Erzeugergemeinschaft „Qualitätskartoffel Waldau“ verabschiedet Geschäftsführerin
Künftig Zither statt Kartoffeln

Vorsitzender Roman Rupprecht (links) verabschiedete Geschäftsführerin Agnes Frischholz aus Tröbes (Dritte von links) aus der Erzeugergemeinschaft Qualitätskartoffel Waldau. Nachfolgerin ist Elke Kick aus Vohenstrauß (Vierte von rechts). Verbandsprüferin Antonia Obermaier aus Plattling (Zweite von rechts) brachte die höchste Auszeichnung des Bayerischen Genossenschaftsverbands für Frischholz mit. Johann Feiler (rechts) aus Oberbernrieth hat den Aufsichtsrat verlassen. Bild: dob
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Vohenstrauß
02.12.2016
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Bei der Erzeugergemeinschaft Qualitätskartoffel Waldau geht eine Ära zu Ende. Vorsitzender Roman Rupprecht zieht sich dazu extra seinen festlichen Anzug an.

Altenstadt. (dob) In der Jahreshauptversammlung im Gasthof "Grüner Baum" verabschiedete Rupprecht Agnes Frischholz aus Tröbes. Sie war 35 Jahre Geschäftsführerin und bisher die einzige Frau in der Genossenschaft. Nachfolgerin ist die Vohenstraußerin Elke Kick. "Es war eine Zeit, in der vieles vorangetrieben und zu Ende gebracht wurde. Die Arbeit mit dir war nicht nur zielführend, sondern für uns auch angenehm und unterhaltsam", betonte Rupprecht.

Ins kalte Wasser geworfen

Das ehemalige Raiffeisenbankvorstandsmitglied Hans Völkl habe Frischholz damals als Geschäftsführerin ins kalte Wasser geworfen. Selbst nach der Entbindung brachte Völkl die Bilanzen und Buchhaltungsunterlagen für die engagierte Mitstreiterin ins Krankenhaus, damit Frischholz ihrem Posten gerecht werden konnte. Für die Kartoffelerzeuger war die überall gelobte Arbeit selbstverständlich, weil sie die Fähigkeiten der akkuraten und professionellen Geschäftsführerin nicht anders kannten.

Für Rupprecht hatte diese Frauenpower aber noch einen anderen wertvollen Hintergrund für die Gemeinschaft. "Eine Frau denkt anders als wir Männer. Gewisse Sachlagen und Probleme begutachtete unsere Agnes einfach von ihrer Warte aus, und so kamen wir stets zu guten Entscheidungen", lobte Rupprecht die sehr gute und enge Verbundenheit über diese lange Zeit.

Zu großem Dank sah sich der Redner auch verpflichtet, weil Frischholz die Genossenschaft schon rechtzeitig auf ihren Abschied vorbereitet hatte und sogar noch bei der Suche nach einer geeigneten Nachfolgerin behilflich war und diese in das Amt einarbeitete. "Ich bin überzeugt, dass wir mit Elke Kick als Geschäftsführerin die richtige Entscheidung getroffen haben", meinte Rupprecht. Nachdem die Sitzungen der Genossenschaft immer abends waren und oftmals sehr lange dauerten, vergaß Rupprecht auch nicht Karl Frischholz einzubeziehen, der oft auf seine Ehefrau verzichten musste. Abschließend wünschte der Vorsitzende Frischholz viel Spaß beim Zither spielen und vor allem Gesundheit.

Lob für Leistungen

Auch die Prüferin des Genossenschaftsverbands Bayern, Antonia Obermaier aus Plattling, würdigte die außerordentlichen Leistungen der Scheidenden. "Wir haben selten eine kleine Genossenschaft, die so hervorragend geführt wird wie die Erzeugergemeinschaft ,Qualitätskartoffel Waldau'." Überrascht und gerührt nahm Frischholz anschließend die silberne Ehrennadel für 35 Jahre verdienstvolle Tätigkeiten entgegen, die höchste Auszeichnung des Verbands. Robert Stahl vom Vorstand der Raiffeisenbank gratulierte ebenfalls.

Außerdem verabschiedeten die Verantwortlichen Johann Feiler aus dem Aufsichtsrat. Der Oberbernriether hatte sich nicht mehr zur Wahl gestellt. Er war von 2002 bis 2016 im Gremium. Für ihn rückte der Junglandwirt Markus Woppmann aus Lerau nach.
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