Jubiläum bei Roggensteiner Jugendblaskapelle
Wie olympische Medaillen

Zweiter Bürgermeister Uli Münchmeier und Kapellmeister Josef Wolfrath (von links) überreichen mit der Kreisvorsitzenden vom Nordbayerischen Musikbund, Gisela Weß (rechts), und der stellvertretenden Chefin der Blaskapelle Roggenstein, Renate Kellner, die Jugendleistungsabzeichen in Silber für die erfolgreichen D-2-Prüfungen an Florian Reil (Dritter von links), Alexander Lingl (Mitte) und Michael Fenzl (Zweiter von rechts). Bild: dob
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Vohenstrauß
13.09.2017
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Wenn man die Musiker der Roggensteiner Blaskapelle hört, dann geht einem das Herz auf. Das empfindet nicht nur Pfarrer Gerhard Schmidt so.

Roggenstein. In einem Dankgottesdienst würdigte der Geistliche die Spielfreudigkeit und den unbändigen Einsatzwillen der Kapelle, die in aller Munde sei. Musik sei eine universelle Sprache, die keine Grenzen kenne. Musik beruhige, entspanne, lasse Abstand gewinnen oder drücke Emotionen aus. Musik könne im wahrsten Sinne des Wortes Herzen höher schlagen lassen oder schleiche sich zum Tanz in die Beine, sagte der Seelsorger.

Die Gründung der Roggensteiner Jugendblaskapelle sei eine einzige Erfolgsgeschichte in all den Jahren gewesen. Von Jahr zu Jahr steigerte sich ständig das Niveau. Vor zehn Jahren kamen schließlich die "Musik-Kids" dazu und brachten eine Jugendauffrischung. Dank der großzügigen Spende von Richard Zajicek konnten Musikinstrumente angeschafft werden, erinnerte der Pfarrer.

Die Pfarrgemeinde dankte anlässlich dieses Jubiläums für den Einsatz im Kirchenjahr. In erster Linie gelte der Dank jedoch Kapellmeister Josef Wolfrath, der Herz, Seele sowie rechter und linker Lungenflügel für die Gruppe zugleich darstelle und hohen Zeiteinsatz erbringe. Im Gottesdienst erinnerten die Teilnehmer auch an den ersten Kapellmeister Hans Riedlbauer und Musiklehrer Gerhard Schwab, dessen Mutter und Bruder mit Ehefrau die Messe mitfeierten. Ein Choral, den Schwab selbst für die Trompeter der Roggensteiner Blaskapelle geschrieben hatte, war dabei ebenso zu hören.

Kinder nun erwachsen

"Zehn Jahre sind eigentlich keine lange Zeitspanne. Wenn man aber heute die feschen Moidla und gestandenen Mannsbilder der Roggensteiner Blaskapelle anschaut, dann weiß man, dass die zehn Jahre seit der Gründung der ,Musik-Kids' eine Zeit waren, die aus den einstmaligen Kindern junge Leute hervorbrachte", fasste stellvertretende Vorsitzende Renate Kellner bei der Jubiläumsfeier im Zelt zusammen.

Dass die jungen Leute so lange durchgehalten haben und noch immer Freude an der Musik zeigen, freue sie ganz besonders. "Du warst es, der die ,Musik-Kids' damals gründete und in dieser Zeit viel Elan, Herzblut und Ausdauer in die Kapelle gesteckt hast", lobte sie Wolfrath. Die gesamte Führungsriege sei stolz auf diese "wunderbare Kapelle".

"Macht's weiter so"

Dieser Entwicklung zur "Stadtkapelle Vohenstrauß" brachte auch zweiter Bürgermeister Uli Münchmeier seinen größten Respekt entgegen. Nicht nur die Roggensteiner dürften auf die Formation stolz sein, sondern die gesamte Großgemeinde. "Ihr seid ein wichtiger Teil unserer Vereinsgemeinschaft und immer zur Stelle, wenn ihr gerufen werdet. Macht's weiter so und haltet zusammen, denn ihr seid eine tolle Gemeinschaft", forderte er. Mut zum Feiern bewiesen die Verantwortlichen der Roggensteiner Blaskapelle allemal, denn bei schönem Wetter könnte jeder feiern, sagte Wolfrath. Die vergangenen zehn Jahre erlebte er als sehr intensive Zeit, die er nicht missen wolle. Bis zu 35 Leute durch die Pubertät zu führen, sei keine leichte Aufgabe, wenngleich es bei den Burschen etwas unaufgeregter und leichter gehe. So lange es ihm jedoch Spaß bereite, werde er weitermachen, versprach er.

Mit der Kreisvorsitzenden Gisela Weß vom Nordbayerischen Musikbund im Kreis Neustadt/WN verlieh der Kapellmeister an drei Musiker das silberne Jugendleistungsabzeichen für die D-2-Prüfungen. Die Plaketten seien mit olympischen Medaillen zu vergleichen, denn dahinter verberge sich eine Wahnsinnsarbeit. Florian Reil und Alexander Lingl aus Roggenstein und Michael Fenzl aus Schammesrieth gehörten zu den Geehrten. Bis zum Abend war dann Festbetrieb mit verschiedenen Musikgruppen und einem hervorragenden kulinarischen Angebot aus den Backöfen der Familien Wolfrath und Axmann angesagt.
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