,50. Der Streifen sei jedoch nur 2,20 Meter breit. Da es bislang nur einen einzigen strittigen Fall gebe, werde man den Weg weiterhin als einfachen Seitenstreifen betiteln.

Stahl ergänzte, dass Kinder bis 8 Jahren den Weg mit dem Rad benutzen müssen, auch die Eltern dürfen dann hier mitradeln . Bis zum 10. Lebensjahr dürfen ihn kleine Radler befahren. Alle anderen Radfahrer müssen die Straße benutzen. (ck)
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