05.03.2018 - 15:50 Uhr
Vohenstrauß

Feuerwehr Roggenstein Erfolgreiche Nachwuchswerbung

Der Neubeginn bei der Feuerwehr Roggenstein vor knapp drei Jahren hat den Verein regelrecht beflügelt. Von den damaligen Überlegungen, den Verein aufzulösen, ist schon lange keine Rede mehr.

Josef Herold (vorne, Zweiter von links) unterstützt ab sofort Vorsitzenden Wolfgang Kiesbauer (vorne, links) und die gesamte Roggensteiner Feuerwehrmannschaft. Bilder: dob (2)
von Elisabeth DobmayerProfil

Roggenstein. Wolfgang Kiesbauer holte vor drei Jahren die Kohlen aus dem Feuer: Er übernahm den Vorsitz. Mittlerweile findet der Roggensteiner spürbar Gefallen an seinem Amt. So war es in der Jahreshauptversammlung kein Problem, alle Posten bei den Neuwahlen (Infokasten ) zu vergeben.

Manfred und Betty Kraus, Anton Maier und Willi Bayer durften sich viel Lob abholen, denn sie sorgen für einen geregelten Betrieb im Floriansstüberl, das zum ersten geselligen Anlaufpunkt in der Luhetalgemeinde gehört. Sogar Dr. Günter Mattausch und dessen Ehefrau Marianne hätten Gefallen an der Wehr gefunden und ihre Mitgliedschaft erklärt. Genauso wie Marco Müller, Alois Schneider, Günther Witt mit den Kindern Paul und Elisa sowie Michael Gösl mit den Töchtern Emma und Paula.

Sechs Neueinsteiger

Die Mitorganisation des Maibaumaufstellens gehört ebenso zu den Aufgaben des Vorsitzenden, wie das Straßenfest, das mittlerweile zu einem richtigen Dorffest gerät. Mit von der Partie war die Wehr auch beim Zehnjährigen der ehemaligen "Musik Kids" der Roggensteiner Jugendkapelle.

Kommandant Stefan Urbaneck lenkte den Blick auf die Aktiven-Seite. 36 Kameraden sind bei der Feuerwehr im Luhetal aktiv, 3 mehr als im Vorjahr. Davon sind 4 Frauen. Das Augenmerk liegt ebenso auf der Nachwuchswerbung. Deshalb klopfte der Kommandant mit den Jugendwarten Matthias Reil und Andreas Bojer in entsprechenden Haushalten an. 6 Neueinsteiger im Alter zwischen 12 und 15 Jahren sind das Resultat dieses Engagements. Von den 36 Feuerwehrleuten sind 12 Atemschutzträger.

Die Roggensteiner wurden im vergangenen Jahr 4 Mal alarmiert, darunter ein Verkehrsunfall und 3 technische Hilfeleistungen. Dazu kommen 3 Sicherheitswachen und 15 weitere Einsätze wie Verkehrsabsicherungen. Monatlich erfolgten Übungen. In der Atemschutzübungsstrecke in Neuhaus bildeten sich die Wehrleute weiter und 38 Mal festigten meist die Nachwuchskräfte ihre Feuerwehrkenntnisse bei der modularen Truppausbildung. 3 Feuerwehrmänner machten die Abschlussprüfung. Damit zielgerichteter alarmiert werden kann, seien die Alarmierungszonen neu eingeteilt worden. 19 Rettungskräfte absolvierten das Leistungsabzeichen.

Wichtiger Treffpunkt

Eine 12-Stunden-Übung mit Waldthurn kam bei den Jugendlichen sehr gut an. Um den Ist-Zustand des Einsatzfahrzeugs möglichst lange zu erhalten, wurde wieder kräftig investiert und erneuert. Seinem Stellvertreter Michael Gösl überreichte der Kommandant einen Geschenk-Gutschein. An die Aktiven appellierte Urbaneck, auch künftig in der Ausbildung nicht nachzulassen.

Zweiter Bürgermeister Uli Münchmeier dankte den Wehrleuten für die gute Zusammenarbeit. Die Stadt schätze die Arbeit der Wehrleute und setze deswegen auch finanziell Prioritäten. "Bei den Feuerwehren werden wir sicherlich nicht das Sparen anfangen." Die Zusammenarbeit unter den verschiedenen Vereinen floriere in Roggenstein. Der Wert des Florianstüberls als einziger Treffpunkt im Ort sei nicht zu unterschätzen. "Die Ortsteilwehren sind unverzichtbar."

Für die Wasserrohrsanierung in Roggenstein soll ein sogenanntes Inliner-Verfahren getestet werden, da in der Vergangenheit mit den vorhandenen Hydranten immer wieder Druckprobleme wegen der alten Asbestleitungen auftauchten. Die Teststrecke reicht vom Anwesen Gösl bis zur Anton-Ferazin-Straße. Allerdings gebe es aktuell auch kein Übungsverbot für die Wehr an den Hydranten, ergänzte Münchmeier. "Die Kirche profitiert von den Einsätzen, gerade, was die Wegsicherung während des ganzen Kirchenjahres angeht", versicherte Pfarrer Gerhard Schmidt.

Karl Axmann wurde auf einstimmigen Beschluss der Versammlungsteilnehmer zum neuen Ehrenmitglied ernannt. Der 80-Jährige nahm diese Auszeichnung überrascht, aber dennoch sehr gerne an. Axmann stehe der Wehr nicht nur mit seinem Backofen und seinem Hof-Areal zur Verfügung, sondern auch bei vielen anderen Aufgaben, lobte Kiesbauer.

Urbaneck war es für die Aktiven-Seite vorbehalten, Feuerwehrmann Gerhard Maier für 40 Jahre Dienst zu ehren. Mit dem Ehrenzeichen ist auch ein einwöchiger Aufenthalt im Feuerwehrerholungsheim Bayerisch Gmain verbunden.

Neuwahlen

Bei den Neuwahlen gab es kaum Veränderungen. Wolfgang Kiesbauer bleibt Vorsitzender. Neu ist sein Stellvertreter Josef Herold. Zum Schriftführer wurde wieder Thomas Helgert und zum Kassier Maximilian Lang gewählt. Beisitzer sind Andreas Lang, Mathias Kraus, Hubert Schuller und Robert Dworzak. Hans-Peter Gösl und Stephan Mitlmeier prüfen die Kasse. (dob)

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