Evangelischer Frauenbund spenden 1000 Euro für Aktion „Adventslicht“
Erschütternde Schicksale

Der evangelische Frauenbund legt mit einer 1000-Euro-Spende für die Aktion von Dr. Renate Freuding-Spintler (Dritte von rechts) den Grundstein für ein Fahrzeug für eine hilfsbedürftige Familie in Moosbach. Bild: dob
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Vohenstrauß
08.12.2016
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(dob) "Es gibt viele Menschen in unserer Region, die sich nicht einmal ein warmes Mittagessen leisten können." Eine, die das aus Erfahrung weiß, ist Dr. Renate Freuding-Spintler, die vor 34 Jahren die Aktion "Adventslicht" ins Leben rief. Der Evangelische Frauenbund überreichte nun 1000 Euro an Freuding-Spintler. Das Geld stammt aus Erlösen der Kaffeestube beim Stadtfest oder beim Flohmarkt, informierte Vorsitzende Karin Wappmann.

Für Moosbacher Familie

Die "Adventslicht"-Initiatorin schilderte erschütternde Schicksale Hilfsbedürftiger aus der Region. Aktuell beschäftige sie ein Fall aus Moosbach. Eine Familie mit drei Kindern, davon eines behindert und auf den Rollstuhl angewiesen, der Vater arbeitslos, bräuchte dringend ein Auto. Freuding-Spintler wollte von den Spenderinnen wissen, ob sie die soeben erhaltene Summe für dieses Projekt verwenden dürfe, was die Vohenstraußerinnen postwendend bejahten. "Wenn viele Hände zusammenhelfen, dann gelingt es, dafür einen Grundstein zu legen", freute sich Freuding-Spintler.

Aus den im ersten Jahr erwirtschafteten 11 000 Mark seien fast 1,1 Millionen Euro geworden, mit denen die Organisation schon viel in der Region bewegt hat. "Ich wollte den Menschen unserer Heimat dienen", lautete das Motto, das sie von ihrem Vater übernommen hatte. Die Anfangserfolge animierten sie seither stets weiterzumachen. Menschen die oft nicht mehr wissen wie es in ihrem Leben weitergeht, sollen das Gefühl haben, dass jemand für sie da sei.

Dunkle Seite des Advents

Johanna Hopf hatte für die Feierstunde die Tischdekoration im Gemeindesaal übernommen. "Mache dich auf und werde Licht", überschrieb Dr. Volker Wappmann seine Gedanken. Wenn sich Ruhe sowie Stille über den Winklergarten senken und die dunkle Seite des Advents zur Geltung komme, dann tauchen Gestalten wie Knecht Ruprecht, der "Dammer mit'n Hammer" oder "Lucier" aus den Erzählungen auf. Doch es gebe genauso "Lichtgestalten" wie die heilige Barbara, Lucia, die in Schweden fast als "Nationalheilige" verehrt wird und die Jungfrau Maria. "Licht und Dunkelheit gehören in der Adventszeit zusammen." Susanne Ferchow aus Roggenstein begleitete die Veranstaltung am Klavier.
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