26.06.2017 - 20:00 Uhr
VohenstraußOberpfalz

Bürger feiern Patrozinium der Simultankirche Leidenschaft für Gott

Altenstadt. (dob) Nur drei Geburtstage feiert die Liturgie der Kirche im ganzen Jahr: Das Geburtsfest Jesu an Weihnachten, das seiner Mutter Maria und das seines Vorläufers, Johannes des Täufers. Dieses Fest stand am Vorabend zum Johannistag in der Simultankirche an, die Johannes dem Täufer geweiht ist.

Die Trachtenkapelle Müllner aus Waldthurn führte den Kirchenzug vom Gemeindehaus zur Kirche an. Etliche Fahnen- und Vereinsabordnungen reihten sich hinter den Geistlichen und Ministranten ein.
von Elisabeth DobmayerProfil

Die Ortsgemeinschaft fand sich wieder mit Gästen aus der Großgemeinde zusammen, um den Patroziniumstag der Kirche zu feiern. Heuer ging die Veranstaltung erstmals ohne den Vorsitzenden des Kirchenbauvereins, Roman Rupprecht, über die Bühne. Er hatte das Fest über Jahrzehnte organisierte und war vor wenigen Wochen gestorben.

Etliche Fahnen- und Vereinsabordnungen reihten sich mit Dekan Alexander Hösl und Kaplan Ulrich Eigendorf hinter der Trachtenkapelle Müllner aus Waldthurn zum Kirchenzug ein, der vom Gemeindehaus in das Gotteshaus führte. Die Geburt Johannes des Täufers sei von Geheimnissen umwittert, erläuterte Dekan Hösl. "Johannes war voll durchdrungen vom Bewusstsein, Wegbereiter des Messias zu sein. Seine ganze Kraft, all sein Reden und Tun lenkte er in diese Richtung."

Und um Jesus, dem langersehnten Retter, den Weg zu bereiten, rufe er zur Umkehr auf. Unerschrocken und unbestechlich sage er mit aller Klarheit und Eindeutigkeit, was Sache in der damaligen Zeit gewesen sei, was die Stunde geschlagen habe. "Obwohl dieser Mann nicht bequem war und sein Fähnchen nicht in den Wind hängte, kamen die Menschen in Scharen zu ihm an den Jordan und ließen sich taufen, denn sie wussten: das ist kein Schwärmer."

Ob dieser Zeuge Christi auch heute den Christen einer ganz anderen Zeit etwas zu sagen hätte? Missionarisch sein, Farbe bekennen, Flagge zeigen im Alltag, das sei jedem persönlich überlassen. Wichtig sei etwas ganz anderes: "Gott muss die wirkliche Mitte meines Lebens sein." Dazu gehöre, "dass noch so etwas wie Leidenschaft für Gott in meinem Herzen ist". Johannes der Täufer wühle auf und er stelle Fragen, auch heute noch. Anja Gruber und Gemeindereferentin Christine Hecht übernahmen die Lektorendienste. Der Kirchenchor unter Leitung von Claudia Gruber und die Trachtenkapelle begleiteten den Gottesdienst.

Danach ging es im Festzug in den Gasthof "Schloßwirt". Nachdem kirchliche Festtage bereits am Vorabend Gültigkeit haben, gratulierte Dekan Hösl schon vorab allen Hans, Johanns, Johannes oder Johannas zum Namenstag.

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