Bischöflich Geistlicher Rat Pfarrer Gerhard Dirscherl feiert 80. Geburtstag
Priester mit Leib und Seele

Bischöflich Geistlicher Rat Gerhard Dirscherl feiert am Sonntag bei bester Gesundheit seinen 80. Geburtstag. Von Ruhestand ist noch nicht viel zu spüren. Bild: dob
Vermischtes
Vohenstrauß
30.06.2017
142
0

Das Wort Ruhestand verbindet Bischöflich Geistlicher Rat Pfarrer Gerhard Dirscherl keineswegs mit Nichtstun. Im Gegenteil: Seit zehn Jahren ist der Geistliche feste Stütze in der katholischen Pfarrgemeinde. An diesem Sonntag feiert der beliebte Seelsorger seinen 80. Geburtstag.

(dob) Viel Wirbel um seine Person ist ihm aber so gar nicht recht. Für seine Heimat ist er ein Glücksfall, und die seelsorgerliche Arbeit geht eigentlich nie aus, die er nach wie vor mit sehr viel Engagement verrichtet.

"Christus Jesus unserem Herrn danke ich, dass er mir Kraft gegeben, mich für treu befunden und zu seinem Dienst bestellt hat." Für diesen Leitsatz aus Timotheus, einem Buch des Neuen Testaments, entschied sich Dirscherl vor 54 Jahren kurz bevor er am 29. Juni 1963 im Hohen Dom zu Regensburg vom damaligen Diözesanbischof Rudolf Graber die Priesterweihe empfing. Vor vier Jahren beging er in der katholischen Stadtpfarrkirche sein goldenes Priesterjubiläum. Exakt an dem Ort, an dem er sein erstes Messopfer feierte.

Zur Primiz am 7. Juli 1963 in der Stadtpfarrkirche kamen viele Gläubige und der ehemalige Stadtpfarrer Franz-Xaver Reitinger. Damals waren auch seine Eltern Franz-Xaver Dirscherl und seine Mutter Anna dabei. Sein Vater stammte aus Grünhammer und seine Mutter, eine geborene Reimer, aus Thanstein. Sie war den Familien aber vor allem den Frauen im Altlandkreis als Hebamme bestens bekannt. Gerhard war das jüngste von drei Kindern. Nach der Grundschulzeit schickten ihn seine Eltern nach Regensburg ans "Alte Gymnasium" und ins Internat Obermünster mit dem Ziel, sich für den Priesterberuf begeistern zu lassen.

1957 machte der Vohenstraußer das Abitur und trat anschließend ins Priesterseminar ein. "Insgesamt wurde damals die stattliche Anzahl von 32 Priestern geweiht", erinnert sich Pfarrer Dirscherl. Seine erste Kaplanstelle trat der damals 26-Jährige in Parsberg an. Nach einem Jahr wurde er nach Regenstauf berufen. Nach weiteren zwei Jahren kam der junge Mann für gut ein Jahr nach Cham in die Pfarrei St. Josef. Bereits nach vier Kaplansjahren wurde Dirscherl als Pfarrer in Kirchberg bei Regenstauf installiert. Neun Jahre wirkte der Geistliche dort, bis er 1976 als Stadtpfarrer nach Kötzting wechselte. Ab 1. September 1989 übernahm Dirscherl die Pfarrstelle in Bayerbach bei Ergoldsbach in Niederbayern.

Kurz vor seinem 70. Geburtstag bat er beim Bischof um seinen Ruhestand. Schon länger trug er sich damals mit dem Gedanken, wieder in seine Heimat zurückzukehren. Mit Freude vernahm diese Botschaft Dekan Alexander Hösl, der sich 2007 gleich auf die Zusammenarbeit mit zwei Ruhestandsgeistlichen freuen konnte, denn auch Bischöflich Geistlicher Rat Alois Scherm zog Vohenstrauß als Ruhestandspfarrei vor. Mit offenen Armen wurden die beiden Geistlichen empfangen.

Mit seinem Bruder Konrad unternimmt Pfarrer Dirscherl sehr viel. Engen Kontakt pflegt er auch zu seiner Schwester, die in Regensburg im Orden der Englischen Fräulein beheimatet ist. Im Haus des Altbürgermeisters Josef Zilbauer fühlt sich der Geistliche wohl, und in Marga Eiber fand er eine tüchtige Zugehfrau. Bis heute ist vom eigentlichen Ruhestand des Geistlichen wenig zu spüren, denn von welcher Pfarrei auch immer er gerufen wird, Pfarrer Dirscherl hilft. Denn: "Auch im Ruhestand bleibt man Priester."
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.