BRK-Gartenfest haucht Rotkreuzhaus für ein paar Stunden wieder Leben ein
Rotkreuzler tischen auf

Nicht ganz so heiß wie in den Vorjahren war heuer den Grillmeistern, denn das Wetter hatte ein laues Lüftchen im Gepäck.
Vermischtes
Vohenstrauß
03.07.2017
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Angela Götz (Zweite von rechts) übernahm heuer den Part ihrer Eltern Angela und Rudolf Götz, die normalerweise mit Elfriede Helgert (rechts) immer an der heißen Dotschpfanne standen.

Normalerweise ist es seit der Verlegung des Rettungswagens nach Lohma rund um das Rotkreuzhaus in Vohenstrauß recht still geworden. Am Sonntag ist das anders.

(dob) Seit Tagen werkelten die Rotkreuzhelfer auf dem Gelände, um für die Gäste des großen Rotkreuzfestes alles picobello herzurichten. Für den erwarteten großen Ansturm wurden alle Vorkehrungen getroffen. Einer der heuer bedauerlicherweise nicht selbst mit Hand anlegen konnte, war Wachleiter Martin Putzer, der eine schwere Verletzung am Bein auskuriert und mit einer Hightech-Schiene gehandicapt ist.

Doch es wäre nicht Putzer, wenn er nicht am Sonntag hinter dem Tresen sitzen hätte können, um zumindest Mittagessenmarken zu verkaufen. Auch sein Verkaufspartner, der ehemalige Bereitschaftsleiter Johann Ram ist seit einem schweren Unfall noch immer auf den Rollstuhl angewiesen. Trotzdem unterstützten beide ihre Kameraden.

Bereits zum Frühschoppen mit den Musikern Josef Ring und Walter Heinrich füllten sich zusehends die aufgestellten Bankreihen. Etliche Vereine traten in geballter Formation auf. Die dunklen Regenwolken verzogen sich bis zur Mittagszeit und der Himmel beschenkte die Besucher mit bestem Festwetter. Die Bereitschaftsleiter Stephan Kraus und Josef Solfrank wuselten zwischen den Essensständen herum, damit genügend Nachschub bereitstand.

Bereits um 11.30 Uhr bildeten sich lange Warteschlangen an den Essensausgaben und die Helfer um ILS-Leiter Herbert Putzer schleppten riesige Knödeltöpfe und Warmhaltebehälter herbei. Seine Uniform hatte er an diesem Tag mit einer schwarzen Küchenschürze getauscht.

250 Portionen Rollbraten ließen sich die Rotkreuzbesucher schmecken, die Bäckermeister Ambros Held in seinem großen Backofen zubereitete. 60 Kilogramm Grillfleisch und 45 Kilogramm Bratwürste reichten nicht ganz aus und so wurde eifrig nachgeordert. Reißenden Absatz fand ebenso der Dotsch. Heuer löste Alexandra Kropf ihre Eltern Rudolf und Angela Götz an dieser Stelle ab, die über Jahrzehnte diesen Part zuverlässig übernommen hatten.

Daneben wurden 14 Kilogramm Käse in dünne Scheiben geschnitten, und Fisch- und Lachssemmeln im Rekordtempo belegt. Kurz nach 15 Uhr war ebenso Ebbe in der Kühltheke im Café, das im Lehrsaal eingerichtet worden war. Mit mehr als 50 selbstgebackene Kuchen und Torten bestückten die Hobbybäckerinnen die Angebotspalette.

"Jedes Los gewinnt", hieß es heuer bei der Tombola. Der Lospreis wurde zwar erstmals von 50 Cent auf 1 Euro angehoben, dafür gab es keine Nieten. "Die einzige Niete bin ich", lachte Karl Kleber, und kurbelte das Geschäft so an. Am frühen Nachmittag war die Lostrommel leer und die 2500 Preise waren von der Familie Pruy übergeben, die die Tombola federführend organisierte. So mancher Gast rollte mit einem praktischen Garten-Trolley nach Hause.

Schwung brachten die "Crazy Jumpers" mit ihrer Aufführung mit. Dazwischen meisterten einige Rettungskräfte den Einsatz beim schweren Verkehrsunfall in Remmelberg und kehrten später wieder als Helfer zum Fest zurück. Unentwegt waren die Haflingerpferde "Brando" und "Niki" mit Alfred Stubenvoll aus Großenschwand auf den Straßen rund um das Rotkreuzhaus unterwegs.

Von der Bereitschaftsjugend ließen sich die Buben und Mädchen in der Schminkecke in bunte Fabelwesen verwandeln. Alleinunterhalter Andreas Augustin aus Waldthurn spielte bis spät in den Abend hinein Oldies und Hits für die Gäste auf. Kein Wunder, dass die BRK-Leute bei diesem Erfolg mit einem zufriedenen Lächeln ihre Gäste verabschiedeten.
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