10.07.2017 - 16:26 Uhr
VohenstraußOberpfalz

Freibad bleiben wegen des fehlenden Kioskverkaufs die Badegäste fern Viele freie Plätze im Freibad

Die heißen Sommertage verlangen geradezu nach einem Sprung ins kühle Nass des städtischen Freibads. Doch so richtig will die Saison heuer einfach nicht anlaufen.

von Elisabeth DobmayerProfil

(dob) Grund ist möglicherweise der fehlende Kiosk-Verkauf. "Kinder wollen einfach mal ein Eis oder eine andere Kleinigkeit", versichern die Freibadbesucher. Sie bedauern, dass die beliebte Verkaufsstelle heuer zubleibt. Einige hätten sich mittlerweile aber schon arrangiert und bringen zumindest ihre Getränke von zu Hause in Kühltaschen mit. Anneliese und Helmut Bäumler sind täglich in der Freibadanlage. Sie laden schon einmal bekannte Freibadgäste zum Kaffeetrinken ein

Dem Ehepaar liegt die Naturbadanlage ganz besonders am Herzen. "Seit 50 Jahren sind wir jeden Sommer hier." Deswegen hat die Vohenstraußerin auch schon bei Bürgermeister Andreas Wutzlhofer vorgesprochen und beim Stadtoberhaupt zumindest einen Sinneswandel erreicht. "Ich habe erkannt, dass wir in die Verkaufsstelle, die derzeit nur eine Bretterbude ist, investieren müssen", erklärt der Rathauschef.

Schon im Winterhalbjahr soll damit begonnen werden, den Kiosk mit einer Küchenzeile, entsprechender Elektroausstattung und einem Dunstabzug aufzumöbeln "und so für einen möglichen Betreiber ansprechender zu gestalten", informiert Wutzlhofer auf Nachfrage. "Uns ist nicht entgangen, dass viel weniger Leute kommen." Vielleicht kann in Zusammenarbeit mit der Wasserwacht, die im Herbst ebenfalls eine neue Hütte bekommen soll, im 2018 eine Lösung gefunden werden oder es melden sich dann externe Betreiber, nach dem erfolgten Umbau, hofft das Stadtoberhaupt.

Trotz 28 Grad Celsius Lufttemperatur und lauen 24 Grad Celsius Wassertemperatur, am Sonntag um 12 Uhr gemessen, waren wenige Gäste zu sehen. Helmut Bäumler würde sich freuen, wenn die Stadträte einfach einmal ins Freibad kämen und mit den Betroffenen reden würden. "Wir wissen, woran es fehlt."

Wutzlhofer reagiert darauf etwas pikiert und meint, er habe nicht die Zeit, sich auch noch ins Freibad zu legen. Mit seinen Stadträten sei er das ganze Wochenende wieder auf vielen Terminen in der Region unterwegs gewesen. Allerdings wisse er schon, dass der Besuch wegen des geschlossenen Kiosks merklich zurückging. Im kommenden Jahr soll nach dem Umbau ein erneuter Anlauf für einen Betreiber unternommen werden. Die Stadt verlange auch keine Miete. Was erwirtschaftet werde, gehöre dem Kioskverkäufer. Im heißen Juni zählte das Freibad lediglich 1600 Badegäste, im Schnitt 53 pro Tag. Alleine die unbelegten Parkplatzreihen führen den Rückgang der Besucher sehr deutlich vor Augen.

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