Bürgerverein Vohenstrauß einer der drei noch existierenden Gesellschaftsvereine in der Oberpfalz
Kasino im Visier

Der Vorsitzende des Bürgervereins Vohenstrauß, Volker Wappmann (links), zeichnet mit seinem Stellvertreter Uli Schmidt (rechts) und zweitem Bürgermeister Uli Münchmeier (Mitte) Werner Hofmann (Zweiter von links) und Max-Theo Ries (Zweiter von rechts) für 40 Jahre Treue aus. Bild: dob
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Vohenstrauß
18.03.2018
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Für das Brauchtum tritt seit mehr als 130 Jahren der Bürgerverein ein. Zweck der 303 Mitglieder starken Organisation ist es, Geselligkeit zu leben und die Wirtshauskultur zu stärken. Das macht zweiter Bürgermeister Uli Münchmeier in der Jahreshauptversammlung deutlich.

"Nicht zuletzt profitieren die Wirte an den regelmäßigen Gesellschaftsabenden", meinte der Stadtvertreter. Vorsitzender Volker Wappmann erinnerte an die sieben im abgelaufenen Jahr verstorbenen Mitglieder. Drei Leute kehrten dem Bürgerverein den Rücken. Neu dazu kamen Peter Dineiger, Maria Fuchs und Gerhard Wildenauer.

Der Bürgerverein beschreitet heuer mit einer Maiwanderung ins Spielkasino nach Roßhaupt neue Wege. "Wir sind neugierig und wollen uns das alles einmal von innen anschauen", informierte Wappmann die Versammlungsteilnehmer, die teilweise erstaunt waren, über das doch außergewöhnliche Vorhaben zum 1. Mai. "Vielleicht tragen wir auch zur Völkerverbindung bei. Denn wir fahren schließlich nicht ins Puff, sondern in die Spielbank", warb der Sprecher für die Entscheidung der Verantwortlichen um Verständnis.

Das Treffen mit den zwei übriggebliebenen Bürgervereinen in Nabburg und Amberg ist seit 30 Jahren Tradition. Initiator war der ehemalige Vorsitzende Rudolf Pröls. Von den vielen Bürgervereinen, die es einmal gab, sind die meisten in den 1960er und 1970er Jahren ausgestorben, berichtete Wappmann. Deshalb sei es eine gute Entscheidung, entsprechend das Miteinander zu pflegen.

Der Redner erinnerte an die gemeinsamen Veranstaltungen und Ausflüge im vergangenen Jahr. Der Vereinsausflug führte ins Weserbergland und in den Teutoburger Wald mit Besichtigung des Hermannsdenkmal bei Detmold. Das abendliche Penzachfest am 20. Juli, bei dem Mitglied Horst Peugler für die musikalische Gestaltung sorgte, war gut besucht. Wappmann dankte Renate Kirner und ihrem Lebenspartner Willi Führnrohr, die sich um den kulinarischen Nachschub an diesem Abend gekümmert hatten.

Wegen der fehlenden Infrastruktur könnten die Mitglieder größere Feste bei der Penzachhütte nicht mehr stemmen. In diesem Zusammenhang sprach Münchmeier jedoch die Hoffnung aus, dass der Verein an dem wunderschönen Ort festhalte. Ludwig Höcker und Adolf Danzer hatten das Kleinod vor vielen Jahren in aufwendiger Arbeit hergerichtet. Deshalb sei das Gebäude auch ein Stück Bürgerverein.

Finanzverwalter Gerhard Schriml informierte die Mitglieder über einen sehr erfreulichen Kassenbestand. Aus der Vereinskasse werden diverse Busfahrten bezahlt und den Mitgliedern entsprechende Zuschüsse bei Veranstaltungen gewährt.

EhrungenFür 40 Jahre Mitgliedschaft ehrte Vorsitzender Volker Wappmann Werner Hofmann und Max-Theo Ries mit Urkunden. Alfons Pinter hätte diese Auszeichnung ebenfalls in Empfang nehmen dürfen, war jedoch aus gesundheitlichen Gründen verhindert. (dob)
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