11.02.2018 - 17:10 Uhr
Vohenstrauß

Faschingszug in Altenstadt bei Vohenstrauß "Manege frei" für die Narren

Der Faschingswahnsinn erreicht am Sonntag Altenstadt. Hunderte Zuschauer säumen die Straßen entlang der Umzugsstrecke der 18 Wagen und Fußgruppen.

von Elisabeth DobmayerProfil

Altenstadt. Heuer waren es merklich weniger Gäste als in den Vorjahren. Straßenausbaubeitragssatzung (Strabs), die deutsche Gesundheitsversorgung und die nachhaltige Bewässerung des Waldauer Sportplatzes fanden Aufnahme im Spektakel, das zum 23. Mal über die Bühne ging. Als Motto war "Cirkus der Altenstädter Krone" ausgegeben. Nach zähem Start brach dann doch auch der Jubel auf den Straßen aus, als der Prinzenwagen mit den Hoheiten Julia I. und Johannes I. im Ortskern eintraf und immer wieder hallte es "Altenstadt Genau" über den Platz. Die "fünfte Jahreszeit" näherte sich dem Höhepunkt, doch das kalte Wetter mit leichtem Schneegeflinsel schreckte wohl einige Narren ab.

Welche Unterschiede Privat- und Kassenpatienten genießen, zeigte die Jugendkapelle Roggenstein am aktuellen deutschen Gesundheitssystem auf. Martialisch kamen die Kranken mit blutigen Verbänden, Krücken, Gehwagen und Infusionen. Sie erinnerten mehr an eine Heimkehrergruppe Verwundeter mit Sanitätskolonne. Die Freien Wähler fanden in der Strabs ein geeignetes Thema. Grandseigneur Wolfgang Töppel zog den Wagen auf dem zu lesen war: "Strabs: Wir Bürger zahlen - doch 2018 sind ja Wahlen".

Die Siedlergemeinschaft schwelgte in Erinnerungen, denn sie fand den Altenstädter Feuerwehrball einen der besten in der Faschingszeit: "Es war einst der schönste Ball, dann kam's zum großen Knall. Schade ist's auf jeden Fall, es gibt keinen Feuerwehrball." Dritter Bürgermeister Johann Gollwitzer schloss sich heuer dem Zirkusthema des Faschingsvereins an und stieg als Zirkusdirektor mit seinen Clowns in die "Zirkus-Genau-Manege". Sogar eine Gruppe irischer Kobolde, der Leprechaun, als bekanntestes Wahrzeichen Irlands, der als drolliger Schuhmacher der Feen gilt, marschierte mit.

Die Waldauer Fußballer nutzten ihren Auftritt als Dank an die Kommune: "Der Stadt Vohenstrauß zum Zuschuss einen riesen Dank zur Platzbewässerung mit einem 50 000-Liter-Tank, denn beim SV Waldau wird jetzt nachhaltig gegossen, da hat die Stadt gerne Euros zugeschossen." Auf der Strecke wurden ordentlich Süßigkeiten an die Kinder verteilt, die ihre Taschen gehörig vollstopften. Nach dem Umzug ging die Party in den Wirtshäusern erst richtig los.

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