02.03.2018 - 17:01 Uhr
Vohenstrauß

Betrunkener flüchtet nach Unfall mit einem Fahrzeug, das es gar nicht geben dürfte Polizei stoppt 32-Jährigen bei Vohenstrauß

Erst fuhr ein BMW-Fahrer am Donnerstagabend gegen 21.45 Uhr mehrfach  gegen die Eingangstüre der Raststätte Oberpfälzer Alb, dann gab er Gas und flüchtete. Nachdem die Polizei ihn gestellt hatte, bemerkten die Beamten nicht nur "deutliche alkoholtypische Erscheinungen" beim Fahrer. Das Fahrzeug bestand aus Einzelteilen und müsste laut Fahrzeug-Identifizierungsnummer ein Totalschaden sein.

von Alexander Unger Kontakt Profil


Etwa dreimal ist der Fahrer des BMW mit belgischen Kennzeichen gegen die Eingangstüre der Tankstelle der Rastanlage gefahren. Dabei beschädigte er  die Verglasung der Türe. Im Anschluss fuhr der PKW, der wohl mit drei Männern besetzt war, auf der Autobahn in Richtung Tschechien weiter. Eine Streife der Fahndungsdienststelle in Waidhaus stoppte das Fahrzeug bei Vohenstrauß-West.

"Der Fahrer des Fahrzeugs, ein 32-jähriger Belgier, wies deutliche Anzeichen für eine Alkoholisierung auf, was zugleich das Unfallgeschehen an der Raststätte erklären kann", berichtet Polizeisprecher Dietmar Winterberg. "Nachdem der Atemalkoholtest nicht unerheblich war, ist eine Blutentnahme durchgeführt worden. "
Damit aber nicht genug. Der BMW wies einige Unregelmäßigkeiten auf, wie die Polizeibeamten bei der Überprüfung des Fahrzeugs feststellten. Die Fahrgestellnummer ist für ein Fahrzeug vergeben, das nach bisherigen Erkenntnissen ein Totalschaden ist. Eine Vielzahl von Teilen an und in dem Fahrzeug passen nach den überprüfbaren Teilenummern nicht zu dem Fahrzeug. Polizeisprecher Dietmar Winterberg: "Es kann sich um ein entwendetes Fahrzeug handeln in das die Rahmennummer des totalbeschädigten Fahrzeugs eingebracht wurde. "
Der Halter des Fahrzeugs gab an, er habe das Fahrzeug vor über einem Jahr gekauft. "Der Fahrzeuginhaber, ein 50 jähriger Belgier, sieht sich nun einem Anfangsverdacht wegen Urkundenfälschung und Hehlerei gegenüber", betont Dietmar Winterberg. Die Verkehrspolizeiinspektion Amberg und die Kriminalpolizei Weiden haben in beiden Fällen die Ermittlungen übernommen.

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