11.07.2017 - 16:26 Uhr
VohenstraußOberpfalz

Haus für Kinder Gottfried Sperl verliert wahre Schätze Dreifacher Abschied

Bei der einen Frau ist es die Liebe, bei der anderen sind es die pflegebedürftigen Eltern. Obwohl sich die evangelische Kirchengemeinde beim Gemeindefest auf Schatzsuche begibt, müssen sich die Verantwortlichen auch von einigen sehr wertvollen Schätzen verabschieden.

Die Verabschiedung von Nina Mehta-Jander, Leiterin Sonja Grosser und Gruppenleiterin Karin Wappmann (von links) übernahm Uli Münchmeier vom Evangelischen Hilfsverein. Bild: dob
von Elisabeth DobmayerProfil

Deshalb flossen am Sonntag auch viele Tränen. Insgesamt waren es drei Schätze, die über viele Jahre die Einrichtung Haus für Kinder Gottfried Sperl geprägt und darüber hinaus das Gemeindeleben mitgestaltet hatten.

Nach über 13 Jahren als Erzieherin im Haus für Kinder wurde Leiterin Sonja Grosser schweren Herzens von Uli Münchmeier vom evangelischen Hilfsverein verabschiedet. Zuerst war Grosser stellvertretende Leiterin, bevor sie nach der schweren Erkrankung von Eva Schmalnauer 2015 die Leitung übernahm. Vorbildlich sei die Vohenstraußerin immer vorangegangen und begeisterte mit vielen neuen Ideen ihre Mitarbeiter, die sie immer in ihre Pläne einband.

"Dein Name wird immer mit dem Haus für Kinder Gottfried Sperl, dem neuen Logo und mit der heutigen Wahrnehmung als eine Einrichtung mit Hort, Kindergarten und Krippe verbunden sein", dankte Münchmeier. Viele Neuerungen und gesetzliche Vorgaben setzte Grosser um. "Deine freundliche und verbindliche Art wurde vom Personal, von den Eltern wie Kindern und nicht zuletzt von mir sehr geschätzt", betonte der Redner. Die Liebe und eine neue Herausforderung ziehen Grosser nun jedoch nach Regensburg.

Doch damit nicht genug: Mit Karin Wappmann aus der Kinderkrippe verliert die Einrichtung eine überaus engagierte, beliebte und erfahrene Kraft, die seit 1993 im Kindergarten und zuletzt als Gruppenleiterin in der Krippe pädagogisch verantwortlich war. Allseits hoch geschätzt, brachte sie ihren großen Erfahrungsschatz ein. Sie hatte stets für alle ein offenes Ohr und war mit ihrer Verwurzelung in der Kirchengemeinde sowie als Vorsitzende des Evangelischen Frauenbunds Bindeglied zwischen den Institutionen.

Sie brachte viele religiöse Aspekte in ihre Arbeit ein. Die Eröffnung der Kinderkrippe und die vielen Neuerungen mit dem Umbau meisterte sie mit ihrem Kollegium hervorragend. Wappmann müsse sich nun nach ihrer selbst verordneten beruflichen Auszeit verstärkt um ihre pflegebedürftigen Eltern kümmern. Zudem freue sie sich auf die Zeit mit den Enkeln.

Von der Dritten im Bunde, Nina Mehta-Jander , die als Individualkraft für ein kleinwüchsiges Kind in der "Katzen"-Gruppe des Kindergartens eingesetzt war und zwei Jahre dem Team angehörte, hieß es ebenfalls Abschied nehmen. Ihre hilfsbereite Art kam überall an. Sie werde sich an anderer Stelle in der Kirchengemeinde, wie dem Gemeindebrief und im Chor, weiterhin einbringen.

Münchmeier überreichte allen Blumen, bevor er sich mit folgendem Vers verabschiedete: "Vertraut den neuen Wegen, auf die der Herr uns weist, weil Leben heißt: Sich regen, weil Leben wandern heißt. Seit leuchtend Gottes Bogen am hohen Himmel stand, sind Menschen ausgezogen in das gelobte Land."

Neubesetzungen

Uli Münchmeier, zweiter Bürgermeister und Vertreter des Evangelischen Hilfsvereins, teilte auf Anfrage des NT am Dienstag mit, dass rein zahlenmäßig durch den Weggang der drei Mitarbeiterinnen keine großen Lücken in Kindergarten und Hort entstehen werden: "Die Leitung des Kindergartens konnten wir intern wieder besetzen."

Neue Leiterin wird Ilona Schlesinger, bisher Stellvertreterin von Sonja Grosser. Als Stellvertreterin wird sich die erfahrene Erzieherin Anke Mittelmeier einbringen. Das Team im Hort wird künftig Monika Zintl verstärken.

"Auch für die Krippe werden wir eine neue Kraft einstellen", sagte Münchmeier. Den Namen der Vohenstraußerin könne er allerdings noch nicht nennen, da der Vertrag noch nicht fix sei. (ck)

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